Bild: Schmalz
Türen heben leicht gemacht

Zwischen 500 und 600 Türen stellt die Türenfabrik Brunegg AG aus der Schweiz jeden Tag her. Damit ist das Unternehmen Marktführer in der Eidgenossenschaft. Das wachsende Sortiment umfasst immer größere und schwerere Türen, was in der Produktion hohe Anforderungen an die Handhabungstechnik stellt. Der Hersteller setzt deshalb auf die leistungsstarken Hebehilfen des Vakuumspezialisten Schmalz.

 

Seit der Antike schützen die Menschen ihre Behausungen mit Türen – sei es vor Wind, Regen oder Kälte, vor Raubtieren oder anderen ungebetenen Gästen. Heute gibt es Türen mit unterschiedlichen Funktionen, Größen, Formen, Materialien und Ausführungen. Dabei müssen sie immer vielfältigere Anforderungen erfüllen, von der Schallisolierung über Feuerfestigkeit oder Wasserundurchlässigkeit bis hin zum Schutz vor Chemikalien oder radioaktiver Strahlung.


Eine besonders traditionsreiche Beziehung zur Tür pflegt die Schweiz, wo bei Ausgrabungen einige der ältesten Türen Europas entdeckt wurden. Der Kanton Aargau ist auch die Heimat der Türenfabrik Brunegg AG. Das im gleichnamigen Ort angesiedelte Familienunternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern produziert unter der Marke Brunex jährlich rund 120000 Türblätter. Der 1954 gegründete Betrieb feierte vor zwei Jahren den 60. Jahrestag – und gleichzeitig fast sieben Millionen gefertigte Türen.

 

Schwere Arbeit abschaffen


Die Türenfabrik Brunegg ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gewachsen – genau wie ihr Sortiment. „Noch vor 50 Jahren gab es eine Tür für alle Funktionen“, so Verkaufsleiter Christian Goettelmann. „Heute muss eine Tür differenzierter gebaut sein, je nach Anforderung an Schall-, Brand-, Wärme- und Klimaschutz oder mit Sicherheitsvorrichtungen gegen Einbruch.“ Der Hersteller fertigt auftragsbezogen just in time ab Losgröße 1. Das Portfolio umfasst auch Sondergrößen bis 3,4 x 2,5 Meter sowie Spezialtüren für Kliniken und Hotels. „Von den Rohlingen bis zu einhängefertigen Innen- und Außentüren entsteht alles in Brunegg“, betont Goettelmann.


Die Türenfabrik hat ihre Produktionsfläche um 5000 m2 und damit um 70 Prozent erweitert. „Wir wollen unseren Kunden in Zukunft noch kürzere Lieferzeiten bei gleichbleibend hoher Qualität bieten“, begründet CEO Martin Eisele. „Deshalb investieren wir gezielt in unseren Standort und versuchen, sämtliche Prozesse so effizient wie möglich zu gestalten.“ Im Zuge der Produktionserweiterung entschieden sich die Schweizer auch, den Fertigungsablauf für übergroße und schwere Türen zu verbessern. Die bis zu 250 Kilogramm schweren Sonderanfertigungen müssen von Paletten auf ein CNC-Bearbeitungszentrum transportiert werden – „bislang ein Job für bis zu vier Mann“, erinnert sich Eisele. „Spezialtüren – für Spitäler etwa – können zum Beispiel mit Blei versehen sein. Diese zu bewegen, ist echte Schwerstarbeit.“ Eine neue Fertigungsstation sollte diesen mühsamen Arbeitsschritt schneller, sicherer und schonender bewerkstelligen.

 

Lasten bis 300 kg heben


Die beste Lösung für diese Aufgabe: eine leistungsstarke Hebehilfe. Von diesen sind in der Türenfabrik Brunegg bereits mehrere im Einsatz. Seit Jahren vertraut das Unternehmen auf die Technologie des Vakuumspezialisten J. Schmalz. Insgesamt zehn Hebegeräte vom Typ Jumbo erleichtern der Belegschaft vielerorts die Arbeit, etwa beim Bestücken einer Säge, im Kommissionier- und Reparaturbereich sowie zur Beschickung einer automatischen Fräslinie. Für die Handhabung der schweren Türen empfahlen die Experten den Einsatz eines Vakuumschlauchhebers Jumboergo 300 für Traglasten bis 300 kg.


Schmalz bietet den Schlauchheber im Baukastensystem. Für fast jede Anwendung gibt es den passenden Sauggreifer. Von der Variante für längliche Werkstücke oder Balken bis hin zum Vierfachsauggreifer für große Platten. Beide kommen in Brunegg zum Einsatz. Mit einem Schnellwechseladapter können die Greifer je nach Bedarf getauscht werden. Der Jumboergo 300 punktet vor allem in Sachen Sicherheit und Ergonomie: Schwere Lasten lassen sich ohne Weiteres anheben und zentimetergenau platzieren. Vier Greifpunkte übertragen das Vakuum des Schlauchhebers effizient auf das Werkstück. Ein reaktionsschnelles Rückschlagventil verhindert ein Abfallen der Last, selbst bei Strom- oder Druckluftausfall. Über den beweglichen Bedienbügel, der einem Motorradlenker nachempfunden ist, nehmen Anwender auch Werkstücke in großer Höhe oder vom Boden bequem auf. Die frei wählbare Länge des Bedienbügels gewährleistet einen ausreichenden Sicherheitsabstand zur Last.

 

Sicherer, ergonomischer, effizienter


Für die Schlauchheber hat Schmalz in der neuen Produktionshalle zudem eine maßgeschneiderte Aluminium-Hängekrananlage mit den Maßen 16,3 x 8,0 m installiert. Der Mitarbeiter hebt die Tür sanft von der Palette ab, bewegt sie per Kran über das CNC-Bearbeitungszentrum und setzt sie passgenau ab – alles ohne Kraftaufwand und ohne das Werkstück zu beschädigen. „Schmalz hat den Kran exakt am neuen Arbeitsplatz montiert“, so Eisele. „Dadurch haben wir einen großzügigen Verfahrweg und erreichen das Bearbeitungszentrum mühelos. Unsere Mitarbeiter waren erstaunt, wie leicht sich die Werkstücke bewegen lassen.“ Wo bislang bis zu vier Leute nötig waren, um eine Tür zu bewegen, kann das nun eine Person erledigen, die die gesamte Bearbeitungsstation bedient. Das hat die Mitarbeiter der Türenfabrik Brunegg überzeugt. „Zunächst waren sie der neuen Technik gegenüber etwas skeptisch“, erinnert sich Eisele. „Aber nun möchten sie den Jumboergo nicht mehr missen.“


Zu seinen Lieferanten pflegt das Unternehmen kontinuierliche und lösungsorientierte Partnerschaften – so auch zu Schmalz. „Die Projektabwicklung und Montage verliefen reibungslos“, lobt Eisele die Zusammenarbeit. Auch der Service sei hervorragend – für den produzierenden Betrieb, der auf zuverlässige Anlagen angewiesen ist, ein wichtiger Pluspunkt. „Wir haben in den vergangenen Jahren stets positive Erfahrungen gemacht. Sollte es einmal ein Problem geben, ist uns schnelle Hilfe sicher“, resümiert der Betriebsleiter. „Der Jumboergo hat wie die bereits vorhandenen Systeme unsere Erwartungen voll erfüllt. Wir konnten unsere Produktion damit sicherer, ergonomischer und deutlich effizienter gestalten.“

www.schmalz.com

 

 

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