Bild: Robert Kittel
Quer, oder doch besser schräg?

Die Frage, wie man Schleifriefen beim Lackzwischenschliff verringert, beschäftigt Experten wie Praktiker.

Bei Schwörer-Haus hat man dazu eigene Vergleiche angestellt – mit einem überraschenden Ergebnis … 

 

Zweifellos wird das Kreuzschliffverfahren vielerorts als Stand der Technik angesehen. Dabei sollen sich die bei einem Längsschliff entstehenden Schleifspuren durch einen zusätzlichen Querschliff verringern, was in der Praxis gut funktioniert. Als Alternative gilt das Diagonalschleifverfahren von Kündig. Es soll diese störenden Spuren erst gar nicht entstehen lassen.


Quer, oder doch besser schräg? Im Zuge von Verbesserungen in der Schreinerei des Fertighaus-Spezialisten Schwörer-Haus stellte man sich ebendiese Frage, als es um die Auswahl einer Breitbandschleifmaschine für die Lackierabteilung ging: „Wir hatten bereits Versuche mit Querbandaggregaten angestellt. Auf der Holz-Handwerk in Nürnberg stießen wir dann auf das Diagonalschleifverfahren von Kündig, das uns interessierte“, erzählt der Werkstattleiter der Schreinerei, Gerhard Schwörer.

 

Bald 17 000 Häuser gebaut


Schwörer-Haus, Hohenstein, errichtete seit 1964 fast 17 000 Häuser, meist in Holztafel-Bauweise. Das Unternehmen gilt als klimaschützend und sehr ressourcenbewusst – die Nutzung anfallender Sägenebenprodukte zur Stromerzeugung, Fotovoltaik auf den Dachflächen und die konsequente Umstellung auf energiesparende Anlagen haben ihm bereits zahlreiche Umweltpreise eingetragen. Mit Einfamilienhäusern bis zum Passiv- oder Plusenergiestandard, acht Standorten, 1 700 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 250 Millionen Euro zählt Schwörer-Haus zu den Marktführern. Dazu tragen auch verwandte Produkte und Serviceleistungen bei: Festigkeitssortiertes Schnittholz und KVH werden ebenso angeboten wie die bezugsfertige Möblierung der Bauten. Die hauseigene Schreinerei stellt dafür mit 30 Mitarbeitern (davon 15 Lehrlinge) Möblierungen für die Schwörer Häuser her und bedient zusätzlich eine überwiegend lokale Kundschaft.

 

Querband gar nicht nötig


„Wir haben uns die Kündig Brilliant genauer angesehen, weil uns zunächst die effiziente Energienutzung dieser Maschine sehr ansprach“, erzählt Schwörer weiter. „Da interessierte uns natürlich die mit dem Diagonalschleifverfahren mögliche Oberflächengüte. Kündig bietet ebenfalls ein Querbandaggregat an. Aber bei Probearbeiten zeigte sich, dass wir es gar nicht brauchen“, meint der Werkstattleiter. „Die Oberflächen werden beim Diagonallackschliff so hochwertig wie mit einem Kreuzschliff, und es geht auch noch wesentlich schneller.“


Der Ansatz, Schleifspuren erst gar nicht entstehen zu lassen, gefällt Schwörer: „Ich finde die Idee bestechend. Beim Längsband mache ich mir mit zugesetzten Streifen am Band Schleifriefen, die ich hinterher mit dem Querband wieder mühsam rausschleifen muss. Durch das schräg rotierende Schleifband bilden sich beim Diagonalschleifen weniger solcher Streifen, die noch dazu kürzer im Eingriff sind. Dadurch treten natürlich geringere Spuren auf. Man könnte fast sagen, dass in einem Diagonalschleifaggregat ein Längs- und ein Querband vereint sind.“ Das Diagonalschleifverfahren von Kündig funktioniere gut, bestätigt er: „Sonst hätten wir uns wohl kaum gegen das zusätzliche Querbandaggregat entschieden.“

 

Weitere Pluspunkte


Die Entscheidung zugunsten von Kündig hätten aber noch weitere Pluspunkte erleichtert. „Wir legen bei Schwörer-Haus viel Wert auf einen persönlichen Kontakt zu Herstellern. Bei Kündig ist man sehr kundenorientiert, was wir wirklich begrüßen“, so der Werkstattleiter. Technische Details sprachen ihn persönlich an: „Die Schleifschuhtastung von Kündig funktioniert in der Praxis ausgezeichnet. Alles macht einen langlebigen und benutzerfreundlichen Eindruck.“ Diese positiven Erfahrungen mit Kündig sollen nicht ohne Folgen bleiben, schmunzelt Schwörer: „Wir überlegen bereits, für Massivholzschleifarbeiten in eine weitere Kündig zu investieren.“ 

www.kuendig.ch

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