Bild: Atemag
Neue Hochleistungsbohraggregate für Fensteranlagen

Hochleistungsfensteranlagen benötigen hochleistungsfähige Werkzeuge und Aggregate.

Auch an 5-Achs-Maschinen lassen sich mit einer Reihe von Anbauaggregaten die Durchlauf- und/oder Rüstzeiten verkürzen. Das zeigt ein neues Bohraggregat von Atemag, das zudem starke Bearbeitungskräfte aufnehmen kann.

 

Mehrfachbohraggregate haben den Vorteil, dass sie ein ganzes Bohrbild in einem Arbeitsgang platzieren und nicht jede Bohrung einzeln gesetzt werden muss. So wie die Maschinen- und Aggregatetechnologie stetig weiterentwickelt wird, geschieht dies auch bei den Werkzeugen. Moderne Hochleistungsbohrer, die für hohe Vorschübe ausgelegt sind, überzeugen gegenüber herkömmlichen Werkzeugen durch längere Standzeit und höhere Produktivität. Allerdings muss das Aggregat zur Aufnahme der Werkzeuge geeignet sein. Um den Einsatz moderner Werkzeuge zu ermöglichen, haben Weinig und Atemag gemeinsam ein neues horizontales Bohraggregat entwickelt. Denn gerade bei engen Bohrrastern kam bisher die Lagerung der Spindeln schnell an ihre Grenzen.

 

Leistung um das Fünffache erhöht


Nun wurde durch eine Neukonstruktion der horizontalen Bohraggregate die Resistenz gegenüber den auftretenden Bearbeitungskräften deutlich verbessert. Im Vergleich zur bisherigen Generation wurde der Aufbau durch stärkere Lager in einer optimierten Anordnung verstärkt. Damit werden die bei modernen Werkzeugen auftretenden Kräfte auch im Dauerbetrieb besser aufgefangen. Selbst ein minimaler Achsabstand von 22 Millimetern hält den Kräften souverän stand, die beim Eintauchen der Bohrer ins Material mit fünf Metern pro Minute auftreten. Gegenüber dem Stand der Technik bedeutet dies eine Erhöhung der Leistung um das Fünffache. Die auftretenden Kräfte pro Spindel entsprechen dem Gewicht, den ein erwachsener Mann auf die Waage bringt. Die Aggregate haben bis zu sechs horizontale Spindeln.

 

Bearbeitungsrelevante Daten in Echtzeit nutzen


Doch damit nicht genug: Auf dem Aggregat wird zudem das von Atemag entwickelte, auf der Ligna 2015 vorgestellte Betriebsdatenerfassungssystem Atemag Control 4.0 integriert. Auf dem eingebauten Chip werden bearbeitungsrelevante Daten nicht nur verarbeitet und gespeichert, sondern auch in Echtzeit ausgelesen. Ganz im Geiste von Industrie 4.0 besteht die Neuigkeit darin, dass zum Beispiel eine Conturex auf die gespeicherten Daten zugreifen und den Fertigungsprozess direkt beeinflussen kann. So lassen sich Prozesse wie Schmierungs- oder Wartungszyklen besser planen. Einflüsse, die den Bearbeitungsprozess verändern, werden vom Aggregat kabellos an die Maschine übertragen, ausgewertet und Gegenmaßnahmen eingeleitet. Dies passiert in Bruchteilen von Sekunden ohne Eingriff des Maschinenbedieners. Die Vorteile liegen auf der Hand: Durch das neue Mehrfachbohraggregat werden Bohrbilder bis zu 60 Prozent schneller gefertigt. Außerdem werden Abweichungen durch den verketteten Prozess sofort erkannt und behoben. Das Wartungs- und Schmierungstool auf dem Chip unterstützt den Bediener dabei, eine hohe Lebensdauer des Aggregates zu erreichen.

www.atemag.de

  

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