Bild: DPS Software
Mit zwei Klicks produzieren

Eine Produktionsanlage ist nur so gut, wie die Vorbereitung der zugehörigen Aufträge. DPS Software zeigt, wie optimale Lösungen aussehen können:

Beim österreichischen Brettsperrholz-Hersteller Mayr-Melnhof Holz werden heute CNC-Programme im Büro vollautomatisch generiert.

 

 

Mayr-Melnhof Holz ist einer der großen Player in der Holzwirtschaft. Das international aufgestellte Unternehmen deckt die gesamte Wertschöpfungskette vom Sägewerk bis zur Pellet- und Brikettfabrikation ab. Im österreichischen Werk Gaishorn am See wird Brettsperrholz für die Verwendung im Haus- und Wohnungsbau weiterverarbeitet. Bei der Fertigung der Wandelemente vertraut Mayr-Melnhof Holz auf Maka-5-Achs-Technologie. Die Portalmaschine formatiert die Bauteile und versieht sie mit den nötigen Ausschnitten für Türen, Fenster und Infrastruktur. Dabei gilt es, eine Vielzahl individueller Architektenentwürfe umzusetzen. Um bei den komplexen Anwendungen hohe Effizienz zu erzielen, bedarf es einer effizienten Lösung für die Arbeitsvorbereitung.

 

Daten direkt an die Maschine übergeben


Noch ist es in der Brettsperrholz- und Konstruktionsvollholz-Produktion weit verbreitet, die Einstellungen an der Maschine durchzuführen. Der Nachteil: Es müssen teils aufwendige Änderungen an der Software durchgeführt werden, die der Maschinenbauer mitliefert. Dies hat Stillstandzeiten zur Folge und verringert die Produktivität. Der Software-Spezialist DPS aus Leinfelden-Echterdingen geht mit seinem Systempartner Maka bei Mayr-Melnhof Holz einen anderen Weg. Die Arbeitsvorbereitung wird organisatorisch komplett von der Maschine getrennt. Dies setzt ein eng verknüpftes Zusammenspiel von leistungsstarker 3D-CAM- und hochentwickelter 5-Achs-CNC-Technik voraus. Ziel ist es, die erforderlichen Daten fertig an die Maschine zu übergeben, damit die Maschine allein die Arbeit macht, wofür sie gekauft wurde: produzieren.


Von großem Vorteil erweist sich dabei die bei Maka-Maschinen im Standard verwendete Siemens 840 D sl. Die Steuerung kann als offenes System bequem an die CAD/CAM-Software im Büro angebunden werden. Nun braucht es nur noch ein Software-Paket, das die Konstruktionsdaten an die Maschine transferiert. DPS Software vertreibt ein solches System. Das mächtige Tool besteht aus mehreren Komponenten, die je nach Bedarf modular kombiniert werden können. Im Fall Mayr-Melnhof Holz galt es, folgende Vorgaben zu erfüllen:


– Minimierung der Schnittstellen,
– Einbindung und Berücksichtigung der firmenspezifischen Makros (Arbeitsabläufe),
– Unterstützung der vorhandenen Maschine sowie einer neuen Maschine, die eine andere Kinematik aufweist,
– Einbindung der firmenspezifischen Fertigungsstrategien in das System.

 

Automatisch Programme erzeugen


Zur Anwendung kommt die 3D-CAD-Software Solidworks. Die CNC-Maschine wird angesteuert über Swood CAM, ein in Solidworks zu hundert Prozent integriertes Tool. Einfache Bedienung und ausgezeichnete Visualisierung gehören zu den Merkmalen des Systems. Swood CAM erkennt automatisch die zu bearbeitenden Konturen und weist die Bearbeitungen optimiert zu. Mit der Software können alle holzspezifischen Aggregate angesteuert werden. Möglich sind die Mehrseitenbearbeitung und das Fräsen mit fünf Achsen simultan. In der Praxis sieht das dann so aus: Der Bediener wählt am Bildschirm den Datenexport in der Menüleiste an. Mit einem Mausklick sind die CAD/CAM-Daten auf dem Bildschirm. Swood CAM analysiert das Bauteil und erzeugt aus den vorhandenen Makros vollautomatisch das Programm für die Maschine. Der Vorteil: Abläufe, die sonst mühsam händisch festgelegt werden müssen, sind aufgrund der 3D-Konturen ohne Zutun des Bedieners verfügbar. Um vor dem entscheidenden letzten Klick sicherzugehen, kann der Bediener noch eine Simulation durchführen. Dabei testet er unter realen Bedingungen und überzeugt sich vor der praktischen Umsetzung von der Richtigkeit der Bearbeitungen. Dann gibt er die Daten an das NC-HOPS-Maschinenprogramm und die Produktion beginnt.

 

Zukunftssichere Technologie


Mayr-Melnhof war von den Möglichkeiten der Software-Kombi aus Solidworks und Swood CAM nach anfänglicher Skepsis schnell überzeugt. Inzwischen ist das System in der BSP-Fertigung Gaishorn am See im Einsatz. Die Erfahrungen sind sehr gut: Nach der Umstellung und kundenspezifischen Anpassung der Abläufe konnten in der Arbeitsvorbereitung zwischen 60 bis 70 Prozent der Zeit eingespart werden. Jörg Rudig, Leiter des Competence Centers CAM bei DPS: „Wir sind sicher, dass unserer Technologie die Zukunft gehört. Auf Knopfdruck und ohne manuelle Eingriffe maschinenspezifische CNC-Programme vollautomatisch zu generieren, wird sich im Bauholzbereich bei allen Bearbeitern mit komplexen anspruchsvollen Anwendungen durchsetzen“.


Die Möglichkeiten der Software sind damit aber lange nicht ausgereizt. Neben der bei Mayr-Melnhof eingesetzten Swood CAM bietet DPS auch eine voll in Solidworks integrierte 3D-Software Swood Design für die Planung und Herstellung von Möbeln und Inneneinrichtungen an. Mit regelbasierenden, branchenspezifischen Funktionen und Bibliotheken ist sie für die holzverarbeitende Industrie optimiert, um Konstruktionsprozesse zu beschleunigen und praktisch sofort produktiv werden zu können.

www.dps-software.de  
www.kaun.at  
www.maka.com  
www.mm-holz.com

 

 

Diesen Beitrag und weitere interessante Beiträge finden Sie in HOB 5.2016:

16_5_TS_188.jpg

Gerne können Sie HOB 5.2016 bestellen:

per mail:  cedra@agt-verlag.de  
oder über das Kontaktformular


agt verlag thum gmbh
Teinacher Straße 34
71634 Ludwigsburg

Vertrieb, Frau Beate Cedra
Tel.: 07141/22 31-56

spacer
Online Werbung @ HOB