Bild: SCM Group
Möbelfertigung nach Maß

Möbel sind eine höchst individuelle Angelegenheit. Für den Kunden – und erst recht für die Fertigung.

Es gilt, die individuellen Wünsche perfekt umzusetzen, oft auf den Tag genau. Wichtig für jeden Produzenten ist, mit Maß und Ziel ständig parat zu sein und alle Erfordernisse zu berücksichtigen.

 

Die spezialisierten Unternehmen in der SCM Group sind hierauf eingestellt. Zusammen bieten sie ein breites Spektrum an Maschinentechnik an, sozusagen von klein bis groß. Ebenso Softwarelösungen – bedienerfreundlich und mit spezifischen Programmen zu den unterschiedlichen Erfordernissen. Im Programm ist schließlich auch das passende Engineering für komplette Automationsprozesse und mit Optimierungsmodulen für ständige Produktionswechsel. Stellvertretend für die vielfältigen Möglichkeiten der Gruppe werden hier einige Beispiele für die Bearbeitung von Holz und Holzwerkstoffen, Verbund- und Kunststoffen sowie Stein und Glas vorgestellt.

 

CNC-gesteuerte Bearbeitungstechniken


Prädestiniert ist für die vertikale Korpusfertigung bei beengten Platzverhältnissen ist das Bearbeitungszentrum Cyflex HP. Dank doppelter Bohrköpfe und eines Fräsaggregates mit 6-fach-Werkzeugmagazin werden Plattenteile auf einer Fläche von 6 bis 8 Quadratmeter mit kurzen Zykluszeiten gefräst, gebohrt und genutet. Die Werkstücklänge wird dabei automatisch erfasst. Die Folge sind hohe Produktivität auch bei Losgröße 1 und null Rüstzeit. Perfekt gesteuert wird das BAZ durch die bedienerfreundliche CAD/CAM-Programmiersoftware Maestro, die auch Fehlbedienungen sicher verhindert. Außerdem kann die Cyflex HP vollständig in vorhandene Fertigungsabläufe integriert und mit anderen CNC-Maschinen der SCM Group verkettet werden.


Für die individuelle Möbelteilefertigung ist das Multifunktionsbearbeitungszentrum Planet P 800 geradezu ideal, weil sich alle Plattenformate bis 6360 x 1905 Millimeter komplett bearbeiten lassen: formatieren, bohren, fräsen und bekanten aus dem 12-fach-Kantenmagazin – auch von Formteilen. Alles gesteuert und überwacht durch die CAD/CAM-Programmiersoftware Maestro mit individuell einzusetzenden Modulen für die einzelnen Bearbeitungsschritte. So führt etwa die 3D-Software Maestro Edge alle Arten von Bearbeitungen auf einer einzigen Plattform aus, um eine Platte 360 Grad rundherum zu bearbeiten. Selbst weniger erfahrene Bediener haben kein Problem, die erforderlichen Bearbeitungsschritte einzugeben, zu verändern und zu verwalten. Durch die Matic-Arbeitstische mit Einrichtungszeiten von nur vier Sekunden, automatischer Trennung der Werkstücke und gemeinsamer Bearbeitung mehrerer Platten ist hohe Produktivität sichergestellt. Hierzu tragen vier und fünf unabhängige interpolierende Achsen mit stufenloser Drehung bei, die eine Rundumbearbeitung von Werkstücken auf einer Plattform ermöglichen. Zuverlässigen Schutz vor Fehlbedienungen und/oder Beschädigungen infolge Falscheinstellungen gewährleistet bei all dem die bedienerfreundliche, einfach und schnell funktionierende CAD/CAM-Software Xilog Maestro. Optionale Module, wie Maestro 3D für dreidimensionale Oberflächen oder die Pro-View-Simulationssoftware zur Kollisionskontrolle, sind weitere Funktionsmerkmale. Durch die offene Schnittstelle mit dem Maestro MSL Connector ist die Anbindung an Branchenlösungen der marktgängigen Softwareanbieter problemlos möglich.

