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Gehäuselager in Rollengängen und Querförderern

Raue Betriebsbedingungen herrschen im Sägewerk: Um aus dem angelieferten Rundholz in einem weiteren Schritt Schnittholz herzustellen, wird das Holz vereinzelt und der entsprechenden Maschine zugeteilt.

Die dafür erforderlichen Rollengänge und Querförderer müssen äußeren Belastungen wie Staub, Holzpartikeln und Spritzwasser, aber auch extremen Temperaturbedingungen widerstehen.

 


Die H.I.T. Maschinenbau ist einer der führenden Maschinen- und Anlagenlieferanten für die Holz verarbeitende Industrie. Im bayerischen Ettringen entstehen kundenorientierte Lösungen für Säge- und Leimholzwerke, den Fertighausbau und die Fertigung von Massivholzplattenelementen für die Bauindustrie – passgenau auf jede spezielle Anforderung und auf nahezu jede denkbare Raumsituation zugeschnitten. Im Bereich der Rundholzmanipulation bieten die Maschinenbauspezialisten robuste, verschleißarme und langlebige Transportsysteme für Rundholz mit beliebiger Länge und beliebigem Durchmesser für Schwach- und Starkholz an. Dazu gehören Blockzüge in Ein- oder Doppelkettenausführung genauso wie Kegelrollen und Kegelrollengänge, Zentrierwerke, Rollengänge, Querförderer und Transportbänder. Die Fördertechnik findet sich z. B. in der Beschickung von Kreissägen, Pressen oder Hobelmaschinen wieder. Die konzipierten Anlagen entsprechen dabei den Anforderungen nahezu aller Leistungsklassen. So kann die komplette Mechanisierung von der Rundholzaufgabe und -sortierung bis zur Übergabe an die Einschnittmaschine übernommen werden. Wichtig bei allen Anlagen und Maschinen ist die robuste und verschleißarme Ausführung, um den rauen Bedingungen in der Holzverarbeitung standzuhalten.

 

Holzverarbeitung verlangt Robustheit


Findling Wälzlager aus Karlsruhe ist Spezialist für die Produktion, die Beschaffung sowie den Vertrieb von Wälzlagern und beliefert deutsche Industriebetriebe seit mehr als 50 Jahren mit hochwertiger Lagertechnik aus der ganzen Welt. Der Wälzlagerspezialist versteht sich als Komplettlösungsanbieter und hält sowohl Wälzlager in unzähligen Ausführungen sowie ein umfassendes Gleitlager-Sortiment für die Kunden bereit. In den Rollengängen und Querförderern der H.I.T. Maschinenbau kommen Flanschlager vom Typ UCFL 208 zum Einsatz. Die Lagereinheit besteht aus einem abgedichteten UC 208 Lager und einem Graugussflanschlagergehäuse FL 208 mit eingebautem Schmiernippel. Der Wellendurchmesser beträgt 40 mm, die Wellenbefestigung erfolgt mit zwei Madenschrauben.


Gehäuselager bestehen aus einem Lagereinsatz und einem Gehäuse, die fast beliebig untereinander kombiniert werden können. Aufgrund ihrer robusten und korrosionsbeständigen Eigenschaften sind sie montage- und wartungsfreundlich. Im Bereich der Fördertechnik stellen sie die idealen Lager für Anlagenbauer dar. „Bei der Entwicklung und Konstruktion der Transportsysteme für Abschnitt und Langholz kommt es uns vor allem auf die Robustheit und Verschleißarmut der eingesetzten Komponenten an“, erläutert Andreas Baur, Einkaufsmitarbeiter bei H.I.T., die Entscheidung seines Unternehmens für die Flanschlager vom Typ UCFL 208. „Neben der Beständigkeit erwarten wir von unseren Lieferanten der Lagertechnik auch ein angemessenes Preis-Leistungsverhältnis.“ Wälzlagerspezialist Findling kann diese Anforderungen mit seinem breit gefächerten Sortiment erfüllen und beliefert H.I.T bereits seit 2008 mit differenzierter Lagertechnik. „Die Dauer der Zusammenarbeit spricht für unsere Zufriedenheit mit Findling“, meint Andreas Baur, dessen Unternehmen für jeden Einsatzzweck optimal abgestimmte Wälzlagerausführungen erhält. Die Auswahl des Kunden, der Wälzlager in verschiedenen Anwendungen einsetzt, erfolgt konstruktiv in Abhängigkeit von Traglast, Drehzahl und anderen technischen Parametern. Wesentliches Merkmal ist auch die Beständigkeit gegenüber äußeren Einflüssen, ein Temperaturspektrum von -20 bis +60 °C ist in der Holz verarbeitenden Industrie keine Seltenheit.

