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Mit Expertenwissen zur wirtschaftlich optimalen Lagerdimensionierung

Wälzlager sind funktionskritische Maschinenelemente und werden in der Holzindustrie in zahlreichen Typen sowie Ausführungen eingesetzt.

Wichtig ist dabei stets eine robuste und verschleißarme Ausführung, um den rauen Produktionsbedingungen standhalten zu können.

 

Die Findling Wälzlager GmbH aus Karlsruhe bietet Anwendern eine große Auswahl an Produkten – und hilft ihnen dabei, die Produktkosten im Griff zu behalten. Grundlage dafür ist die Kategorisierung des Angebots nach dem ABEG-Prinzip: Die Klassifizierung der Wälzlager nach technischen und wirtschaftlichen Kriterien gewährleistet eine vollständige Transparenz bezüglich der Leistungsfähigkeit der Produkte. 


Die Anwendungsszenarien für Wälzlagertechnik in der Holzbearbeitung sind vielfältig. Neuralgische – weil hohen Belastungen ausgesetzte – Einsatzbereiche sind dabei immer die Säge-, Schneid- und Fräsaggregate. Einfache Anwendungen sind Führungsaufgaben wie Abstützrollen, Laufrollen und Nebenaggregate. Hier besteht ein großes Optimierungspotenzial für Technik und Einkauf. Folgerichtig hält das Sortiment von Findling eine große Produktvielfalt bereit: Das Portfolio umfasst über 22000 unterschiedliche Lagertypen in zahlreichen Ausführungen und Werkstoffkombinationen für ebenso viele Anwendungsszenarien. Die Wahl des optimalen Wälz- oder Gleitlagers scheint jedoch der sprichwörtlichen Suche nach der Nadel im Heuhaufen gleichzukommen. Gut, dass es dabei Unterstützung vom Experten gibt: Die Findling Wälzlager GmbH ist ein Spezialist für Wälz- und Gleitlager mit über 90 Jahren Produkt- und Anwendungserfahrung. Für das Unternehmen gehört es zum Tagesgeschäft, das richtige Produkt zu finden und seine Kunden auf dem Weg zu diesem Ziel in jeglicher Hinsicht zu unterstützen. Dabei hilft die Kategorisierung des Angebots nach der ABEG-Methode.

 

Anbieter prüfen und in Leistungskategorien einordnen


Die Besonderheit der von den Karlsruhern angewendeten ABEG-Methode ist die Einteilung der Produkte in eine der vier Leistungsklassen Premium, Supra, Eco und Easyroll. Das ermöglicht eine umfassende, herstellerunabhängige Klassifizierung des weltweiten Angebots der Gleit- und Wälzlagertechnik. Der Vorteil für den Kunden liegt auf der Hand: Statt sich mit der Frage der Lebensdauer eines Produkts oder dem Tragzahlvergleich mehrere Hersteller immer wieder neu auseinanderzusetzen, rechnet der Konstrukteur bei der Lebensdauerberechnung mit vier Korrekturfaktoren (dem ABEG-Faktor). Damit kommt er deutlich schneller zu einer technisch wie wirtschaftlich optimalen Lagerdimensionierung.


In einer Formatkreissäge eines renommierten Herstellers von Holzbearbeitungsmaschinen kommen zum Beispiel Rillenkugellager der Leistungsklasse Supra zum Einsatz. Findling unterstützte bei der Auswahl, die in Abhängigkeit von Traglast, Drehzahl und anderen technischen Parametern erfolgte. Im vorliegenden Fall ergaben die Berechnungen, dass der Kunde trotz der anspruchsvollen Anwendung nicht auf ein hochpreisiges Premium-Lager zurückgreifen muss. Denn die Supra-Lager können die Anforderungen bezüglich Geräuscharmut, axialer Lagerluft, Eigenerwärmung im Betrieb und Lebensdauer vollständig erfüllen und bieten auch im Dauereinsatz genug Leistungsreserve. Sie werden an den Sägewellen der Formatkreissägen verbaut und sorgen dort seit Jahren für eine sichere Führung der Sägeaggregate. Zusammen mit den großen und stabilen Schwenksegmenten sowie den verwindungssteifen, geschweißten Maschinengestellen ermöglichen die Formatkreissägen ein präzises Arbeiten im Dauerbetrieb.

