Treppauf, treppab

Nicht selten sind Treppen Kunstwerke. Im eigentlichen wie im übertragenen Sinne: Sie verkörpern Handwerkskunst und scheinen eine Eigentümlichkeit zu besitzen, die sie zum Objekt für Künstler macht. Viele kennen die Zeichnungen des Niederländers M. C. Escher, die nach unten und oben zugleich, ins Leere oder in andere Welten führen. Relativität etwa oder – wohl noch bekannter – Treppauf und Treppab.

 

Paradoxe, fantastische Objekte, eingebettet in bizarre Fantasielandschaften, die auf faszinierende Weise die Grenze zwischen Illusion und Realität verschwimmen lassen. In der Wirklichkeit hat erst vor wenigen Tagen wieder das Fachportal treppen.de die Treppen des Jahres prämiert. Anders als bei Escher kennzeichnen sie in diesem Herbst puristische Designs und klare Linien. Wo früher der Standard dominierte, kommen immer öfter das Individuelle und die mutige Gestaltung als Trendsetter ins Haus. So dominieren den Treppenbau im Augenblick zu circa 70 Prozent Geradlinigkeit und Minimalismus. Etwa 25 Prozent entfallen auf traditionelle Konstruktionen, fünf Prozent aller Anlagen werden extravagant kreiert. Dass der Verkaufspreis von Designertreppen weit über dem durchschnittlichen Niveau von knapp 4000 Euro für eine Holztreppe liegt, mag ein stichhaltiger Grund für den noch geringen Anteil der Ausgefallenen sein.


Für die Fertigung setzen heute rund 90 Prozent der Treppenbauer auf moderne CNC-Technik, so das Deutsche Holztreppen Institut. Nur ein geringer Prozentsatz produziert noch mit klassischen Schreinermaschinen, wobei es sich hauptsächlich um kleinere Betriebe handelt – die großen Hersteller arbeiten ausnahmslos mit CNC. Stabile Maschinen mit viel Power. Neben Bearbeitungszentren kommt vermehrt Nestingtechnologie zum Einsatz – häufig in wechselseitiger Ergänzung. Praktiziert zum Beispiel von Treppenbau Plath nahe Wismar. Die Vorteile der Technologie liegen auf der Hand: rationelle Fertigung und Kostenersparnis bei hoher Ausbeute. Und während Treppenwangen, Handläufe oder Stufen verschnittoptimiert aus dem Rohling getrennt werden, erhalten sie ihre passgenaue Form gleich mit. Gefordert sind dafür Softwarelösungen, die jeden Fertigungsschritt unterstützen und sich eng an die Belange des Betriebes anschmiegen lassen. Womit wir wieder beim Zeichnen wären: Konstruktionssoftware, fest verzahnt mit den Bedürfnissen der Hersteller, ist aus dem modernen Treppenbau nicht mehr wegzudenken. Sie bringt Kundennutzen, spart Zeit und Geld. Nach Planung und Konstruktion werden – abhängig vom Funktionsumfang der Maschinen und der Werkzeugausstattung des Treppenbauers – optimale Fertigungsstrategien erstellt und aufbereitete Maschinendaten automatisch an die Fertigung übergeben. Die HOB übergibt Ihnen in diesem Monat ein Türen- und Treppenspecial.

Viele Anregungen beim Lesen wünscht

Ihr

Michael Hobohm

 

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Editorial aus:

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