Manche mögen’s weiß

Es gibt Menschen, die räumen gerne um. Dann werden Schränke gerückt oder Bilder wechseln die Wand. Oder auch beides. Und drei Monate später geht‘s wieder von vorn los. Jetzt vielleicht mit Farbe. Beige? Oder rostbraun? Vielleicht gibt’s auch ein neues Bett. Wohnraum in Bewegung. Im Kleinen, wenn man so will.

 

Denn was sich grundsätzlich mit unseren vier Wänden ändert, weiß das Zukunftsinstitut in Frankfurt. Mit ,50 Insights‘ haben die Hessen jetzt eine Trendstudie veröffentlicht, die weiter greift: Es geht um nichts weniger als die Zukunft. Wie wir in der Stadt künftig wohnen, arbeiten und zusammenleben, bestimmen demnach die Megatrends Urbanisierung, Individualisierung und Konnektivität. Der Anspruch ans Heim, den Arbeitsort und öffentlichen Raum wären im Wandel. Funktionalität und Form in Veränderung: Co-Housing-Konzepte würden schrittweise zur Norm, öffentliche Flächen gemeinschaftlicher genutzt und Möbel als Teil des hyperlokalen Gesamtkonzepts noch multifunktionaler. „Die Zukunft des Wohnens bedeutet, sich von der Idee fester Raumfunktionen und -konstellationen zu verabschieden“, so die Studie weiter. Es gehe darum, Lebensräume zu schaffen, die eine Anpassung an sich stetig wandelnde Bedürfnisse ermöglichen. In Zukunft würde nicht mehr nur die räumliche Privatsphäre die Lebensqualität bestimmen, der Schwerpunkt würde sich vielmehr von ,square meters’ hin zu ,shared meters’ verschieben. Dabei wird der Wohnraum nicht zur wilden Mixtur aus Heim, Arbeitsplatz und sozialem Treffpunkt. Um sich den einzelnen Aspekten des Lebens fokussiert zu widmen, brauchen die Räume Abgrenzung voneinander und klare Strukturen. Strukturen, die es ermöglichen, sich gezielt einer Tätigkeit mit größter Achtsamkeit hinzugeben.


Nun sind diese Trends so richtig wie noch recht abstrakt. Konkret wird es erst mit uns und unseren Wünschen. Doch wie weiß der Möbelhersteller, wie unsere Vorstellungen, wie die Wünsche des Kunden aktuell aussehen? Inzwischen gibt es diverse Tools, die uns die Möglichkeit zum Entwurf individueller Wohnumfelder geben. Der Endkunde wird damit nicht nur an der Konstruktion des Möbels beteiligt, er übermittelt auch immer häufiger die Konstruktionsdaten an die Produktion und wird damit zur Invisible Hand der Fertigung. In einer sich digital verändernden Produktionslandschaft brauchen Möbelhersteller diese Informationen vom Endkunden, brauchen sie die aktuellen Bedürfnisse des Marktes und die Prognosen zu dessen Entwicklung. Der Blick auf den Endkunden ist nun mal entscheidend. Um ihm über das Kaufen den Zugriff auf die Produktion zu ermöglichen und so Wettbewerbsvorteile zu generieren, müssen sich möbelherstellende Betriebe jedoch öffnen. Dafür brauchen sie moderne Softwaresysteme wie ERP, CAD/CAM und Branchentools. Nur so können die Hersteller auf die immer größere Nachfrage nach individualisierten Möbeln mit Produktionskonzepten reagieren, die eine effiziente, kommissionsorientierte Fertigung ermöglichen. Ein schneeweißes Boxspringbett etwa mit Flamingobettwäsche.


Ihr

Michael Hobohm

 

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