 

Robuste Gehäuselager für Fördertechnik


In der Holzindustrie sind neben den Allroundern, den Rillenkugellagern, auch Gehäuselager sehr verbreitet. Sie bestehen aus einem Lagereinsatz und einem Gehäuse, die fast beliebig untereinander kombiniert werden können. Abgesehen von ihren robusten, korrosionsbeständigen Eigenschaften sind sie bei hoher Verschmutzung einfach nachschmierbar sowie montage- und wartungsfreundlich – gerade richtig also für Anwendungen, bei denen ein Ausfall der Maschinen nach Möglichkeit vermieden werden sollte. Das gilt auch für die Transportsysteme für Abschnitt und Langholz eines führenden Maschinen- und Anlagenlieferanten, für die Findling Flanschlager vom Typ UCFL 208 liefert. In diesem Fall besteht die Lagereinheit aus einem abgedichteten UC-208-Lager und einem Graugussflanschlagergehäuse FL 208 mit eingebautem Schmiernippel. Der Wellendurchmesser beträgt 40 mm, die Wellenbefestigung erfolgt mit zwei Madenschrauben: kompakt, kostengünstig und funktionell.


Das Gehäuselager-Programm bei Findling ist umfangreich. Unter anderem sind im Rahmen des speziellen Xforce-Sortiments besonders langlebige Gehäuselager für den Schwerlastbereich erhältlich. Diese trotzen auch hohen Belastungen und rauen Umgebungsbedingungen und eignen sich somit zum Beispiel für den Einsatz in Förderstraßen, im Anlagenbau, in Baumaschinen, der Landwirtschaft oder im klassischen Schwermaschinenbau.

 

Gute Dichtung – lange Lebensdauer


Bei der Beratung und Auswahl der richtigen Lagertechnik berücksichtigt Findling stets die Gesamtsituation. Denn neben der Leistungsfähigkeit spielt auch die Einbausituation eine wichtige Rolle, zum Beispiel wenn das Nachschmieren eines Lagers nicht ohne Weiteres möglich ist. In diesem Fall spielen Dichtungen eine wichtige Rolle – sie müssen ebenso wie die Lager selbst differenzierte Anforderungen erfüllen. Grundsätzlich sollen keine Schmierstoffe austreten, andererseits aber auch keine Verunreinigungen wie Holzstaub oder -späne eindringen – denn das würde den einwandfreien Rundlauf und damit das Bearbeitungsergebnis beeinträchtigen oder schlimmstenfalls zu mechanischer Beschädigung des Lagers, dessen Ausfall und in der Folge zum Maschinenstillstand führen. Mit der Dichtungsvariante 2RSDD (beidseitig in Nut geführte, axial anliegende schleifende Gummidichtung) wurden hervorragende Ergebnisse erzielt. So konnte die Eigenerwärmung um 10 °C gegenüber der RS-Standarddichtung reduziert werden, was unmittelbaren lebensdauerverlängernden Einfluss hat. Optional bietet Findling eine noch reibungsärmere (2RW) und eine berührungslose Variante (LLB) an.

 

Wichtige Parameter: Lagerluft und Befettung


Bei anspruchsvollen Anwendungen wie zum Beispiel Sägewellenlagerungen sollte zudem besonders darauf geachtet werden, dass die Lagerluft durch Einengung der Toleranz auf die hohen Geschwindigkeiten angepasst ist. Die Restlagerluft nach dem Einbau lässt sich somit in der Konstruktion besser ermitteln und einstellen. Aus den hohen Geschwindigkeiten resultiert für jedes Lager ein individuelles Geräuschverhalten. Um verbesserte Laufeigenschaften bei höherer Geschwindigkeit zu erreichen, müssen höhere Ansprüche an die Oberflächengüte gestellt werden. Die Lagerluft und die Toleranzen sind mit P6 genauer als der Standard mit P0 und die Dichtung reibungsärmer, wodurch eine geringere Eigenerwärmung des Lagers entsteht. Die Befettung muss für andauernd höhere Betriebstemperaturen ausgelegt und hochrein beziehungsweise geräuscharm sein. Hochleistungsfette sind für einen Temperaturbereich von - 50 bis + 150 °C geeignet. Sie zeichnen sich durch ein hervorragendes Anlaufverhalten aus. Für Lager mit C3-Lagerluft wird ein hochreines Hochtemperaturfett bis 180 °C verwendet; es hat noch bei 177 °C eine Lebensdauer nach ASTM D 3336 von mehr als 750 Stunden.


Die Beispiele zeigen: Wälzlager ist nicht gleich Wälzlager. Vor dem Kauf ist in jedem Fall eine gezielte Anwendungsberatung durch die Experten von Findling empfehlenswert: Eine falsche Auswahl der Lager kann gerade im Bereich der Holz verarbeitenden Industrie zu hohen Kosten sowie Stillstandzeiten der Anlage oder gar der gesamten Fertigungslinie führen. Eine Beratung bei Findling führt den Kunden hingegen immer zu einer wirtschaftlichen und technologisch zuverlässigen Lösung. 

www.findling.com

 

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Titelbild: ©Waler – fotolia.com | Findling Wälzlager GmbH

 

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