Eine weitere Dimension 

Sie kennen doch auch die Werbung, bei der Mama und Papa Heins per Telefon erfahren, dass die Tochter in ihrer Abwesenheit Party macht. Der anonyme Anruf unterbricht aber nur kurz die Idylle des Hochzeitstages, weil Papa mit dem Smartphone kurzerhand die Wohnung vereist und den Musik- und Lichtpegel erdet. Party zu Ende. Was lernen wir daraus? Selbst von unterwegs hat man heute sein Zuhause im Griff.

In dem Fall durch die Qivicon-App der Telekom, mit der sich verschiedene Smart-Home-Funktionen sehr einfach steuern lassen.


Mal angenommen, alles wäre nicht so staubfrei verlaufen: Inzwischen gibt es eine ganze Reihe von Apps, die einem bei der Neugestaltung verwüsteter Wohnungen helfen. Sogar Einrichtungsszenen mit eigener Kameraführung kann man dafür entwerfen. Umgeben von unzähligen Apps meinen wir: Für jeden und für jede Lebenslage ist die passende dabei. Auch über die Verbreitung in der Holzindustrie kann man nur staunen. Da gibt es die App für die Wertermittlung von Holzpoltern, die App für die Bestimmung von Aufmaßen und die Auftragsabwicklung. Da gibt es die App für CAD-Anwendungen, die Berechnung von Energiesparwerten oder die Montage. Nicht zu vergessen die Produktkataloge diverser Zulieferer oder die App zur aktuellen Rechtslage.


Smartphones und Tablet-PCs gehören längst zu den ständigen Begleitern im modernen Berufsalltag. Von unterwegs erledigen wir Arbeitsaufgaben, vereinbaren Termine und greifen verstärkt auf Unternehmensnetze zu. Neben den aufgeführten Apps, die eher den eindimensionalen Informationsfluss ermöglichen, drängen dafür auch zunehmend wechselseitig kommunizierende Industrie-Anwendungen auf den Markt, die Prüf-, Überwachungs- und Steuerungsfunktionen mit individuell gestalteten Apps ermöglichen. Die Fertigung der Zukunft nimmt langsam Konturen an. Erst jüngst feierte auf der Hannover Messe das Saarbrückener SAP-Systemhaus Fistec mit der App Smart Shopfloor & Scheduling Premiere, die eine Feinplanung aller Fertigungsaufträge aus SAP offline oder online in Echtzeit gestattet. Will dagegen ein Hersteller zur richtigen Zeit, am richtigen Ort und im richtigen Kontext auf seine Produktdaten und Workflows zugreifen, bietet sich die Siemens Teamcenter Mobility 2.0 an. Und dass das Sichtbarmachen von Prozessdaten und die darauf basierende Fertigungssteuerung zunehmend in Apps gegossen werden, zeigt etwa der Vakuum-Experte Schmalz mit einer neuen Serie von Vakuum- und Druckschaltern. Das Potenzial solcher Industrie-Apps ist kaum abzuschätzen, in jedem Fall ist es immens. Nicht nur, dass sich Wertschöpfungsketten in Echtzeit im Sinne einer maximalen Wirtschaftlichkeit steuern und optimieren lassen oder dass ein verbessertes Monitoring das schnelle Controlling ermöglicht, auch autonome Entscheidungsprozesse können besser realisiert, Serviceleistungen erweitert und die Integration von Kunden und Geschäftspartnern vertieft werden. Alternativ zur Effizienzsteigerung lässt sich die Stärkung der Wettbewerbsstellung aber auch über die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle herbeiführen. Welche das sind, bleibt der Fantasie des jeweiligen Unternehmens überlassen. Vielleicht ist bald auch ein ausgeklügelter Party-Service für Mitarbeiter dabei?

 

Ihr

Michael Hobohm

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