 

Höchstleistung im Premiumsegment


Das Gehäuselager-Programm bei Findling ist umfangreich. Gerade hat das Unternehmen sein spezielles Xforce-Sortiment um neue, besonders langlebige Gehäuselager für den Schwerlastbereich ergänzt. Diese trotzen auch hohen Belastungen und rauen Umgebungsbedingungen und eignen sich somit zum Beispiel für den Einsatz in Förderstraßen, Baumaschinen, dem Anlagenbau, der Landwirtschaft oder im klassischen Schwermaschinenbau. Für extreme Belastungen der Gehäuse bietet Findling die Ausführung „Extra Solid“ an. Durch eine verstärkte Basis ist das Gehäuse wesentlich unempfindlicher gegen Bruch, die Belastbarkeit erhöht sich um ein Vielfaches. „Durch die massive Befestigungsfläche wird ein Bruch der Stege durch Überbelastung vermieden“, so Steffen Reinbold, Leiter Technik und Entwicklung bei Findling. „Während es im Test bei speziellen Überbelastungs-Szenarien zum Bruch des Lagereinsatzes kam, hielt das Gehäuse selbst den enormen Belastungen unversehrt stand.“ Abgesehen von der robusten Konstruktion wird eine Verbesserung der Lebensdauer vor allem durch den Einsatz von Sonderfetten mit Hochlastadditiven (EP-Zusätzen) erzielt. Diese haben besondere verschleißmindernde Eigenschaften und gewähren einen ausgezeichneten Korrosionsschutz.


Die Kombination aus robuster Konstruktion und optimaler Befettung wirkt sich positiv auf die Lebensdauer der Lager aus: Gemäß repräsentativen Vergleichstests mit ausgewählten Typen konnte laut Findling gegenüber Premium-Produkten mit handelsüblicher Standardbefettung und Ausstattung eine 6- bis 15-fache Steigerung der Lebensdauer nachgewiesen werden. „Aber auch die Rillenkugellager der Xforce-Serie und alle Produkte unseres eXtreme-Sortiments überzeugen mit einer überdurchschnittlichen Lebensdauer“, so Reinbold. Bei der eXtreme-Serie wird bewährte Lagertechnik auf die jeweiligen Anforderungen zugeschnitten – ein Konzept, das ein gutes Preis-Leistungsverhältnis bei kurzfristiger Verfügbarkeit ermöglicht.

 

Kompaktgehäuse mit integriertem Pendelrollenlager


Extrem robust sind auch die Wälzlager der innovativen SRU (Spherical Roller Units) Serie des japanischen Herstellers FYH. Hierbei handelt es sich um montagefreundliche Gehäuselagereinheiten mit abgedichteten Pendelrollenlagern statt der üblichen kugelgelagerten Lagereinsätze. Diese Ausführung kann geteilte Gehäuselager ersetzen, in denen das Lager, Dichtungssystem, Spannhülse und Festringe separat gekauft und aufwändig montiert und gefettet werden müssen. Das Gehäuse aus hochfestem Gusseisen verbessert die Tragzahlen gegenüber Standard-Gehäuselagern deutlich. Wesentliches Merkmal der einbaufertigen Lösung ist die dreifache Lippendichtung, die sich um ± 2° selbst ausrichten und somit Fluchtungsfehler und Wellendurchbiegungen ausgleichen kann. Auch bei maximaler Ausgleichsstellung des Lagers wird der positive Kontakt mit einem speziellen Dichtungsblech dauerhaft gehalten. „Das Dichtungssystem ist einzigartig“, so Steffen Reinbold. Ein neues Design schützt die SRU-Lager gegen Verschmutzungen. Sie lassen sich sowohl als Fest- als auch als Loslager einsetzen und halten dank der speziellen Befettung einem Temperaturbereich von -40 bis 170 °C stand.

www.findling.com

 

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