Bild: Schelling
Evolution in der vollautomatischen Losgröße-1-Fertigung

Xylexpo 1P-P02, P10, S01, S09

 

Für das Aufteilen von Plattenwerkstoffen in mannloser Losgröße-1-Fertigung brachte Schelling vor fünf Jahren die ls 1 auf den Markt. Es folgten eine Reihe von Anlagen, die das Konzept der Plattenaufteilanlage immer weiter perfektionierten. Die neue ls 1 bietet nun auf 30 bis 40 Prozent weniger Fläche Output wie keine andere.

Frankreich, Deutschland und Italien sind die Länder, in denen ambitionierte Möbelmarken bereits auf die ls 1 von Schelling aus dem österreichischen Schwarzach setzen. Absatzgebiete mit anspruchsvollen Konsumenten, die immer mehr Einrichtungen nach Maß fordern. Diesem Trend begegnet die vollautomatisierte Losgröße-1-Fertigung von Schelling produktiv und wirtschaftlich. Bewährt hat sich die Technologie des Herstellers von Plattenaufteilsägen mittlerweile nicht nur in der Küchenbranche, sondern auch bei der Produktion individuell geplanter Büromöbel, Sanitäreinrichtungen sowie aller Facetten von Wohninterieur.

 

Effizientes Rundlaufkonzept


Serien- und Einzelfertigung zugleich? Auf den ersten Blick scheint das nicht vereinbar. Am Markt gibt es aber inzwischen verschiedene Lösungen. „Doch im Vergleich schneidet die Schelling ls 1 in allen Kategorien überzeugender ab – in Prozesssicherheit, Präzision, Output, Lärm, Staub, Verbrauch“, so Geschäftsführer Wolfgang Rohner. Dabei kann eine Technologie immer nur so gut sein, wie das ihr zugrundeliegende Konzept. In vorliegendem Fall ist es das Rundlaufkonzept, in der Möbelbranche auch als Prinzip der Fließfertigung oder Return-System bekannt. „Das Schelling-Rundlaufkonzept ist zum Patent angemeldet und erlaubt eine so gut wie ununterbrochene Aktivität der Säge“, betont Geschäftsführer Stefan Gritsch. Das Konzept ist mit bewährten Komponenten wie Bürstentischen umgesetzt und integriert in der aktuellen Version Innovationen, die aus fünf Jahren profunder Erfahrung mit dieser Technologie einfließen.

 

Verzicht auf Z-Achse hebt Taktfrequenz


Beschickt wird die Schelling ls 1 mit gleich zwei Einschüben: dem Haupt- und einem Duplus2-Einschub. Sie funktionieren völlig unabhängig voneinander, was paralleles Arbeiten ermöglicht. Die Streifen werden für Erst-, Zweit- oder Drittschnitt sukzessive nacheinander eingeschoben, was die Streifenwechselzeit deutlich reduziert. Die Säge läuft praktisch ununterbrochen. Bis zu drei unterschiedliche Schnittpläne können sich gleichzeitig in der Anlage befinden. Zentral ist der Verzicht auf Portaltechnik mit Bewegungen in der Z-Achse. Denn oft – speziell bei dünnen, welligen oder porösen Platten – verursachen Lösungen, die solche Teile per Vakuum anheben, Probleme. Und damit längere Prozesszeiten. Die Schelling ls 1 hingegen bedient sich zweier Vakuummanipulatoren, die alle Teile über die Bürstentische schieben, ohne sie anzuheben. Die Bürstentische sind eine seit Jahrzehnten bewährte Technik, die empfindliche Platten und deren Oberflächen schont.

 

Verschachtelung mehrerer Schnittebenen


Mit der Schelling ls 1 lassen sich ineinandergreifende Vorgänge komplett automatisieren und hochkomplexe Schnittpläne vollautomatisch abwickeln. Dabei können Streifen beliebig oft rundum laufen und aufgeteilt werden. Das führt zu einer effizienten Nutzung der Platten und wenig Abfall. Goldrichtig ist die ls 1 damit auch für wertvolle Platten, denn je nach Output bedeutet ein Prozent Materialersparnis schnell mal Zehntausende Euro Kostenersparnis pro Jahr.


