Stationäres in Bewegung

„Es war absolut die richtige Entscheidung“, versichert Max Sammer, Inhaber von Max’s Möbelwerkstätte im niederbayrischen Thyrnau. Was er damit meint?
Ein 5-Achs-Bearbeitungszentrum, das die 10-Mann-Schreinerei vor zwei Jahren gekauft hat. Was vorher auf vier oder fünf konventionellen Maschinen gefertigt werden musste, produziert der Betrieb seither mit deutlich weniger Aufwand und höherer Qualität auf der CNC.

 

Und gewinnbringender dazu. Damit darf die Thyrnauer Schreinerei als Prototyp einer Entwicklung angesehen werden, wonach die Stationärtechnik – dem industriellen Bereich folgend – nun auch mit Vehemenz in die Fertigungshallen traditioneller Handwerksbetriebe einzieht.


Stark im Wandel ist bei den Bearbeitungszentren aber nicht nur das Einsatzgebiet, in Bewegung ist auch die Technik selbst. Aufschlussreich ist hier die Ausdifferenzierung der angebotenen Maschinen nach Komplexität sowie Geldbeutel des Anwenders. Während zum einen immer mehr Prozesse der Fertigung in die Bearbeitungszentren integriert werden, was sich in zusätzlichen Bearbeitungsaggregaten oder automatischen Handlingprozessen niederschlägt, besteht die konträre Entwicklung in einer Vereinfachung der Maschinen, die den preisgünstigen Einstieg in die CNC-Technik ermöglicht. Dabei reicht diese Reduktion vom leichteren, kleineren Maschinentisch bis hin zur Konsolentischverstellung mit einfachen Rüstvorrichtungen, macht aber halt vor durchaus hochwertigen Komponenten, wie die oft gewünschte Ausstattung mit einer 5-Achs-Spindel zeigt. Ohnehin ist die Tendenz zur 5-Achs-Bearbeitung ungebrochen. So sind nach Aussage eines italienischen Herstellers heute 80 Prozent der Maschinen, die in den Handwerksbereich geliefert werden, 5-achsig ausgelegt. Das belegt nur eines: 5-Achs-Maschinen sind auch in diesem Bereich längst als Schlüsseltechnologie eingestuft.


Einer aktuellen Markstudie des Institutes für Werkzeugmaschinen (IfW) der Universität Stuttgart zufolge, die im vorliegenden Heft nachzulesen ist, setzt sich bei den Bearbeitungszentren auch der Trend zu höheren Spindelleistungen fort. Die Gründe werden in der kontinuierlichen Forderung nach einer stetig steigenden Produktivität gesehen, vermutet werden sie zudem in neuen zu bearbeitenden Werkstoffen wie CFK oder GFK. Gleichzeitig nimmt die Bedeutung der Hauptspindel aber ab, da ihr vermehrt Zusatzspindeln und fest installierte Bohr- und Frässpindeln zur Seite gestellt werden. Ausdruck der zunehmenden Produktivitäts- und Qualitätsansprüche ist neben den höheren Spindelleistungen auch der steigende Anteil von Maschinen in Gantrybauweise, die mittlerweile den größten Marktanteil ausmachen. Nicht zuletzt wächst der Anteil der angebotenen HSC-fähigen Bearbeitungszentren, was laut IfW-Studie besonders am Drehzahlbereich 30000 bis 40000 min-1 festzumachen ist. Die CNC-Stationärtechnik ist an vielen Stellen in Bewegung. Welche das noch sind, können Sie im Special CNC-Stationärtechnik der aktuellen HOB nachlesen. Hier erfahren Sie auch, für welche Maschine sich Max Sammer nach reiflicher Überlegung entschieden hat.

 

 

Ihr

Michael Hobohm

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