Performance.one
Die Performance stimmt

Bei der Fertigung von Möbelteilen dominieren kleine Losgrößen, an die hohe Qualitätsansprüche gestellt werden.

Nicht zuletzt deswegen investierte die Schiffler-Möbel GmbH in eine neue Performance.one-Anlage von IMA. Die flexible, halbautomatische Losgröße-1-Fertigung steigert Produktivität und Werkstückqualität der Brandenburger. 


Entwicklung und Bau von Funktionsmöbeln sowie die Realisierung von Einrichtungsprojekten für Kliniken, Pflegeheime, Seniorenwohnungen, Kindertagesstätten sowie Schulen und Jugendwohnheime sind das Kerngeschäft der Schiffler-Möbel GmbH aus dem brandenburgischen Uebigau-Wahrenbrück. Dabei umfassen die Aufträge Sondereinzelanfertigungen und kleine Produktreihen ebenso wie Großserien. Erst vor kurzem erweiterte das Traditionsunternehmen seinen durch bedienintensive Einzelmaschinen geprägten Maschinenpark mit der Anschaffung der Performance.one-Lösung um eine neue Losgröße- 1-Bekantungsanlage im Durchlauf.

 

Teiledurchsatz erhöht, Qualität gesteigert


Die Anlage ist eine halbautomatische Fertigungseinheit zur winkel- und maßgenauen Komplettbearbeitung von Möbelteilen. Die hochflexible Umlauf-Fertigungslösung zum Formatieren, Kantenverleimen und Kantennachbearbeiten besteht aus einer einseitigen Format- und Kantenbearbeitungsmaschine vom Typ Novimat oder Combima, verbunden mit bewährter IMA Aggregate-Technologie. Bei Schiffler ersetzt die Einheit gleich zwei ältere Kantenanleimmaschinen.

„Unser Ziel war es, mit der Inbetriebnahme der neuen Anlage ein höchstmögliches Maß an Flexibilität in der Produktion zu erreichen, bei gleichzeitig hoher Leistung und bester Teilequalität. Und das haben wir geschafft. Die neue Produktionslösung gestattet ein kontinuierliches, maßhaltiges Arbeiten ohne Unterbrechungen und erlaubt uns, allen Anforderungen noch flexibler zu begegnen“, erklärt Manfred Kirchhöfer, Geschäftsführer der Schiffler GmbH. Jedes Werkstück, das einen der beiden Plattenaufteilautomaten in Richtung Bekantungsanlage verlässt, wird mit einem Barcode versehen. Auf diesem ist der gesamte, zuvor programmierte Bearbeitungsablauf für das jeweilige Bauteil gespeichert. Die Erfassung des Barcodes erfolgt über einen Scanner beim Einlauf in die Anlage. „Dadurch richtet sich die Maschine auf den jeweiligen Bearbeitungsdurchlauf ein, mit allen auf dem Barcode hinterlegten konstruktiven Arbeitsgängen“, sagt Kirchhöfer. So erkennt die Performance.one beispielsweise das erforderliche Kantenmaterial, holt es eigenständig aus dem Maschinenmagazin und weiß, welches Klebeverfahren – PUR- oder Schmelzkleber – zu verwenden ist.

 

Bearbeitungszeiten sinken deutlich


Bei Schiffler eliminiert der Einsatz der neuen Anlage die bisher unausweichlichen und körperlich anstrengenden sowie zeitlich aufwändigen Auf- und Abstapelvorgänge zwischen den einzelnen Bearbeitungsschritten. Auch die Rüst- und Bearbeitungszeiten sinken durch die Komplettbearbeitung auf einer Maschine deutlich. Die maximale Vorschubgeschwindigkeit beträgt 30 m/min, abhängig von der Werkstückmaßdifferenz aufeinanderfolgender Werkstücke und der Gesamtanlagenkonfiguration. Dadurch erweitert die neue Anlage die Fertigungskapazität und erhöht den Teiledurchsatz auf 800 bis 1 000 Werkstücke pro Schicht. „Wir konnten aber nicht nur unsere Leistung steigern. Die IMA-Lösung erlaubt uns auch, Bauteile mit nur acht Millimeter Stärke zu bekanten. Das ging vorher nicht“, führt Kirchhöfer aus. Lediglich spezielle Schmalteile und nicht rechtwinklige Werkstücke fertigt er noch auf den älteren Maschinen. Zugleich mit Durchsatz und Flexibilität stieg auch die Qualität der Bauteile. Dafür sorgt das integrierte Einschub- und Anschlagsystem.

 

Absolute Winkligkeit und Maßhaltigkeit


Die neue Anlage ist mit einem Servo-Einschubtisch für die vollautomatische längen- und breitenunabhängige Werkstückzuführung und einem Anschlagsystem zur maß- und winkelgenauen Bearbeitung ausgestattet. Die automatische Rückführung sorgt für einen schonenden und ebenso leistungsfähigen Werkstückrücklauf. Drei Winkelübergaben und die dynamische Rüstlückenoptimierung sorgen für eine besonders hohe Leistung. Gesteuert wird die Anlage mithilfe der bewährten ICOS-Maschinensteuerung. Das Servo-Einschub- und Anschlagsystem zur Werkstückzuführung bei einseitigen Kantenanleimmaschinen ist eine besonders innovative Komponente der Performance.one. Mit seiner Hilfe lassen sich parallele sowie exakt rechtwinklige Werkstücke mit absoluter Maßhaltigkeit herstellen. Bei Schiffler verbessert die neue Anlage maßgeblich die Winkel- und Maßhaltigkeit der Werkstücke. „Die Werkstückmaße gestatten uns nicht nur ein schnelleres Arbeiten, sie senken auch den zuvor erforderlichen Nachbearbeitungsaufwand und steigern insgesamt die Qualität unserer Produkte“, sagt Manfred Kirchhöfer.


Selbst bei ungenauen Zuschnitten erreicht das Einschubsystem mithilfe der flexiblen Einschubnocken höchste Maß- und Formgenauigkeit bei den Werkstücken. Dies ermöglicht auch bei Losgröße 1-Projekten die gewünschte Leistungssteigerung. So auch bei Schiffler, die ihren Teiledurchsatz von früher 400 auf heute bis zu 1 000 Teile pro Schicht steigern konnten. Ein weiteres Highlight des Einschubsystems ist das Erreichen einer optimalen Teilelücke, bezogen auf die Werkstückbreite, und einer optimalen Rüstlücke, bezogen auf die Werkstücklänge.

 

Neue Werkshalle erweitert Optionen


Schiffler errichtete eigens für die Performance.one eine neue Werkshalle. So steht dem Unternehmen die Option offen, in Stoßzeiten auch die alte Bekantungsmaschine weiter zu nutzen. Der Erwerb dieser Anlage sei das erste, aber sicher nicht das letzte gemeinsame Projekt mit IMA, erwähnt Kirchhöfer. Ihn überzeugte neben der Technik und erzielbaren Qualität auch die Möglichkeit zur individuellen Anpassung der Anlage an seine Anforderungen. „Dabei war die Zusammenarbeit völlig unkompliziert, der Service schnell und kundenfreundlich und das Fachpersonal wusste, was es tat“, resümiert der Geschäftsführer abschließend. 

www.ima.de

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