Bild: Hans Weber Maschinenfabrik
Für ein optimales Raumgefühl

Um die veränderten Anforderungen an die Oberflächenbehandlung von Bauteilen zur Inneneinrichtung und -ausstattung von Hotels erfüllen zu können, musste sich die Firma Appia mit neuer Schleiftechnik ausstatten. Entschieden hat sich das niederbayrische Unternehmen für eine KSF1350 von Weber.


Am Ende eines anstrengenden Tages am Ziel ankommen, im Hotel einchecken, das Zimmer beziehen und sich wohlfühlen. So stellt man es sich vor, wenn man auf Reisen ist und dafür eine Unterkunft gesucht hat. Leider ist das nicht immer der Fall und alle gutgemeinte Planung schlägt fehl. Dass sie jedoch erfolgreich sein kann, dafür sorgen Spezialisten der Firma Appia aus dem niederbayrischen Dietersburg/Peterskirchen. Sie stellen nicht nur Hotelzimmer in traditioneller Ausrichtung her, die sich auf Bett, Schrank und Tisch beschränken. Bei Appia werden auch der gesamte Raum und das Ambiente in den Mittelpunkt gerückt, was mehr ist, als nur Holzmöbel bauen.


Gegründet wurde das Unternehmen 2003 von der südtiroler Firma Selva, einem Hersteller von Designermöbeln. In den zwölf Jahren seit dieser Gründung hat sich Appia zu einem designorientierten Generalunternehmer mit 20 Millionen Euro Umsatz und 90 Mitarbeitern entwickelt, der sich zum größeren Teil mit der Planung und Gestaltung kompletter Hotels beschäftigt. So gelingt es den Spezialisten durch gezieltes Design und detaillierte Abstimmung aller Komponenten, für den Kunden das gewünschte Raumgefühl zu entwickeln. Dabei spielen alle sinnlichen Eindrücke eine Rolle: optische, haptische, bis zum Geruch, etwa durch gezielte Verwendung von unbehandeltem Arvenholz. Appia möchte Herz und Verstand mit Technik und Gefühl verbinden. Den Schwerpunkt haben die Dietersburger dabei auf familiengeführte Privathotels gelegt, aber auch große Namen wie Kempinski, Marriott, Maritim oder Intercontinental stehen auf der Referenzliste. Frei in der Auswahl verschiedenster Materialien, spielt Holz bei der Gestaltung eine gewichtige Rolle. Für die Fertigung mit 30 Mitarbeitern steht ein moderner Maschinenpark für alle erforderlichen Bearbeitungen bereit. Liegende und stehende Plattensäge, drei CNC-Bearbeitungszentren, Kantenanleimmaschine, Lackauftragswalzen und Spritzautomat. Kurzum, der Maschinenpark ermöglicht den Appia-Designern, fast jeden Kundenwunsch auf dem Weg zum optimalen Raumgefühl zu realisieren.

 

Ausgefeilte Maschinenspezifikation


Um dies auch künftig gewährleisten zu können, musste Appia bei der Oberflächenbearbeitung handeln, wo sich viele Anforderungen geändert haben. Daher begann sich der Fertigungsleiter am Markt zu orientieren und sprach auch Weber an, um sich über die technischen Möglichkeiten der Schleifautomaten aus Kronach zu informieren. Bei einem Besuch und Schleifversuchen im Unternehmen konnte er sich von den verschieden Schleif- und Bürsttechniken überzeugen, die Weber bietet. Die letzte Sicherheit für ihn gab dann ein Referenzbesuch in der Nähe, bei dem nochmals ausgiebig Schleifversuche mit Appia-Teilen durchgeführt wurden. Die überzeugenden Ergebnisse führten dann schnell zur Kaufentscheidung. Beeindruckt hat besonders die hohe Schleifqualität des ISA/ISD-Gliederdruckbalkens ohne messbaren Kantenabfall an den Teilen. Die Oberflächenstruktur bei Furnier- und Lackschliff mit der CBF-Technik ohne sichtbare Oszillationsspuren stellte für Appia eine neue Qualität dar. Ausgeschöpft wird das Potenzial der Weber-Technik allerdings nur bei Projekten, die ausschließlich bei Appia gefertigt werden. Vorhandene Unterlieferanten sind bei Beistellungen qualitativ dazu nicht in der Lage.


In einer ausführlichen Diskussion wurde dann die Maschinenspezifikation definiert. Schließlich müssen alle Furnierbilder längs und quer per Kreuzschliff bearbeitet werden. Deshalb beginnt die Maschine mit einer Breitbandstation mit ISA-Gliederdruckbalken und CBF-Technik, der ein Querband mit ISA/ISD folgt. Die ISA/ISD-Technik kann mit zwei verschiedenen Schleifdrücken an zwei unterschiedlichen, frei definierbaren Bereichen des Werkstücks arbeiten. Von großem Vorteil ist das insbesondere bei Durchbrüchen oder beim Lackzwischenschliff. Dem Querband folgt ein weiteres Breitband, wieder mit ISA und CBF. Durch diese Anordnung kann der Kreuzschliff an allen quer und längs laufenden Furnierbildern ausgeführt werden. An die Schleifbänder schließt sich eine Strukturbürste mit Schnellwechselvorrichtung an, der am Auslass zum Kantenbrechen und Glätten der patentierte Weber-Planetenkopf mit Schleifstreifen folgt. So wird zum Beispiel mit der Kombination Querband und Strukturbürste ein sägerauer Effekt hergestellt und anschließend mit dem Planetenkopf geglättet. Nach dem Beizen und Lackieren wird der Planetenkopf nochmals zum Zwischenschliff genutzt. Hochwertige Schleiftechnik als Basis für ein Raumgefühl ,Made by Appia‘.


Die Schleiftechnik geht bei Weber Hand-in-Hand mit der Bedienung. Maßstäbe gesetzt hat hier die Touch-Philosophie in Verbindung mit dem i-Touch-Drehknopf zum Navigieren. Alle Einstellungen oder Änderungen gewählter Programme lassen sich einfach und präzise vornehmen. Auch die Einstellungen der Gliederdruckbalken sind visualisiert und klar verständlich. Fehleinstellungen sind kaum möglich.

 

Weitreichende Betreuung


Die Auslieferung und Inbetriebnahme der Schleifmaschine erfolgte pünktlich und erfolgreich wie geplant. Mit ihrem Kauf hat Appia bereits einen zusätzlichen Schulungstermin für das Bedienpersonal eingeplant, der einige Wochen nach der Maschineninstallation stattfand. Dabei konnten die Mitarbeiter ihren Wissensstand an der neuen Maschine prüfen und die Bedienung für die verschiedenen Schleifaufgaben optimieren. Eine Nachschulung seitens Weber ist von großem Nutzen, weil das Personal bei der Inbetriebnahme viel Neues aufnehmen muss und spezielle Fragen erst mit dem längeren Arbeiten an der Maschine auftauchen. Appia war mit der gesamten Abwicklung und Betreuung durch Weber hochzufrieden. Besonders wurde die Kompetenz der Verkäufer gelobt, die bei Weber den Kunden vom ersten Kontakt bis zur Nachschulung betreuen.

www.hansweber.de

 

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