Bild: Igus
Ein Baukastensystem für maximale Freiheit

Mit der Entwicklung neuartiger Hochleistungskunststoffe können Lineargleitlager heute gegenüber Kugelumlaufführungen in immer mehr Anwendungen zum Einsatz kommen.

Sie ermöglichen den freien Lauf auf der Linearachse wie auch der Ideen der Konstrukteure. Aus der drylin-W-Baureihe von igus ist mit der Zeit durch kontinuierliche Erweiterung des Programms ein ganzes Baukastensystem entstanden.  


Tribologisch optimierte Hochleistungskunststoffe erlauben in drylin- Lineargleitlagern von igus den Einsatz komplett ohne zusätzliche Schmierung. Als Gleitfolien zwischen Schiene und Schlitten sorgen sie für einen ruhigen und leichtgängigen Lauf, ohne dass sich Holzspäne oder Schmutzpartikel daran festsetzen können. Sie sind extrem sauber, widerstandsfähig, korrosionsfrei, leicht und kostengünstig. Aus dem Angebot unterschiedlichster Schienen- und Gleitfolienkombinationen können Konstrukteure ihre Lösungen ganz nach den individuellen Anforderungen aus den verschiedensten Schubladen des Baukastens zusammenstellen.

 

Verschiedenste Schienenmaterialien


Das Standardmaterial für Schienen aus dem drylin-Baukasten ist hartanodisiertes Aluminium, das die besten Reibwerte in Kombination mit iglidur-Werkstoffen als Gegenlaufpartner erzielt. Für besondere Anwendungsfälle bietet der drylin-W-Baukasten jedoch auch speziellere Werkstoffe wie Edelstahl, der chemikalienbeständig ist. Auf der Hannover Messe 2015 stellte igus außerdem eine Linearführung mit einer Schiene komplett aus kohlefaserverstärktem Kunststoff vor. „Die Stärken des sogenannten Carbon liegen auf der Hand“, so Stefan Niermann, Leiter des Geschäftsbereiches drylin Linear- und Antriebstechnik bei igus. „Es ist extrem leicht, unmagnetisch und zeichnet sich durch eine hohe Steifigkeit aus.“

 

Iglidur-Werkstoffe für fast jede Anwendung


Für unterschiedliche Anwendungsfälle sind nicht nur verschiedene Schienenmaterialien, sondern auch verschiedene Kunststoffe als Gleitfolien nötig. So gibt es bei igus im drylin-W-Baukasten Schubladen mit fünf verschiedenen iglidur-Werkstoffen. Beispielsweise den FDA-konformen Werkstoff iglidur A180, den Dauerläufer auf Stahl- und Edelstahlwellen iglidur E7 oder auch iglidur X für extreme Temperaturen von - 100 bis + 250 °C. Dieser erzielt beste Reibwerte auf hartverchromtem Stahl und erreicht die längste Lebensdauer auf gehärtetem Edelstahl. Sämtliche Werkstoffe sind als leicht einzubauende Gleitfolien erhältlich, die einfach in die Gehäuselager eingeclipst werden können. Eine offene Geometrie und eine formschlüssige Axialsicherung erleichtern zudem die Montage und sichern den festen Halt der Folie im Gehäuse.

 

Immer mehr Freiheiten kommen hinzu


Weitere Innovationen wie etwa Handklemmungen runden den Baukasten von drylin W ab. Hier kann der Schlitten einfach per Hand festgestellt werden. Diese simple Lösung lässt sich ebenfalls bei bereits bestehenden Systemen nachrüsten. Weitere Besonderheiten sind außergewöhnliche Konstruktionen. Zu den Produktneuheiten dieses Jahres innerhalb der drylin-W-Familie zählen unter anderem Linearführungen, die kurvenförmige Verfahrwege ermöglichen. Das bahnt den Weg für völlig neue Designkonzepte. Die gebogenen Führungsschienen bestehen aus Aluminium und einer äußerst widerstandsfähigen, hartanodischen Beschichtung. Angepasste Schlitten realisieren dabei Kurvenfahrten ohne Verkanten und Verklemmen. Innerhalb bestimmter physikalischer Grenzen können Anwender ihren eigenen Biegeradius wählen. Das Besondere an dem drylin-W-Baukasten ist jedoch seit jeher, dass sich stets neue Schubladen auftun und neue Lösungen bieten. Beispielsweise ein Komplettsystem mit vorgebohrter Rasterung. Diese kann die optimale und schnelle Positionierung des Schlittens per Hand auf der Schiene ermöglichen. Eine Kugelrastung an der Unterseite des Schlittens sorgt dabei für die schrittweise Arretierung.


„Solange es neue Ideen für Anwendungen gibt, wird das drylin-W-Baukastensystem weiter wachsen“, ist sich Niermann sicher. „Doch was nützen die besten Komponenten, wenn sie nicht rechtzeitig verfügbar sind?“ Die Entwicklungszyklen für individuelle Kundenapplikationen werden heute immer kürzer. Bei igus bedeutet das: Sämtliche Standard-Produkte der bestehenden Lineargleitlager-Baureihen können rund um die Uhr online abgerufen werden. Mithilfe eines Konfigurators werden Komponenten mit wenigen Mausklicks ohne Registrierung ausgewählt, berechnet, konfiguriert und bestellt. Standardisierte Linearführungen liefert igus innerhalb von 24 Stunden, konfigurierte Linearachsen mit Zubehör innerhalb von drei bis fünf Tagen.

www.igus.de  


Über igus:

Die igus GmbH ist ein weltweit führender Hersteller von Energiekettensystemen und Polymer-Gleitlagern. Das familiengeführte Unternehmen mit Sitz in Köln ist in 36 Ländern vertreten und beschäftigt weltweit über 2 700 Mitarbeiter. 2014 erwirtschaftete igus mit motion plastics, Kunststoffkomponenten für bewegte Anwendungen, einen Umsatz von 469 Millionen Euro. Das Unternehmen betreibt nach eigener Aussage die größten Testlabore und Fabriken in seiner Branche, um dem Kunden innovative, auf ihn zugeschnittene Produkte und Lösungen in kurzer Zeit anbieten zu können.

 

 

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