Bild: Hans Weber Maschinenfabrik
Dem Markt Rechnung getragen

Um dem Anwender eine der modernsten und effizientesten Schleifmaschinen anbieten zu können, hat Weber zahlreiche Verbesserungen an der Baureihe KSN vorgenommen. Ein wesentlicher Punkt war die Erhöhung der Energieeffizienz.


Mit der Weber KSN präsentiert die Hans Weber Maschinenfabrik, Kronach, eine neue Baureihe von Schleifmaschinen, die im gänzlich neuen Design ausgelegt und mit verschiedenen technischen Neuerungen ausgestattet wurde.

 

Die neue KSN trägt damit den veränderten Anforderungen des Marktes Rechnung. Von großer Bedeutung für die Auslegung und Bestückung der Schleifmaschine ist neben der grundsätzlichen Eignung für hochwertigen Holz-, Lack- und Hochglanzschliff auch die Bürsttechnik, die enorm an Stellenwert gewonnen hat.

 

Bewährte Technik einsetzen


Bei der Ausstattung der KSN kann Weber auf die seit Jahren am Markt bewährte CBF-Technik und auf den ISA/ISD-Gliederdruckbalken zurückgreifen. Die patentierte CBF-Technik mit einem innen im Breitband angeordneten, quer laufenden Lamellenband überzeugt hier mit klaren Vorteilen. Herauszuheben ist der Umstand, dass das Lamellenband unabhängig vom Schleifband angetrieben wird und dadurch die Andruckverhältnisse und das Schliffbild variabel einstellbar sind. Die Geschwindigkeit des Lamellenbandes ist nicht an die des Schleifbandes gekoppelt und kann optional stufenlos reguliert werden. Das ist ein entscheidender Vorteil gegenüber konventionellen Breitbandlamellenbändern, bei denen das Schleif- und Lamellenband in die gleiche Richtung laufen und nur miteinander schneller oder langsamer angetrieben werden können. Außerdem ist die maximale Schleifbandgeschwindigkeit durch diese Breitbandlamellenbänder deutlich eingeschränkt. Die CBF-Technik bietet hier eine Lösung ohne Kompromisse. Die Schleifbandgeschwindigkeit kann unabhängig vom Lamellenband von sehr langsamen 0,5 m/s für den Lackschliff bis deutlich über 20 m/s für den Furnierschliff eingestellt werden, sodass sich die notwendige Abtragsleistung auch bei hohen Vorschubgeschwindigkeiten erreichen lässt. Ein weiterer Vorteil der CBF-Technik ist, dass sie sich als Kombistation einsetzen lässt und dabei mit einer verbauten Kalibrierwalze anfallende Kalibrierarbeiten ausführen kann. Ein umständliches Entfernen des Lamellenbandes ist genauso wenig notwendig wie ein Verstellen der Umlenkrollen.


Der im Querschleifaggregat eingesetzte ISD-Gliederdruckbalken lässt eine gezielte Schleifdruckeinstellung für definierte Plattenbereiche zu. So kann zum Beispiel der Schleifdruck im Kantenbereich stufenlos höher oder niedriger eingestellt werden, wodurch sich Aufwerfungen im Kantenbereich sehr eben schleifen lassen. Die stärkeren Lackschichten entstehen vor allem dann, wenn hohe Schichtdicken aufgetragen werden, zum Beispiel beim Lackieren von Hochglanzlacken. Das Ergebnis ist eine ausgesprochen ebene Fläche. Auch die moderne Bürsttechnik wird heute verstärkt eingesetzt und vielfältig genutzt. Weber hat hierfür ein Planetenkopfsystem entwickelt, das zwischenzeitlich ebenfalls patentiert wurde. Kennzeichnend ist das weite Ineinandergreifen der Werkzeuge benachbarter Schleifköpfe. Aufwendiges zusätzliches Oszillieren der ganzen Baugruppe ist nicht notwendig, das Schliffbild ist markierungs- und streifenfrei. Alle Werkstückkanten werden gleichmäßig gebrochen.

 

Energieeffizienz weiter erhöht


Bei der Konzeption der neuen KSN-Baureihe standen der Kundennutzen und speziell die Energieeffizienz im Vordergrund. Die Schleifmaschinen können mit bis zu vier Bearbeitungsstationen bestückt werden. Zur Auswahl stehen alle Schleif- und Bürsttechniken von Weber. An den Industriestandard angepasst wurden die Schleifbandabmessungen an Breit- und Querbändern. So haben die Breitbänder jetzt im Standard eine Länge von 2620 mm, die Querbänder sind 150 mm breit und 5100 mm lang. Die Oszillationssteuerung gibt es jetzt auch als selbstlernende Variante, die die Schleifbänder nach dem Schleifbandwechsel automatisch und selbstständig zentriert und steuert. Der Hersteller bietet somit im mittleren Maschinensegment schleiftechnisch die gleichen Möglichkeiten wie mit seinen bewährten Industrieschleifautomaten.


Neben den verbesserten technischen Parametern wurde auch die Ergonomie der Schleifmaschine verbessert. Das Touchpanel der Weber KSN ist leicht schräg angeordnet und dem Bediener zugewandt. So kann die Maschine selbst bei Einbindung in Rollenbahnen problemlos von der Seite bedient werden. Die Panels gehören zur neuesten Generation von Siemens, haben eine deutlich bessere Auflösung und ermöglichen somit eine sichtbar klarere Darstellung. Mit den neuen 16:9-Panels ist es jetzt auch möglich, im Split Screen zu arbeiten. So können beispielsweise das Betriebsbild mit allen aktuellen Betriebswerten und wahlweise Programmlisten, Diagnosebildschirme oder andere nützliche Informationen gleichzeitig eingeblendet werden – ohne dabei den Blick auf das Wesentliche zu verlieren. Neu ist zudem eine Favoritenliste ähnlich der des Internet- Browsers, in die Bediener die meistgenutzten Programme aus dem umfangreichen Programmspeicher aufnehmen und per einfachen Tastendruck wieder aufrufen können.


Bei der Energieeffizienz der Maschine, auf die Weber großen Wert gelegt hat, konnten die vormaligen Werte nochmals merklich verbessert werden. So wurde neben der energiesparenden Antriebstechnik Eco-Drive eine Neugestaltung der Absaugdüsen vorgenommen, die über 25 Prozent Absaugleistung einspart. Diese Verbesserungen stehen in einer Reihe mit den standardmäßig eingesetzten hocheffizienten IE2-Motoren, der werkstückabhängigen Werkstückabblasung und der neuen, ebenfalls werkstückabhängig gesteuerten Schleifbandreinigung. Dieses Technologiepaket reduziert den Strom-, Druckluft- und Absaugbedarf deutlich und trägt so zur Senkung der Betriebskosten bei. 

www.hansweber.de

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