Top-Thema 2015:  Automatisierung 

Gastkommentar Holger Bomm,

Geschäftsführer Holzma Plattenaufteiltechnik GmbH 

 

 

2014 war für den Bereich der Plattenaufteiltechnik ein gutes Jahr. Dabei hatte so manch einer anderes prognostiziert: Nicht wenige ängstigten sich noch bis ins zweite Quartal hinein sogar vor einer Rezession. Die Märkte blieben jedoch insgesamt erfreulich stabil. Es gab keine großen Überraschungen.


So war China auch 2014 wieder der Markt mit sehr spannenden Perspektiven. Auf den ersten Blick weniger spektakulär, dafür aber umso erfreulicher verlief die Entwicklung in den Vereinigten Staaten. Bereits auf der IWF in Atlanta war zu spüren: Der US-Markt für Plattenaufteiltechnik gewinnt wieder an Fahrt. Gerade bei Holzma sehen wir dies positiv, war 2014 doch für uns mit einigen Umstellungen in den USA verbunden. Der bis dato eigenständige Händler Stiles Machinery wurde zu 100 Prozent von unserer Muttergesellschaft Homag Group übernommen. So können wir unsere langjährige Zusammenarbeit mit den USA nun nochmals intensivieren, unsere Kräfte im nordamerikanischen Markt weiter bündeln und sind für die kommenden Herausforderungen gut aufgestellt. Weniger euphorisch fällt unser Rück- und Ausblick dagegen für den russischen Markt aus. Durch die Sanktionen im Zuge der Ukraine-Krise und durch den Verfall des Rubels wurden viele Investitionen vorerst zurückgestellt. Glücklicherweise ist es vielen gelungen, die Ausfälle durch ein starkes Osteuropageschäft und Wachstum in weiteren Märkten zu kompensieren.


Besonders stark war 2014 auch der deutsche Markt. Getrieben wird dieses unter anderem vom Trend zu immer kleineren Losgrößen. Um den Wunsch der Endverbraucher nach individuellen, hochwertigen und maßgeschneiderten Produkten wirtschaftlich profitabel zu erfüllen, brauchen die Möbelindustrie und auch das Handwerk neue Technologien für eine optimal vernetzte Produktion. Schon die Holz-Handwerk 2014 hat gezeigt, dass unsere Kunden hier einen großen Bedarf haben und investieren wollen, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Umso erwartungsvoller blicken wir jetzt auf die bevorstehende Ligna 2015. Auf der Weltleitmesse in Hannover werden bekanntlich die Weichen für die kommenden Monate gestellt – und angesichts spannender Neuheiten rechnen wir mit vielen kaufinteressierten Besuchern. Nur so viel vorab: Wir sind davon überzeugt, dass die Ligna 2015 zu Recht unter dem Stichwort „Automatisierung“ stehen wird.


Angesichts des Trends zu immer kleineren Losgrößen erwarten die Kunden von den Maschinenbauern nicht mehr nur leistungsfähige Einzelmaschinen, sondern vor allem schlüssige Gesamtlösungen, mit denen sie schneller, effizienter und flexibler, also letztlich individueller produzieren können. Der Weg dahin führt über höher automatisierte und deutlich stärker als bisher vernetzte Maschinen und Prozesse. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Teilekennzeichnung und -identifikation. Erst wenn das Werkstück selbst alle erforderlichen Produktionsinformationen mitführt, die Maschinen automatisch steuert und den Bediener leitet, wird die Losgröße-1-Produktion dauerhaft rentabel sein.


Ich bin sicher, dass uns auf der Ligna diesbezüglich viele Innovationen und spannende Ideen erwarten und freue mich auf ein Wiedersehen mit Ihnen in Hannover. Bis dahin wünsche ich Ihnen viel Erfolg im neuen Jahr und eine gute Lektüre mit der aktuellen HOB.

Ihr

Holger Bomm

 

Gastkommentar aus:

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