Fauler Strom

Dass die holzverarbeitende Branche zu den Industriezweigen mit überdurchschnittlich hohem Energieeinsatz zählt, ist bekannt. Dass ein Großteil der Energie nicht in die Bearbeitung fließt, sondern der Wertschöpfung verloren geht, ebenfalls. Entsprechend groß sind die innerbetrieblichen Einsparpotenziale. Dabei lassen sich diese Potenziale bei mechanischen Bearbeitungen und thermischen Prozessen ebenso aufspüren wie bei der Oberflächenbehandlung.

 

Ein ganz eigener Punkt ist die Absaugung, wo Anlagen noch immer oft mehr elektrische Energie beanspruchen als die angeschlossenen Maschinen. Und auch Druckluftsysteme oder die Beleuchtung sind Energieverspeiser par excellence. 300 Megawattstunden Energie verbraucht so eine durchschnittliche Tischlerei pro Jahr. Ein Viertel der Kosten entfällt dabei auf die elektrische Energie. Mittelfristig ließen sich hier mehr als zwanzig Prozent einsparen, so die Einschätzung verschiedener Experten und Verbände. Anders gerechnet: Eine kleinere Tischlerei, die etwa zwei Prozent ihres Jahresumsatzes für Energie aufwendet, hat allein beim Strom ein Sparpotenzial von 0,1 Prozent des Umsatzes. Das klingt wenig? Rechnen Sie’s aus!


Möglichkeiten, die Strombezugskosten zu reduzieren, gibt es tatsächlich in Fülle. Den konkreten Maßnahmen muss jedoch unbedingt eine Bewertung der konkreten betrieblichen Situation vorausgehen. Ob bei der Druckluft oder doch bei der Absaugung der Hebel anzusetzen ist, hängt ganz von dieser Prüfung ab. Dass die Maßnahmen zur Hebung des Sparpotenzials vielfältig sind, zeigen verschiedene Beiträge dieser Ausgabe der HOB, welche Absauganlagen zum Thema haben. Um Energie zu sparen, kann bei derartigen Anlagen häufig die Gesamtleistung reduziert werden. Ein weiterer Ansatz ist die produktionsabhängige Steuerung der Absaugung. Ab Seite 46 erfahren Sie, wie sich ein Schweizer Anbieter im Lohnabbund bei der Entscheidung für eine neue Absauganlage ausreichend Reserven für das künftige Wachstum, aber auch die bedarfsgerechte Anpassung der aktuellen Leistung im Betrieb gesichert hat. Ein Beispiel bei einem Treppenbauer ab Seite 44 zeigt, wie über eine Rückführung die gefilterte warme Abluft wieder in die Werkstatt eingebracht und so der finanzielle Aufwand reduziert werden konnte. Und das – durch einen hohen Systemwirkungsgrad – bei vergleichsweise niedrigen Betriebskosten. Ganz clever machte es gar die Schreinerei Kleinhans in Kehl: Hier wurden nicht nur eine Absaugung für zwölf Maschinen und eine Oberflächenabsaugung installiert, durch die Wärmerückgewinnung im Spritz- und Trockenraum spart die Schreinerei auch Energiekosten – und ließ sich den Umbau staatlich fördern. Aber noch einmal zurück zu dem Anbieter im Lohnabbund: Der nämlich hält die richtige Wahl der Absauganlage in einem Hochlohnland gar für unternehmenskritisch. Warum? Rechnen Sie’s aus.

 

 

Ihr

Michael Hobohm

 

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