Märkte und Trends 2014 

Dr. Markus Flik,

Vorsitzender des Vorstands
der Homag Group AG 

 

Am Anfang eines Jahres stellen wir uns immer die gleichen Fragen: Was bringt das neue Jahr? Was werden die bestimmenden Themen und Trends in der Branche sein? Und wie entwickeln sich unsere Märkte? Ein kleiner Ausblick soll Ihnen hier erste Tendenzen zeigen.


Wir blicken in der Homag Group optimistisch auf 2014. Denn die Rahmendaten stimmen: Die Konjunktur soll weltweit wieder stärker zulegen als im letzten Jahr und der VDMA prognostiziert für den Maschinenbau ein Produktionsplus von rund drei Prozent. Für die Holzbearbeitung gehen wir von wachsenden Märkten in Amerika, Asien und Osteuropa aus. Gerade der US-Markt, Russland und China bieten Chancen. Im Blick haben sollte man aber auch neue Wachstumsmärkte wie die MIST-Staaten, also Mexiko, Indonesien, Südkorea und die Türkei. Die Absatzmärkte werden also noch globaler, so dass auch die Anbieter ihre weltweiten Aktivitäten, sei es bei Vertrieb und Service oder auch in der Produktion, weiter verstärken müssen. Erste Hinweise darauf wie sich das Jahr in den einzelnen Märkten entwickeln wird, werden wir sicher auf der Messe Holz-Handwerk und fensterbau/frontale Ende März in Nürnberg erhalten. Auch die Xylexpo 2014 wird für die Besucher wieder interessanter – unter anderem, weil sich die italienischen Maschinenhersteller entschieden haben, wieder dort auszustellen.


Bewegen wird 2014 sowohl die Möbelproduzenten als auch die Maschinenhersteller weiterhin der zunehmende Wunsch der Endkunden nach Individualisierung. Die hocheffiziente Fertigung in Losgröße 1 wird für die Möbelindustrie immer mehr zum entscheidenden Erfolgsfaktor. Gefragt sind unterschiedliche und kreative Designs, Maße und Formen sowie hochwertige individuelle Oberflächen. Das hat auch wieder die IMM in Köln gezeigt.


Neu sind diese Anforderungen nicht. Individualisierte Produkte gab es in der Holzbearbeitung schon immer beim Schreiner. Jetzt besteht die Herausforderung darin, Maßschneiderei zu ähnlichen Kosten wie in der Großserie zu erzeugen. So werden Einbauküchen schon seit mehr als einem Jahrzehnt in Losgröße 1 gefertigt. Deshalb gehört unsere Branche auch zu den Vorreitern, wenn es um Industrie 4.0 bzw. die vernetzte Produktion geht, die derzeit in aller Munde ist.


Dennoch wird auch bei uns die Vernetzung sowohl innerhalb der Maschinen und Anlagen als auch mit dem Handel und den Lieferanten weiter zunehmen. Das bedeutet am Ende, dass kommunizierende Maschinen mit geregelt angetriebenen Werkzeugen „wissende“ Werkstücke bearbeiten. Für eine noch effizientere Produktion wird auch der Anteil der Robotik bei Zellen und Anlagen steigen. In der Möbelherstellung erwarten wir daher sowohl in der Industrie als auch im Handwerk eine Zunahme der Automation.


Uns erwartet also wieder ein spannendes Jahr, in dem ich uns allen viel Erfolg wünsche! Die aktuelle Ausgabe der HOB vermittelt Ihnen zu den kommenden Trends viele informative Erkenntnisse – viel Spaß bei der Lektüre.

 

Ihr   Markus Flik

 

 

Editorial  aus:

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