 

Plattenzuschnitt mit oder ohne Lagerverwaltung


Für den täglichen Zuschnitt bietet die Baureihe Sigma in den Varianten Prima P und Impact P mit Hubtisch beste Voraussetzungen. Beide sind für die seitliche Beschickung entweder von links, rechts oder hinten der Maschine ausgelegt. Bei Schnitthöhen von 95 oder 115 Millimeter betragen die Geschwindigkeiten des Sägewagens 6 bis 60 m/min (Option 150 m/min) und des Schiebers 55 m/min (Option 120 m/min). Wahlweise gibt es integrierte Lösungen mit dem 3-achsigen Ladeportal Flexstore für die Lagerung der Platten und die Beschickung der Säge – im homogenen Stapel oder als chaotisches Lager. Flexstore übernimmt hierbei schon die Kommissionierung und Bereitstellung definierter Platten. So kommt es zu keinen Stillstandzeiten und Staus durch Gegenverkehr. Mit dem geteilten Schieber Flexcut ist die Maschine auf hohe Produktivität und flexible Leistungsstärken ausgelegt.

 

Kanten anleimen und bearbeiten


Die Maschinenreihen Olimpic K 560 HP für das Handwerk und Solution XD für industrielle Anforderungen sind heute mit der neu entwickelten Leimstation SGP (Smart Glue Pott) ausgestattet. Für den Anwender ermöglicht sie eine gemeinsame EVA- und PU-Verarbeitung ohne Leimbeckenwechsel bei automatisiertem Kleberwechsel. Möglich ist auch der Einsatz der Air-Fusion-Technik, wobei unter Druck stehende Luft mit hoher Temperatur auf die coextrudierte oder vorgeleimte Kante geleitet wird. Das Ergebnis: nicht sichtbare Kantenfugen, gemeinhin Nullfugen genannt. Die Air-Fusion-Technik ist mit den anderen Anleimaggregaten kompatibel. Damit Anwender der Olimpic K 560 HP (Massivholzkanten bis 12 Millimeter Stärke und 60 Millimeter Plattenhöhe) die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten jederzeit im Griff haben, kann an der Steuerung das selbsttätige Rüsten beziehungsweise Umrüsten per Knopfdruck ausgelöst werden. Einstellarbeiten an den Aggregaten entfallen damit. Weitere Merkmale der Maschinen sind eine Touch-Screen-Steuerung für alle Bearbeitungen, eine automatische Höhen- und Kantenstärkeneinstellung für alle Aggregate und die elektronisch gesteuerte Regulierung des Leimauftrags.


In der Solution-Baureihe gibt es vier Lösungen mit unterschiedlichen Leistungsklassen bei einem durchgängigen Vorschub von 35 m/min. Verfügbar sind bis zu 36 gesteuerte Achsen für automatische Bearbeitungsabfolgen von der Spanabnahme beim Fügen über den präzis dosierten Leimauftrag bis hin zur Finishbearbeitung. Eine Besonderheit ist das System Nestinglock. Hier werden Bohr- und Fräsbilder durch die Steuerung identifiziert und so die flexible Weiterverarbeitung von Werkstücken ermöglicht, die im Nestingverfahren hergestellt wurden. Damit werden Rüst- und Umstellzeiten erheblich reduziert und die Verleimqualität optimiert.


Neu sind auch die Abrundaggregate Round 2 mit zwei und Round 4 mit vier Motoren. Sie gestatten kurze Rüstzeiten bei allen üblichen Möbelkomponenten. Auch können drei unterschiedliche Profilgeometrien materialunabhängig bis zu einer Vorschubgeschwindigkeit von 30 m/min bearbeitet werden. Ebenfalls neu und exklusiv ist das adaptive Kopieren AFS: Ohne Zeitverlust werden hier wichtige Mikroeinstellungen beim Kopieren bis zu einem Zehntelmillimeter möglich. Die E-Touch-Oberfläche erlaubt das virtuelle Bedienen der Maschine bei jedem Produktionsmix.


Bei dieser gebotenen Vielfalt an Maschinen, Techniken und Möglichkeiten ist sicher ein Gespräch mit Spezialisten der SCM Group sinnvoll, um die bestmögliche Lösung für den Einzelfall sicherzustellen.

www.scmgroup.de

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