Bild: Leitz
,Unser Ziel sind Werkzeuge wie neu‘

Unter diesem Motto rückte Leitz auf der Ligna den Werkzeugservice in den Fokus.

So konnten Interessierte live erleben, was zwischen dem Besuch des Service-Verkäufers und der Rückkehr des Werkzeugs in den Bearbeitungsprozess passiert.

 


Maschinen in Aktion, dieses Bild bestimmte den Messeauftritt von Leitz auf der diesjährigen Ligna. Die Maschinen gehörten zu einer Servicestation, die der Werkzeughersteller auf seinem Stand aufgestellt hatte. Besucher konnten erleben, welche Prozessschritte ein Werkzeug durchläuft, wenn es nachgeschärft oder repariert wird. Warum sich Leitz auf der Ligna das Thema Service auf die Fahnen geschrieben hat? Karl Heinz Rosner, Leiter Service International bei Leitz: „Anwender erwarten zu Recht von ihren Werkzeugen, dass sie vom ersten bis zum letzten Einsatztag die gleiche Bearbeitungsqualität liefern und ihre Standwegpotenziale voll ausschöpfen.“ Dies würde nur gelingen, wenn der Service Qualitätsarbeit leistet. „Die Leistungsfähigkeit eines Werkzeugs hängt unter anderem von der Leistungsfähigkeit des Werkzeugservice ab. Das wollten wir unseren Besuchern mit auf den Weg geben“, so Rosner weiter.


Jedes Werkzeug durchläuft im Service eine ganze Reihe von Prozessschritten, von denen Leitz auf der Ligna neun zeigte. Es geht los mit dem Erfassen, Reinigen und Kennzeichnen. Darauf folgen die Werkzeuginspektion, die Instandsetzung sowie das Schrumpfen und Spannen. Im nächsten Schritt schärfen die Mitarbeiter das Werkzeug nach – der Kernprozess im Service. Zuletzt geht es zum Wuchten und Vermessen. „Unser Ziel bei Leitz ist es, dass die Werkzeuge wie neu sind, wenn sie eine unserer Servicestationen verlassen“, betont Rosner. Deshalb sei jeder Prozessschritt auf hohe Qualität getrimmt. Zum Beispiel arbeitet man bei der Inspektion mit Messgeräten, die die Schneiden bis auf wenige hundertstel Millimeter genau erfassen. Warum dieses aufwendige Verfahren, das im Werkzeugservice durchaus nicht üblich ist? Rosner: „Dadurch können wir exakt bestimmen, wie viel wir beim Erodieren oder Schleifen vom Schneidstoff abtragen müssen, um eine scharfe Schneidkante zu erhalten.“ Zu viel Abtrag verringere die Standwege unnötig, zu wenig Abtrag gehe zu Lasten der Schneidkante. „Nachschärfen ist eine Sache des richtigen Maßes. Je genauer man misst, desto besser.“

 

Identischer Maschinenpark


In den Servicestationen und in den Produktionswerken von Leitz stehen genau die gleichen Maschinenmodelle. „Dadurch erreichen wir in Service und Produktion identische Ergebnisse“, so Rosner. „Eben ein Werkzeug wie neu“, fügt er hinzu. Dass dabei ausschließlich Maschinen der weltweit führenden Hersteller verwendet werden, ist für Rosner eine Selbstverständlichkeit. Zu ihnen pflegt Leitz ständigen Kontakt. „Viele der Hersteller testen ihre neuen Produkte sogar mit unseren Werkzeugen und optimieren sie daraufhin“, bestätigt Rosner. Entsprechend präzise ließen sich die Leitz-Werkzeuge mit den Maschinen bearbeiten.


Zum Service-Team von Leitz gehören nicht nur die Techniker an den Servicestandorten. Leitz-Kunden kommen insbesondere mit den Service-Verkäufern in Kontakt. Sie holen Werkzeuge zur Wiederaufbereitung aus den Unternehmen ab und bringen sie nach dem Service wieder zurück. Aber sie fungieren auch als Berater. Als Allrounder halten die Service-Verkäufer direkten Kontakt zu den Maschinenbedienern und unterstützen sie bei akuten Bearbeitungsproblemen. „Die technischen Verkäufer dagegen übernehmen das Projektgeschäft. Sie sind auf Maschinenbestückungen spezialisiert und bewegen sich vor allem in einer Branche“, schildert Rosner die Rollenteilung.

 

Weltweit einheitliche Standards


Kreativer Kopf des Servicekonzepts von Leitz ist Karl Heinz Rosner, der auf ein zwölfköpfiges Service-International-Team bauen kann. Die Mitarbeiter der Abteilung entwickeln Standards, die Qualität und Wirtschaftlichkeit der Serviceprozesse sicherstellen sollen. Dabei greifen sie auf die Erfahrungen zurück, welche die Mitarbeiter in den weltweit 140 Leitz-Servicestationen jeden Tag machen. Mittels Schulungen und der Zusammenarbeit mit Key Usern an den einzelnen Standorten versorgen sie das weltweite Service-Netz von Leitz mit wichtigem Know-how. Als weiteres Aufgabenfeld kommt die Ausrüstung der Servicestationen von Leitz hinzu. Zuletzt hat das Service-International-Team von Rosner etwa eine neue Leitz-Servicestation in Sri Lanka aufgebaut.

www.leitz.org

15_10_BEFE_leitz_SEI.jpg 

 

Diesen Beitrag und weitere interessante Beiträge finden Sie in HOB 10.2015:

15_10_TITEL_188.jpg

Gerne können Sie HOB 10.2015 bestellen:

E-Mail:  cedra@agt-verlag.de      
oder:      Kontaktformular

AGT Verlag Thum GmbH
Teinacher Straße 34
71634 Ludwigsburg

Vertrieb, Frau Beate Cedra
Tel.: 07141/22 31-56

spacer
Online Werbung @ HOB