Bild: extragroup
Professionelle Tischlersoftware im Handwerksbetrieb

Eine moderne softwaregesteuerte Auftragsabwicklung, Zeiterfassung, Vor- und Nachkalkulation von Aufträgen, 3D-CAD-Planung mit Maschinenausgabe – was in der industriellen Möbelfertigung selbstverständlich ist, lohnt sich auch für handwerkliche Betriebe: Die Tischlerei Backmann geht mit Vectorworks interiorcad und profacto in die Zukunft.


Die Tischlerei Backmann hat ihren Sitz in Senden, vor den Toren Münsters. In dritter beziehungsweise vierter Generation und mit fast 100-jähriger Tradition führen Reinhold und Christian Backmann den Betrieb. Das Kerngeschäft: Hochwertiger Inneneinrichtungsbau. Im Privatkundenbereich umfasst das neben Küche oder Schlafzimmer auch Badezimmer mit Wellnessbereich und Sauna. „Wir schätzen die enge Zusammenarbeit mit Designern und Innenarchitekten. Zu unseren langjährigen Partnern zählen unter anderem der Designer Dieter Sieger, die Innenarchitektin Cornelia Lauscher und der Architekt Christoph Roters, alle aus Münster, sowie der Mindener Innenarchitekt Rainer Mertens“, sagt Juniorchef Christian Backmann. Im Geschäftskundenbereich der Tischlerei fertigen 27 Mitarbeiter Praxis-, Büro- und Ladeneinrichtungen. Ein besonderes Aushängeschild: Der Ladenbau des Unternehmens Zumnorde, gerade hat man das Schuhhaus Vogelsang in Dortmund fertiggestellt.

 

Software, die essenzielle Bedeutung hat


Um bei diesen Projekten den Überblick zu behalten, hat Softwareeinsatz bei der Tischlerei Backmann Tradition und essenzielle Bedeutung. Christian Backmann: „Ich möchte die Zahlen fortlaufend im Blick haben und mich nicht von der Betriebswirtschaftlichen Auswertung des Steuerberaters überraschen lassen.“ Eine Branchensoftware gab es im Betrieb schon. Dann entschied man sich vor sechs Jahren für Vectorworks interiorcad – und hat es nie bereut. Darum kam später die Branchensoftware profacto von extragroup hinzu. „Wir wollten einen Ansprechpartner für unsere Tischlersoftware“, erzählt Backmann weiter. Außerdem müsse Tischlersoftware so gemacht sein, dass Handwerker und nicht nur IT-Fachleute damit zurechtkommen. Extragroup gestaltet die Software daher seit Jahren einfacher und benutzerfreundlicher.

 

Zeiterfassung, die Spaß macht


Ein neuer Auftrag wie das Schuhhaus Vogelsang wird zunächst in der profacto Schnellkalkulation grob kalkuliert. „Man weiß in der Praxis nie genau, was kommt. Trotzdem müssen wir einen Angebotspreis abgeben und uns daran halten.“ Anhand eines Kostenstellenplans werden grobe Zeiten, anhand einer Eingabemaske für Material werden benötigte Vorleistungsgüter auf der Basis von Erfahrungswerten berechnet. Diese Berechnung wird im laufenden Projekt mit den tatsächlich anfallenden Zeiten und Materialkosten verglichen. Das hilft Kosten zu sparen und beim nächsten Mal besser zu kalkulieren, weil Gewinne und Verluste transparent werden. Ein lohnenswerter Weg, der nach und nach realisiert wird. Nächster Schritt: Die Fixkosten feiner abbilden. Die fallen ja auch noch an.


Zeiterfassung? Das klingt nach Stechuhr. Muss es aber nicht sein. Seit Neuestem gibt es in der Tischlerei Tablets, an denen die Mitarbeiter die Zeiten in eine einfache Maske eingeben. „Die neue Web-Zeiterfassung macht den Mitarbeitern Spaß, ist umweltfreundlich und spart obendrein Geld“, so Backmann. „Die alten Zeiterfassungsterminals waren voll ausgestattete Rechner mit eigenem Betriebssystem, die man ständig aktuell halten musste. Davon ist einer schnell teurer als zehn Tablets und verbraucht deutlich mehr Strom.“ Würde man heute besonders stromsparende PCs und Monitore für die Zeiterfassung anschaffen, wäre ihr Stromverbrauch mindestens so hoch wie der von zwölf Tablets. Ältere oder deutlich leistungsfähigere PCs können einen Stromverbrauch von 100 Tablets oder mehr haben.

 

Projektabwicklung, die analog und digital mischt


Bei Backmann werden nach der Auftragserteilung oft 3D-Visualisierungen in Vectorworks interiorcad erstellt. Daraus ließen sich sofort CNC-Programme generieren. Auch Stücklisteninformationen sind in der Zeichnung schon vorhanden. Die Funktionen werden aber noch nicht genutzt. „Da müssen wir besser zu werden. Künftig möchten wir die Maschinenübergabe Vectorwop und die Schnittstelle zu profacto nutzen“, sagt der Juniorchef. So erhält er gleich alle nötigen Maschinenprogramme im WOP und Bestellvorschläge für Materialien in der Branchensoftware.


Beim Schuhhaus in Dortmund waren die Pläne vorhanden, sodass die Bestellungen direkt angelegt wurden. Praktisch: „Ist eine Position im Nachhinein teurer als bestellt, weist die Rechnungsprüfung in profacto automatisch darauf hin.“ Auch das Paulus-Lagerkonzept wird seit Jahren mit profacto ohne Zusatzsoftware umgesetzt. Dadurch muss nur eingegeben und bestellt werden, was wirklich nötig ist. Es soll ja wirtschaftlich bleiben. Bei der Abwicklung der Projekte mischt die Tischlerei elegant analog und digital. Die Projektablagestruktur wird aus profacto 1:1 in Büromappen übertragen. Eine 3 x 2,50 m große Wand liefert einen guten Überblick über die laufenden Projekte. Für die Zukunft wünscht sich Backmann, den Vorsprung aufgrund der Durchgängigkeit der Tischlerprogramme noch besser zu nutzen. Denn der Überblick über die Zahlen kann man nie weit genug reichen.


Profacto und Vectorworks interiorcad sind von extragroup in unterschiedlichen Versionen erhältlich. Auch Kleinbetriebe können mit den Einsteigerversionen profacto Small Business und interior xs von einer effizienten Betriebsorganisation und CAD-Planung profitieren.

www.extragroup.de

 

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