Ein Blick von Nürnberg nach Mailand

Als die Holz-Handwerk und die fensterbau/frontale am 29. März ihre Tore schlossen, war die Euphorie aller Beteiligten groß. Das Messedoppel registrierte über 108 000 Fachbesucher und damit rund zehn Prozent mehr als zur Vorveranstaltung 2012.

Gänzlich unbeeindruckt von Warnstreiks im deutschen Flugverkehr strömten allein am zweiten Veranstaltungstag über 37 000 Besucher aus aller Welt in die Hallen – ein Spitzenwert, der in die Geschichte des Nürnberger Messezentrums eingeht, denn noch bei keiner anderen Veranstaltung wurde ein derartiger Besucheransturm an einem einzigen Tag erreicht. Vieles dafür haben die insgesamt 1 320 Aussteller aus 39 Ländern getan. Sie präsentierten nicht nur ihr aktuelles Know-how, sondern auch jede Menge Innovationen. So dröhnten dann auch in den Ausstellungshallen der Holz-Handwerk nicht nur die Maschinen, sondern auch das Business brummte beim diesjährigen Branchentreff des Holz be- und verarbeitenden Gewerbes. Mit einer Ausstellerbeteiligung von 524 Unternehmen aus 18 Ländern war die 17. Ausgabe dieser europäischen Fachmesse für Maschinentechnologie und Fertigungsbedarf eine in allen Segmenten hervorragend besetzte Messe. Schreiner, Tischler und Zimmerer aus ganz Europa konnten sich einmal mehr von den vielfältigen Bearbeitungsmöglichkeiten des Werkstoffes Holz und der Innovationskraft ihres Gewerks überzeugen. Besonders gut besucht war die Sonderschau des Fachverbandes Schreinerhandwerk Bayern, die aktuelle Design- und Techniktrends des Holzhandwerks anschaulich und inspirierend präsentierte.


Auch die 795 Aussteller der fensterbau/frontale 2014 standen ihren Kollegen von der Holz-Handwerk an den vier Messetagen in nichts nach. Die Unternehmen kamen aus 37 Ländern rund um den Globus, um in Nürnberg die ganze Palette der Möglichkeiten zu den Themenschwerpunkten Energieeffizienz, Nachhaltigkeit, Automation und Design vorzustellen. Diese Themen fanden sich nicht nur an den Ständen der ausstellenden Unternehmen, sondern auch im begleitenden Fachprogramm wider.


Nun zieht ein Teil des Trosses nach Mailand weiter und will sich vom 13. bis 17. Mai 2014 auf der Xylexpo, der italienischen Leitmesse für Holzmaschinen und Möbelindustrie, präsentieren. Sicher, für manche lautet hier das Motto „Dabei sein ist alles“, denn der italienische Markt ist nach wie vor von der Wirtschaftskrise arg gebeutelt und steckt in einem Dilemma. Aber Lorenzo Primultini, der Vorsitzende des italienischen Herstellerverbandes von Holzbearbeitungsmaschinen, gibt sich dennoch optimistisch, dass mit dieser Veranstaltung der große Wille nach Veränderung zwischen dem Messeveranstalter und dem Verband sichtbar wird. Einiges konnte bereits bewegt werden. So sei eine Rückkehr namhafter Unternehmen der italienischen Branche, wie zwei Unternehmen der SCM Group, CMS Group-Balestrini, Superfici-Elmag oder die Biesse Group, auf die Messe zu verzeichnen. Insgesamt rechnen die Verantwortlichen mit annähernd 450 Ausstellern, die die Hallen 1 bis 3 des Messegeländes Rho belegen sollen. Die 2014er Ausgabe der Xylexpo, ist man sich beim italienischen Verband sicher, werde eine Art Brücke in Richtung 2016 darstellen, um dann bei einer anderen Wirtschaftslage das ganze Potenzial dieser Branche demonstrieren zu können. Dies wird auch den deutschen Maschinenherstellern helfen.

 

Gerd Fahry,

Redakteur der HOB und
Chefredakteur der dima im AGT Verlag 

 

Editorial aus:

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