Bild: Ardis
Steuerelement zwischen Zuschnitt und Nesting

Die neueste Technologie der Ardis-Optimierung nutzt der Ladenbauer Hunold. Die Projekte werden in einer separaten CAD-Umgebung entwickelt und anschließend als Teiledaten in Ardis analysiert.

In der Tagesproduktion erstellt Optimierung dann die bestmögliche Balance zwischen Materialverbrauch und Maschinennutzung.

Die Firma Ladenbau Hunold in Leinefelde-Worbis steht für das Außergewöhnliche bei der Fertigung von Inneneinrichtungen. Nahezu jede Einrichtung verkörpert eine besondere Idee, hebt sich von der Masse ab. Eine hohe handwerkliche Qualität ist dabei ein Muss. Zugleich ist Hunold der richtige Partner für eine vollumfängliche Auftragsabwicklung von der Planung bis zur Umsetzung.


Ardis Information Systems, ansässig im belgischen Maldegem, ist seit 1989 im Bereich Plattenoptimierung aktiv. Viele Jahre lang war die Optimierung exklusiv auf den klassischen Sägezuschnitt ausgerichtet. In den letzten zehn Jahren konzentriert sich das Unternehmen jedoch hauptsächlich auf die optimierte Teileproduktion. Umfassende Berücksichtigung finden dafür die Materialverfügbarkeit (Standardplatte, Reste), die Teilegeometrie (normale Abmessung, zu groß oder zu klein für Standardbearbeitungen), der Maschinenpark (Zuschnittanlage, Nestingmaschine, Bekantungsanlage, Bearbeitungszentrum, Dübelautomat, Korpuspresse), der Prozessablauf mit seinen Einschränkungen (verfügbarer Platz, Sortierung, Logistik) sowie die Versandplanung (Wunschtermin, letzter Montagetermin).

 

Teile optimiert fertigen


Bei der optimierten Teileproduktion in Leinefelde-Worbis wird von Beginn an große Aufmerksamkeit auf eine effiziente Arbeitsvorbereitung und Produktion gelegt. Die Nutzung eines modernen 3D-CAD-Programms lässt die Planung bis ins Detail zu. Nach Abschluss dieser Arbeiten übernimmt die Ardis-Teileproduktionssoftware die Daten und analysiert jedes einzelne Teil mit Blick auf die einzusetzende Maschine. Der Maschinenpark bei Ladenbau Hunold besteht aus einer Druckbalkensäge und einer CNC-Nestinganlage. Beide Maschinen sind mit einer automatischen Zustellung aus dem Plattenlager verknüpft. Hinzu kommen ein Dübelautomat, eine Bekantungsanlage sowie eine klassische CNC-Fräse. Den Abschluss der Fertigung bildet die Montage.


Die Materialverwaltung übernimmt bei Hunold die patentierte Ardis-Lösung, mit der die Reste einer einfachen, effizienten Handhabung zugeführt werden. Die Aufgabe von Ardis besteht insbesondere darin, alles aufeinander abzustimmen. Aus den Teiledaten, Geometrien und Abmessungen wird ermittelt, welche Maschinen eingesetzt werden können, ob und wo es Konflikte gibt und wie der Fertigungsablauf entsprechend auszurichten ist. Kann beispielweise ein Schmalteil nicht den gewohnten Weg über die Bekantungsanlage gehen, bietet Ardis je nach Kundenvorliebe und Maschinenpark alternative Fertigungsstrategien an. Teile, die sich aus Materialeffizienzgründen für das Nesting eignen, die aber nicht die nötige Menge aufweisen, können auf dem klassischen Weg mit Restenutzung umgeleitet werden.

 

Eine Lösung für alle Systeme


Ausgangspunkt der Zusammenarbeit der beiden Unternehmen war ein Besuch von Geschäftsführer Christian Hunold auf der Ligna. In seiner kunden- und projektbezogenen Fertigung war bis dahin mit einer klassischen Druckbalkensäge zugeschnitten worden. Nun war er an einer CNC-Nestinganlage interessiert, wusste aber, dass dies nicht immer eine gute Lösung darstellt. Bewusst war ihm zudem, dass die Stückzahl-1-Produktion weitreichende Konsequenzen bis hin zur Teileebene und zum Maschinenpark hat. Bei der Erweiterung des Maschinenparks um eine Nestinganlage sollte die Bediensoftware daher nicht noch um eine weitere Schnittstelle verkompliziert werden. Es musste eine Lösung her, mit der sich alle Aggregate bedienen lassen und in jeder Situation der Fertigungsablauf optimiert werden konnte. Eine Menge Klärungsbedarf stand an – letzten Endes entschied sich Hunold jedoch für Ardis.


Im Laufe des Projektes wurde die vorhandene Lagersoftware dann in das Ardis-Materialmanagement integriert und so die manuelle Restesituation gelöst. Im Anschluss wurde die Online-Etikettierung von Ardis übernommen und auf die Nestinganlage erweitert. Mittlerweile erhalten alle Sägen, die CNC-Fräse, die Nestinganlage und der Dübelautomat ihre spezifischen Arbeitsprogramme über Ardis. An den verschiedenen Stationen wird das von Ardis erstellte Etikett von der jeweiligen Anlage erkannt. Das Etikett erhält dazu alle erforderlichen Angaben in Text, Zeichnung oder Barcode.

www.ardis.be
www.ladenbau-hunold.com

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