Alles fließt

„Selbstständig agierende Flurförderzeuge, die sich flexibel in bestehende Intralogistikanwendungen einfügen und schrittweise ausbauen lassen, stoßen auf ein stetig wachsendes Kundeninteresse“, wird ein Beitrag auf Seite 55 beginnen.

Und Philipp Stephan, Produktmanager bei Linde Material Handling, wird prognostizieren, „dass Robotikgeräte immer häufiger Teil mehrstufiger autonomer Prozessketten sein werden, in denen verschiedene Flurförderzeuge, aber auch Maschinen und Einrichtungsgegenstände miteinander kommunizieren und interagieren, um auf diese Weise die Produktivität in Lagern und Distributionszentren weiter zu steigern.“


Intelligente Materialflüsse und Logistikprozesse sind das Fundament einer reibungsarmen Holzbe- und -verarbeitung. Dabei werden die Ansprüche an die Steuerung und Optimierung von Materialflüssen, an den Transport und die Lagerung von Gütern, komplexer. Ausschlaggebend dafür sind die Diversität der Kundenanforderungen und die Individualisierung der Produkte, mit denen auch die Erwartungen an die Lieferzeit und den Service steigen. Mit dem Trend zur atomisierten Fertigung und minimierten Bestandshaltung verschieben sich die Aufgaben der Logistik in Richtung kosten-, zeit- und ressourcenoptimierte Wegefindung. Veränderungen, die eine Flexibilisierung der Logistik und eine enge Verzahnung der beteiligten Akteure, Systeme und Güter erfordern.


Als Königsweg, diese Umbrüche zu bewältigen, gilt einmal mehr die Digitalisierung, die eine Vernetzung aller Akteure einer Logistikkette und die Integration aller Glieder einer oder mehrerer Wertschöpfungsketten verspricht. Echtzeitdaten zu Standort, Zustand und Umgebungsbedingungen für jeden Teil der Transportkette sollen dabei die Optimierung ermöglichen; Materialflüsse sollen von der Eingangs-¬ bis zur Ausgangslogistik automatisiert, die Transparenz und Effizienz erhöht werden. Eine wichtige Rolle spielen zudem die Aufbereitung der Daten in ERP-Systemen und der Datenaustausch via Cloud, der eine umfassende Vernetzung und Integration der Akteure und Prozesse gestattet. Die Trennung von ERP- und Transportmanagementsystemen wird künftig wohl aufgehoben werden – auf jeden Fall dann, wenn sich tatsächlich alle Akteure, Systeme und Güter über die Cloud steuern und koordinieren lassen. Eine der größten Herausforderungen für das systemische Zusammenspiel von Playern und Prozessen stellen freilich definierte Schnittstellen dar. Nur mit ihnen ist das effiziente Zusammenwirken von Fertigungsunternehmen, Zulieferern und Verwaltungstools zur Verknüpfung von Liefer-, Lager- und Abrechnungssystemen überhaupt möglich. Werden diese Aufgaben gelöst, dürfen Fertigungsbetriebe von einer digitalisierten Logistik Kosteneinsparungen und Effizienzgewinne erwarten. In dieses Potenzial ordnen sich die Themen Lagern, Zuschneiden, Handhaben des aktuellen HOB specials ein.

 

Ihr

Michael Hobohm

 

 

Editorial aus HOB 9.2017:

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