Der Kern der ls 1 ist standardisiert und die gesamte Anlage dank ihrem modularen Aufbau sehr flexibel. Beschickung wie auch Auslauf lassen sich exakt so gestalten, wie es der Kunde möchte. Wahlweise als Stand-alone-Version mit manueller Abnahme bis hin zu komplett in die Produktionslinie integrierten Varianten, mit und ohne Lageranbindung. Die Beschickung kann direkt aus dem Flächenlager oder über eigenes Beschickungssystem erfolgen, auch eine Buntstapelkommissionierung ist beispielsweise im automatischen Plattenlager möglich. Der Automatisierungsgrad ist flexibel und frei wählbar.

 

Ständiger Output, hohe Materialausbeute


Überall, wo Plattenmaterial vollautomatisch individuell geteilt und konfektioniert werden soll, ist die Schelling ls 1 in ihrem Element. Sie sorgt für wirtschaftliche individuelle Fertigung auch bei extremer Teilevielfalt. Die Vorteile eines mannlosen Betriebs und Just-in-Time-Produktion schöpft sie in jeder Hinsicht aus. Ihr Rundlaufkonzept sorgt für kontinuierlichen Materialfluss, permanente Auslastung der Säge und ununterbrochenen Output. Das Zusammenspiel von Einschüben, Manipulatoren, Pufferplätzen und angetriebenen Tischen verwirklicht automatisches Ausrichten der Teile vor jedem Längs- und Querschnitt, Vereinzelung der Teile und automatische Teileorientierung für die nachgelagerte Bearbeitung. Großreste wandern automatisch zurück ins Lager, Kleinreste werden manuell oder automatisch im Resteverwertungssystem Xbob verwaltet. Alles wird automatisch etikettiert.

 

Sauber und wenig Verschnitt


Gegenüber vergleichbaren Systemen zeichnet sich die Schelling ls 1 durch eine Reduzierung des Verschnitts (bis zu 20 Prozent) und Energieverbrauchs, von Staub und Lärm aus. Und das bei mehr Präzision und Tempo. Das ist einerseits vertrauter Schelling-Technologie geschuldet, die auf eine massive, hochwertige Ausführung mit satten Antrieben, dünnen Sägeblättern, kontrollierter Abfallentsorgung sowie geführter Späne- und Staubentsorgung setzt. Anderseits ist das aber auf eine Software zurückzuführen, die für effiziente Platten- und Resteverwertung steht und die komplette Anlage samt Peripherie steuert.


Seit Schelling in die Herstellung von Losgröße-1-Fertigungsanlagen gestartet ist, lassen sich deutliche Evolutionsschübe verzeichnen. So setzt nicht nur das Rundlaufkonzept neue Maßstäbe am Markt, die neue Schelling ls 1 ist mit 30 bis 40 Prozent weniger Flächenbedarf auch viel kompakter als noch vor einigen Jahren. Außerdem überzeugt der Vergleich mit der Konkurrenz, zieht man die bei der ls 1 bereits integrierte Resterückführung ins Lager in Betracht. „Bei vollkommen individualisierten Schnittplänen sägt sie rund 20 Prozent mehr Teile pro Minute“, gibt Geschäftsführer Rohner abschließend zu Protokoll. Und Managerkollege Gritsch fügt hinzu: „Damit stellt sie in Sachen Produktivität wohl alles in den Schatten.“ Dass zu alldem die Investitionssumme rund 30 bis 40 Prozent unter dem Wert von früher liegt, macht ihre Anschaffung für viele weitere Unternehmen der Möbelindustrie wirtschaftlich sehr interessant.

www.schelling.at

 

 

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