Luft im Möbelbau

Beton und Holz zu verbinden, ist im Möbelbau schwer im Kommen. Tische, Wohn- oder Küchenmöbel sind mittlerweile Ausdruck der feinsinnigen Kreativität der Branche. Luft und Pappe sind die andere Seite der Medaille, wenn Möbelhersteller über neue Materialien nachdenken. Leicht muss es sein. Klassisch sind inzwischen Verbundwerkstoffe mit Wabenkern, die seit Jahren zur Herstellung leichter Möbel eingesetzt werden.

 

Aber auch Sandwichplatten mit leichten Mittellagen, geringer verdichtete Platten oder leichtere Holzarten werden zum Gegenstand des Nachdenkens über gewichtsreduzierten Möbelbau. Leicht sind diese Werkstoffe aber nicht nur an Gewicht, oft ist es auch ihre mechanische Bearbeitbarkeit. Schwieriger wird es freilich, wenn Dübel und Beschläge in und an den luftigen Platten befestigt werden sollen. Allerdings hat die Beschlagindustrie hier Lösungen wie spezielle mechanische Verbinder oder Klebedübel vorgelegt. Ohnehin zeigen industrielle Prüfungen, dass Leichtbauplatten ebenso bruchsicher sind wie sie zuverlässig die Standfestigkeit der herkömmlichen Möbel erreichen. Auch, weil dabei spezielle Bauformen helfen. Und ist es schließlich nicht von Vorteil, dass Beleuchtungstechnik vergleichsweise leicht in das Möbelstück integriert werden kann?


Den Vorzügen der Leichtbauwerkstoffe für den Nutzer steht gegenüber, dass die Hersteller erst einmal tief in das Know-how der neuen Materialien eintauchen und die Technik zu ihrer Produktion erfinden müssen. Wie das gehen kann, zeigt lightweight solutions aus dem bayrischen Bad Aibling, wo eigens eine Produktionslinie für den Leichtbauwerkstoff Lisocore konzipiert wurde. Leistungsgerecht ausgerüstet mit Servogetrieben von Wittenstein alpha. Eingebettet ist der zugehörige Beitrag in das special Möbelfertigung der vorliegenden HOB-Ausgabe. Die hat weiteren frischen Wind aus der Möbelherstellung zu bieten. So stellt etwa die Firma Koch ein Bearbeitungszentrum für die 6-seitige Bohrbearbeitung von Schmal- und Korpusteilen im Längsdurchlauf vor, das mit dem Bohr- und Dübeleintreibautomaten Sprint-PTP-Smart zur Fertigungszelle wird. Einen Einblick in die aktuelle Entwicklung seiner Single-Pass-Drucktechnologie gewährt wiederum Hymmen. Neues aus der zeitlosen Technologie der Leimperlen und Beschlagsetztechnik präsentiert zudem Rhein-Nadel Automation. Und Ikea? Bei der Produktion von Möbelteilen, die automatisiert mit Folien laminiert werden, musste eine polnische Tochter insbesondere die Qualität der Kanten sicherstellen. Wie man die vollautomatische Inspektion garantierte? Mit Vision-Software von Cognex. Dass Möbelbau auch mit klassischen Materialien hervorragend funktioniert, zeigt schließlich das Laminieren von Massivholzlamellen, wo sich die Verleimpresse Profipress L II 2500 von Weinig für die Möbelfertigung ebenso einsetzen lässt wie für die Produktion von Einbauküchen, Tischplatten oder Inneneinrichtungen.

 

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Michael Hobohm

 

 

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Editorial aus:

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