Bild: Hubtex
Schnell auf Nummer sicher

Die J. u. A. Frischeis GmbH setzt beim Kommissionieren sowie beim Ein- und Auslagern großformatiger Holzplatten auf flexible Elektro-Mehrwege-Seitenstapler von Hubtex.

Die schnell montierbare Kommissionierplattform und die induktive Spurführung gehören zu den Besonderheiten des Projekts.

 

Maximale Lieferfähigkeit und Bestellservice haben für Andreas Winkler höchste Priorität. Vor diesem Hintergrund hat der Niederlassungsleiter der J. u. A. Frischeis GmbH in Villach den Bau seiner modernen zehn Meter hohen Halle mit 1000 Lagerplätzen für Holzplatten sorgfältig geplant. Für einen optimalen Warenfluss zog er sämtliche Automatisierungsgrade und Lastaufnahme-Systeme in Betracht. Am Ende entschied sich Winkler für zwei induktiv geführte Elektro-Mehrwege-Seitenstapler von Hubtex, die Anfang 2013 geliefert wurden. Ergänzt wird das flexible Konzept durch eine schnell montierbare Plattform, die bei Bedarf einen der beiden identischen Stapler vom Typ MQ 70 Serie 2131 PU in ein Kommissioniergerät verwandelt.

 

Hubtex bringt den Mann zur Ware


Die 4500 mm breite Kommissionierplattform hat eine Tragfähigkeit von 2,7 t und kann Platten mit Abmessungen bis zu 3000 x 2070 mm aufnehmen. Ohne Plattform lassen sich mit dem MQ 70 bis zu 13 m lange und 7 t schwere Lasten bewegen. „Durch die abnehmbare Plattform haben wir sehr hohe Flexibilität und für jede Auftragssituation einen passenden Fuhrpark“, stellt Winkler fest, der seinen Kunden auf dieser Basis kurze Bestellfristen bieten kann. Jeder bis 16:00 Uhr eingehende Auftrag wird in der Regel am nächsten Tag geliefert. Pro Kunde beziehungsweise Sendung müssen dabei bis zu 60 Positionen kommissioniert werden. „Das ist ein sehr kurzfristiges Geschäft, das ein Vorkommissionieren fast unmöglich macht“, betont Logistikleiter Johannes Fössl.


Sobald die ebenfalls von Hubtex gelieferte Kommissionierplattform montiert ist, lässt sich der MQ 70 nur noch über einen der beiden Bedienpulte auf der Plattform aus steuern. Die Elektronik ist so ausgelegt, dass wahlweise ein oder zwei Mitarbeiter arbeiten können. Für eine bestmögliche Sicht wird immer das in Fahrtrichtung vorn befindliche Pult aktiviert. Die beiden Einstiegsschranken verriegeln elektrisch, während eine lastseitige Schranke manuell abgesenkt werden kann. Auf diese Weise werden die bis zu 7,5 m hoch liegenden Entnahmeplätze sicher erreicht. „Der Sicherheitsaspekt spielte bei der Konzeption und Auswahl der Lösung eine wichtige Rolle, denn schließlich sollen sich die Kommissionierer auch in der siebten Regalebene ganz auf ihre Arbeit konzentrieren können“, betont Winkler. Die Rechnung geht auf: Pro Stunde bewegt ein Zweier-Team bei Frischeis rund 1,5 m3 Holzwerkstoffe. Damit zählt Villach nicht nur innerhalb der Firmengruppe zu den produktivsten Lagerstandorten. Das Kommissionieren direkt aus dem Regal bedeutet einen wesentlichen Zeitgewinn. „Ohne Plattform müssten die kompletten Warenpakete erst auf den Boden gestellt und von dort abkommissioniert werden“, stellt Fössl fest.

 

Drei Regalreihen zusätzlich


Einen weiteren großen Effizienzvorteil bringt die induktive Spurführung. Jeder der zehn Regalgänge verfügt über eine mittig in den Boden eingefräste Induktionsspur mit Transpondern. Diese werden beim Einfahren in einen der Gänge automatisch von den mit Hochfrequenz- Antennen ausgerüsteten Hubtex- Mehrwegestaplern erkannt. Anschließend übernimmt die elektronische Steuerung des MQ 70 die exakte Positionierung und Ausrichtung innerhalb der nur 3 670 mm breiten Gänge.


