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Schmutz und Staub als Ursache von Maschinenausfällen

Schaltschränke, die in industriellen Anwendungen zum Einsatz kommen, müssen zuverlässig gegen Schmutz- und Staubeintritt geschützt werden.

Denn ein nicht unerheblicher Anteil der Schaltschrankausfälle ist auf zu starke Verschmutzung zurückzuführen. Zuverlässige Lösungen bietet hier icotek.

 

Schmutz und Staub sind oft elektrisch leitfähig und thermisch isolierend. Durch die Ablagerung im Schaltschrank kann es zu Kurzschlüssen oder zur Überhitzung von Komponenten kommen, was wiederum zu Maschinenausfällen führen kann. Vor allem der Schaltschrankboden kann zur Schwachstelle werden. Viele der in einem Schaltschrank eingebauten Komponenten erzeugen Wärme, die nach oben steigt. Sind der Schaltschrank und die Kabeleinführungen am Schaltschrankboden nicht dicht genug, wird durch die aufsteigende Warmluft ein Kamineffekt erzeugt. Damit gelangt durch feinen Staub verunreinigte Luft in den Schaltschrank und setzt sich im Inneren ab. Aber auch bei nicht ausreichend abdichtenden Kabeleinführungen von der Schaltschrankdecke kann der Schaltschrank von innen verschmutzen oder sogar Wasser eindringen. Die Schaltschränke selbst weisen Schutzart IP54 /IP55 auf, solange sie unbearbeitet und nicht mit Leitungen bestückt sind. Zuverlässig abdichtende Kabeleinführungssysteme spielen daher eine entscheidende Rolle bei der Sicherstellung des Betriebes.


Die Realität sieht oft so aus, dass unzureichend dichte Kabeleinführungssysteme verwendet werden. Schaltschränke sind im Bodenbereich meist ähnlich aufgebaut. Standardmäßig sind werkseitig angebrachte Bodenbleche befestigt. Für die Einführung der Leitungen werden diese teilweise entfernt, um genügend Platz zu erhalten, oder es werden Moosgummiprofile angebracht, zwischen denen die Leitungen eingeführt werden. Das Problem ist, dass Moosgummi nicht unbedingt ein geschlossen poriges Material ist und somit nicht zwingend dicht sein muss. Werden in einer Moosgummieinführung mehrere Leitungen – zudem mit unterschiedlich großen Kabeldurchmessern – geführt, kann von Dichtigkeit keine Rede mehr sein. Denn die Moosgummiprofile sind nicht so flexibel, dass sie sich um die Kontur der Leitungen schmiegen können. Die Folge sind offene Stellen zwischen und um die einzelnen Leitungen herum, durch die Schutz und Staub ungehindert eindringen können. Teilweise werden auch Tülleneinführungen verwendet, die nicht passend zum Kabeldurchmesser zugeschnitten wurden oder gleich mehrere Leitungen aufnehmen, was bei verschmutzter Umgebungsluft ebenfalls fatale Folgen haben kann.

 

Staubdichte Kabeleinführung im Schaltschrank


Die patentierten Schaltschrank-Bodenbleche der KDR-Baureihen von icotek, Eschach, lösen das Problem der Schaltschrankverschmutzung und sorgen für eine staubdichte und sichere Kabeleinführung. Bei allen Bodeneinführungssystemen wurde besonders darauf geachtet, dass der Anwender keine Blecharbeiten ausführen muss – die Systeme werden montagefertig geliefert. Ein weiterer anwendungstechnischer Vorteil ist, dass die Montage und Bestückung vom Inneren des Schaltschranks erfolgt und nahezu die gesamte Schaltschrankbodenfläche zur Verfügung steht. Die KDR-Bodeneinführungssysteme ermöglichen es zudem, Nachrüstung und Wartungsarbeiten bei laufendem Betrieb durchzuführen, ohne dass Leitungen abgeklemmt werden müssen. Alle Systeme erreichen die Schutzart IP54.


Bei der Baureihe KDR-ESR handelt es sich um ein einteiliges Bodenblech, das über werkseitig vormontierte Einschübe verfügt, in die icotek Kabeleinführungsleisten KEL-U oder KEL-Jumbo montiert werden. Sie werden entweder vor oder nach der Bestückung in den jeweiligen Einschub des Bodenblechs geschoben und fixiert. Die teilbaren Kabeleinführungsleisten eignen sich zur Einführung von Leitungen im Durchmesserbereich von 2 bis 65 Millimeter. Nicht benötigte Ausbrüche können mit Blindplatten abgedichtet werden. Der Schaltschrankboden wird abschließend mit den Standardbodenblechen des Herstellers wieder verschlossen.


Das Bodenblech KDR2 ist ein zweiteiliges Bodenblech, auf das sich die Kabeleinführungsleisten KEL und KEL-Jumbo ohne großen Aufwand aufschrauben lassen. Auch mit dieser Bodeneinführung können Leitungen im Durchmesserbereich von 2 bis 65 Millimeter eingeführt und sicher mit IP54 abgedichtet werden. Die icotek Bodenbleche sind passend zum Beispiel für Schaltschränke Rittal TS8.


Das modulare und flexible System KDR-BMP für Rittal-TS-Schränke ist ein einteiliges Schaltschrankbodenblech, das werkseitig mit Ausbrüchen und Befestigungsbohrungen für Modulplatten geliefert wird. Die Modulplatten wiederum sind für die Montage unterschiedlicher Kabeleinführungssysteme vorbereitet. Eine große Auswahl an Modulplatten macht es dem Anwender einfach, die für seine Anwendung passende Lösung zusammenzustellen. Werden nicht alle Ausbrüche benötigt, können sie mit Blindplatten verschlossen werden, was für zusätzliche Flexibilität sorgt. Zur Montage im Schaltschrank werden die werkseitig mit dem Schaltschrank gelieferten Bodenbleche entfernt. Der einteilige Kabeldurchführungsrahmen KDR-BMP, der die gesamte Bodenfläche sicher verschließt, lässt sich auf einfache Weise auf den Schaltschrankrahmen im Bodenbereich einsetzen und fixieren. Mit dem KDR-BMP-System können Leitungen mit und ohne Stecker von 2 bis 115 Millimeter zuverlässig, schnell und dicht in den Schaltschrank eingeführt werden. Die Modulplatten, die zur Aufnahme unterschiedlicher Kabeleinführungssysteme vorbereitet sind, können neben dem Einsatz im Schaltschrankboden auch für die Kabeleinführung über die Schaltschrankdecke oder an Trennwänden eingesetzt werden.

www.icotek.com

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