Immer den Durchblick behalten 

Dieser Sommer 2014, insbesondere der Monat Juli, hat es in sich: Auf hitzige Temperaturen mit Tropencharakter folgen Gewitter, Starkregen, Sturm und Hagel in kurzer Folge. Wetterkapriolen in diesem Ausmaß hat es so nur selten gegeben. Die bisher registrierten Schäden sind enorm, sowohl volkswirtschaftlich als auch im privaten Bereich.

Ich kann nur sagen, wohl dem, der eine entsprechende Versicherungspolice sein Eigen nennt, um wenigstens nicht ganz mittellos dazustehen. Mit den Folgen werden wir auf jeden Fall noch länger zu kämpfen haben. Da sind es zum Beispiel die nun hitzebedingt eingerichteten Langsamfahrstrecken auf Autobahnen und Bundesstraßen. Sie machen eine seriöse Zeit- und Routenplanung für eine Dienstreiseterminierung fast unmöglich. Nicht zu vergessen, die ausfallenden Verbindungen im Nah- und Fernverkehr. Sie stressen Geschäftsreisende, Berufspendler und „In den Urlaub Fahrer“ gleichermaßen und sorgen für Unmut in den sich immer wieder schnell bildenden Wartegemeinschaften auf Bahnhöfen und Haltestellen. Durchblick behalten ist in solchen Situationen gefragt, und wenn es nur darum geht, die aktuellen Regenradar-Bilder live auf dem iPod oder Smartphone zu verfolgen. Technik, die in solchen Situationen jeden von uns Betroffenen begeistert, wird, da bin ich mir sicher, in Zukunft einen noch höheren Stellenwert in unserem Leben finden.


Bleiben wir beim Thema Durchblick. Hier können wir auch im täglichen Umfeld zunehmend von der „Industriellen Bildverarbeitung“ profitieren. Diese Branche befinde sich aus europäischer Sicht in einer hervorragenden Verfassung, wie Donato Montanari, Vorstandsmitglied des VDMA Industrielle Bildverarbeitung und Geschäftsführer der Geschäftseinheit Industrielle Bildverarbeitung bei Datalogic Automation srl, anlässlich der Messe „Vision“ Anfang Juli erklärte. Die Branche habe, so sein Statement, von der starken Nachfrage sowohl im industriellen als auch im nicht-industriellen Umfeld profitiert. Letzterer Anwendungsbereich verzeichnete mit 19 Prozent den größten Wachstumssprung und setzte damit auch 2013 den Trend der vergangenen Jahre fort. Dabei ging der größte Impuls von den intelligenten Verkehrssystemen und der Medizintechnik aus. „Die Vielseitigkeit der ‚Industriellen Bildverarbeitung‘ bei Problemlösungen in allen Lebensbereichen wirkt als Wachstumstreiber. Ständig werden neue Anwendungen entwickelt und bringen eine starke Nachfrage mit sich”, so Montanari. Der Löwenanteil dieser Branche werde jedoch immer noch in der Industrieproduktion generiert, die sich mit einem Plus von sechs Prozent ebenfalls dynamisch entwickelt habe. Auch die deutsche Bildverarbeitungsindustrie konnte im letzten Jahr ihren Umsatz um acht Prozent auf eine Rekordsumme von 1,6 Milliarden Euro steigern. Und die Aussichten für 2014 sehen gut aus. Die Auftragseingänge in den ersten fünf Monaten lassen ein Umsatzanstieg von zehn Prozent auf nahezu 1,8 Milliarden Euro erwarten.


Und nicht zu vergessen, Bildverarbeitungstechnologien finden auch in der Holzbearbeitung und der Möbelproduktion immer mehr Anhänger. Ich denke dabei unter anderem an das weite Feld der Oberflächeninspektion, an automatisierte Montageprozesse oder an Anwendungen im Bereich der Bauteile- und Objektvermessung.

 

 

Gerd Fahry

Redakteur der HOB und
Chefredakteur der dima im AGT Verlag 

 

Editorial aus:


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