Durch die präzise Steuerung konnte Frischeis beim Bau der Anlage sogar auf den Anfahrschutz verzichten. Der eigentliche Vorteil besteht jedoch in dem großen Raumgewinn: „Der Mindestabstand zu jeder Seite beträgt hier nur 150 mm, sodass wir die Hallenbreite optimal nutzen konnten“, berichtet Logistikleiter Fössl und ergänzt: „Dank induktiver Führung haben wir im Vergleich zur frei verfahrbaren Lösung drei Regalreihen mehr untergebracht.“ Durch die ,unsichtbare‘ Lösung lassen sich die Gangreihen außerdem viel besser reinigen, was bei einer Schienenführung nur mit hohem Aufwand möglich ist.

 

Laufzeit von 15 bis 20 Jahren


Neben dem Gewinn an Platz und Sauberkeit bringt die Induktionsführung auch ein deutliches Plus an Sicherheit. Denn mit Hilfe der im Boden eingelassenen Transponder erkennen die Stapler ihre aktuelle Position und reduzieren vor dem Verlassen eines Gangs automatisch die Geschwindigkeit. „Damit haben wir das Kollisionsrisiko deutlich reduziert“, sagt Winkler, dessen Niederlassung rund 180 Kunden pro Tag beliefert. Obwohl für dieses hohe Aufkommen im Zweischichtbetrieb gearbeitet wird, halten die 80-Volt- Batterien mit einer Kapazität von 930 Ah ohne weiteres durch – an den Ladestationen hängen die Batterien nur nachts. Somit konnte sich Frischeis sogar das Anschaffen von Wechselbatterien ersparen.


Nach mittlerweile zwei Einsatzjahren hat sich die Hightech-Lösung von Hubtex bestens bewährt. Das gilt auch für den Wartungs- und Reparatur-Service, der in Österreich seit 30 Jahren durch die Still GmbH gewährleistet wird – gleichzeitig auch Generalimporteur für Hubtex. „Die beiden MQ 70 sind ja nicht unsere ersten Geräte aus Fulda“, betont Fössl. Bereits seit 2007 ist in Villach das Vorgängermodell im Einsatz und hat bisher klaglos mehr als 6000 Arbeitsstunden abgespult. „Vor diesem Hintergrund kennen wir die hohe Servicequalität der Techniker, die auch bei älteren Maschinen mit großem Engagement und Kompetenz arbeiten und jeden Fehler schnell aufspüren“, lobt Winkler. „Der After-Sales-Service ist speziell für den Betrieb von Mehrwege-Staplern mit einer Laufzeit von 15 bis 20 Jahren extrem wichtig.“

 

Weniger Ansprechpartner


Zudem hat die bewährte Kooperation zwischen Hubtex und Still für Frischeis den angenehmen Nebeneffekt, dass es für alle Fragen rund um die eigene Staplerflotte weniger Ansprechpartner gibt. Schließlich ist in Villach auch ein Still- Elektro-Frontgabelstapler RX 60-50 LSP 600 im Einsatz. „Es ist für alle Seiten einfacher, wenn es für mehrere Geräte nur einen zentralen Lieferanten gibt“, bestätigt Winkler. Michael Schulz, der bei Still in Österreich die Bereiche Systemtechnik und Flottenmanagement leitet, hört das gerne.


Aufgrund der positiven Erfahrungen in Villach hat sich Frischeis in der Niederlassung Stockerau 2014 für zwei Hubtex- Mehrwegestapler mit Induktivführung entschieden. Im Vergleich zu ,frei verfahrbar‘ sind die induktiv geführten Geräte eindeutig im Vorteil, besonders bei der Arbeitsgangbreite (circa 700 mm geringer pro Fahrgasse) und der Sicherheit: Sie vermeiden Anfahrschäden an Regalsystem und Ware.

www.hubtex.com

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Diesen Beitrag und weitere interessante Beiträge finden Sie in HOB 7/8.2015:

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