Bild: Sun Works
Wo Bewegung für Schatten sorgt

Sun Works ist Entwickler und Produzent beweglicher Sonnenschutzsysteme, die stets individuell geplant werden.

Die Beweglichkeit der einzelnen Großlamellen muss über einen langen Zeitraum gewährleistet bleiben. Die Projektingenieure bedienen sich seit fünfzehn Jahren aus dem Gleitlager-Konstruktionsbaukasten von igus.

Wenn die Projektverantwortlichen der Sun Works GmbH eine Bauzeichnung studieren, ist eine kleine Angabe entscheidend, die für viele andere Planer von bautechnischen Gewerken vollkommen nebensächlich ist: der Nordpfeil. Denn das Unternehmen entwickelt und fertigt Sonnenschutzsysteme in verschiedenen Ausprägungen – und kann dabei die nördlich ausgerichteten Fassaden außen vorlassen, denn dort ist die Sonne bekanntlich nie zu sehen. Im Portfolio der Sun Works stehen textile Sonnenschutzsysteme ober- und unterhalb großflächiger Dachverglasungen, Großlamellensysteme aus Lochblech und Glas sowie als Sonderlösung innerhalb der Doppelfassade oder auch Schiebe- und Faltladensysteme.

 

Individuell geplant, international im Einsatz


Ob es sich um textile Gegenzugsysteme handelt oder um bewegliche Großlamellen aus Glas und Metall: In beiden Produktbereichen werden die Sonnenschutzsysteme von Sun Works nie von der Stange produziert oder aus dem Katalog ausgewählt, sondern immer individuell geplant und in der eigenen Produktion in Brüggen/Niederrhein gebaut. Nur so ist zu erklären, dass die Systeme weltweit im Einsatz sind: in Berlin und Dessau ebenso wie in Wien, Hongkong und Minsk. Beim größten Projekt, das Sun Works aktuell bearbeitet, wurde sogar ein Grundprinzip der Sonnenschutzplanung auf den Kopf gestellt: Bei der Planung der Lamellensysteme für ein Krankenhaus in Perth musste berücksichtigt werden, dass die Sonne down under ihre tägliche Bahn im Norden und nicht im Süden zieht.

 

Anspruchsvolle Projekte


Seit 15 Jahren entwickelt und baut Sun Works derartige Großlamellensysteme und hat von Beginn an technisch wie auch architektonisch anspruchsvolle Projekte realisiert. Geschäftsführer Michael Dahmen: „Wenn wir einen Architekten überzeugen oder eine Ausschreibung gewinnen, geht es immer um gute, individuelle Architektur und meistens um große Projekte.“ Zum Beispiel um die Zentrale der Gemeinnützigen Siedlungs- und Wohnungsbaugenossenschaft (GSW) in Berlin. Dieses 1999 eingeweihte Gebäude mit 22 Stockwerken ist eines der ersten mit einer energiesparenden Doppelfassade. Die bunten Großlamellen sind jeweils um 90 ° drehbar und bilden mit ihren markanten Farben ein zentrales visuelles Merkmal des Gebäudes.


Ebenso anspruchsvoll wie die Optik ist die Technik. Vor wenigen Jahren waren horizontale Systeme im Trend, heute fertigt Sun Works überwiegend vertikale Lamellensysteme, deren Antriebe zu Gruppen zusammengefasst werden. Die Steuerung erfolgt zumeist über eine Wetterstation, die Werte wie Sonneneinstrahlung, Temperatur und Windstärke erfasst und die Lamellen jeweils dem Sonnenstand entsprechend bewegt. Das erhöht nicht nur den Komfort für den Bediener, es hat auch – insbesondere bei klimatisierten Gebäuden – erhebliche Einspareffekte bei den Energiekosten zur Folge.

 

Lange Lebensdauer


Bei der Optik und Funktionalität bietet Sun Works eine große Bandbreite an Möglichkeiten. Die Lamellen werden unter anderem aus Aluminium, bedrucktem Glas, Streckmetall oder Lochblechen gefertigt. Auch die Beweglichkeit ist variabel. Für das bereits erwähnte australische Krankenhaus zum Beispiel wurde ein Sonnenschutz entwickelt, bei dem sich jeweils drei Lamellen in einem Schienensystem übereinander schieben und den Blick aus dem Fenster vollständig freigeben. Jede einzelne Lamelle ist zudem in geschlossenem und geöffnetem Zustand um 90 Grad drehbar. Und jede einzelne wird bei Sun Works vor der Auslieferung umfassend getestet.

 

Beweglichkeit gefordert


Diese Art der Beweglichkeit verlangt eine sorgfältige Konstruktion der gesamten Antriebstechnik – zumal sie von einem Minimum an Antrieben und Antriebsleistung sowie auf kleinstmöglichem Bauraum realisiert werden soll. Sun Works arbeitet hier seit mehr als fünfzehn Jahren mit igus zusammen und setzt an unterschiedlichsten Lagerstellen Gleitlager aus iglidur ein. Projektleiter Siegbert Toerschen: „Bei unseren Großlamellensystemen kommen immer igus-Gleitlager zum Einsatz.“ Dabei ist die Bandbreite groß: Die Ingenieure verwenden unter anderem zylindrische Lager, Bundlager, Gelenklager und Anlaufscheiben. Häufig sind in einer Antriebskomponente, wie einem Kleingetriebe, mehrere igus-Lager verbaut.


Die Erfahrung zeigt, dass diese Lager in der Tat wartungsfrei sind. Dafür sorgt das hoch verschleißfeste Basispolymer, dessen Rezeptur um einen inkorporierten Schmierstoff ergänzt wurde. Deshalb sind alle Werkstoffe der iglidur-Familie dauerhaft schmierfrei, und sie überzeugen auch im Außeneinsatz bei Regen, Frost und Hitze durch lange Standzeiten – was man bei Sun Works ohne Einschränkungen bestätigen kann. Was hier ebenfalls zählt, ist die Langzeiteinsetzbarkeit, die schon bei den Standardwerkstoffen iglidur G und iglidur J ohne Einschränkungen und ohne Serviceaufwand gegeben ist. Und das auch bei Wind, Wetter und starker Sonneinstrahlung, was für Kunststoffe nicht selbstverständlich ist. Aus diesem Grund gehören die iglidur-Gleitlager zu den Konstruktionselementen, die von den Sun-Works-Ingenieuren immer wieder verwendet
werden.

www.igus.de

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Diesen Beitrag und weitere interessante Beiträge finden Sie in HOB 3.2016:

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