Ein reiches Feld  

Das Thema Energie- und Ressourceneffizienz gewinnt einen immer größeren Stellenwert in der Holzbranche. Und das über den gesamten Stoffstrom und die vielfältigen Prozessketten hinweg. Die Bedeutung setzt ein bei der Materialgewinnung im Forst, reicht über die einzelnen Verarbeitungsprozesse und endet beim Produkt unter Berücksichtigung seiner End-of-Life-Optionen.

So kennt die Branche inzwischen eine Vielzahl von Einsparbeispielen entlang der Verarbeitungs- und Nutzungsphase. Erst kürzlich berichtete ein Sägewerk aus Brakel, wie es mit einer neuen Anlagensteuerung und effizienteren Prozess- und Arbeitsplatzgestaltung den Material- und Energieeinsatz nachhaltig verringern konnte. Unterstützt wurde es dabei von der Effizienz-Agentur NRW und dem Institut für wirtschaftliche und technologische Unternehmensführung an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe. Inzwischen verarbeitet das Unternehmen täglich bis zu 50 Prozent mehr Festmeter Holz bei mindestens 20 Prozent weniger Energieverbrauch.


Als Grundansatz für die Entwicklung und Optimierung von Maschinen und Anlagen ist die gezielte Energie- und Ressourceneinsparung längst eingeführt. Die Spielregeln geben freilich Anwender und Endkunden vor, indem sie individuell zugeschnittene Produkte mit sinkenden Lebenszykluskosten verlangen. Einfluss auf die Produktentwicklung haben aber auch gesetzliche Vorschriften, wie die Forderungen an die umweltgerechte Gestaltung von Maschinenkomponenten oder den Gebrauch von Produkten zeigen. Die Handlungsfelder, die für Hersteller von Holzbearbeitungsmaschinen aus dem Sparansatz erwachsen, reichen weit. So lässt sich die Energie- und Ressourceneffizienz über eine Steigerung der Prozessstabilität oder mechanische, thermische und chemische Fertigungssysteme und -prozesse erhöhen. Zielführend sind aber auch Ressourcenkreisläufe und -vernetzungen oder der verlustarme Betrieb von Systemen. Die zugehörigen Ansatzpunkte sind so weitreichend wie die Handlungsfelder selbst. Null-Ausschuss-Produktion, Monitoring- und Regelungsprozesse, Qualitätsinspektionssysteme, Lösungen zur Grundlastreduzierung, Substitution energie- und materialintensiver Prozesse oder der intelligente Stand-by-Betrieb sind nur einige Stichworte. Über all dem steht inzwischen die zunehmende Vernetzung der Fertigungsteilnehmer, die ihrerseits das Potenzial zur Erhöhung der Energie- und Ressourceneffizienz hat.


Lösungen für eine energie- und ressourceneffizientere Fertigung finden Sie auch in dieser Ausgabe der HOB Die Holzbearbeitung. Dazu gehören ein Vorschmelzer für Kantenanleimmaschinen, mit dem sich der Druckluftverbrauch deutlich senken lässt, oder eine Absaugung für CNC-Maschinen mit einem verringerten Leistungsbedarf (Seite 25). Dazu gehören aber auch die Umstellung einer vollautomatischen Holzheizungsanlage auf eine gemischte Brikett- und Hackschnitzelbeschickung (Seite 60) oder die Halbierung der Trocknungskosten bei der Pelletsproduktion, was mit einer Rauchgas-Kondensationsanlage zur Wärmerückgewinnung gelang (Seite 62). Ernten eines reichen Feldes also.

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Ihr

Michael Hobohm

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