Bild: Rippert
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Die Westag & Getalit AG ist ein bedeutender Hersteller von Holzwerkstoff- und Kunststofferzeugnissen mit Sitz im ostwestfälischen Rheda-Wiedenbrück. Für den Bereich Türen- und Zargenfertigung hat Rippert jüngst eine Filteranlage installiert.

Als Westag & Getalit unlängst in eine Kapazitätserweiterung der Produktion investierte, wurde auch eine neue Filteranlage erforderlich.

 

Dabei sollte nicht nur der Spänetransport von der gelieferten Anlage und den vorhandenen Filteranlagen mit Reservekapazitäten sichergestellt werden, im Pflichtenheft stand auch eine Belüftung und Beheizung der Produktionshalle mit großzügiger Luftverteilung. Das setzte ein komplexes Steuerungs- und Automatisierungskonzept für die Rück-, Ab- und Frischluft sowie die Temperaturhaltung während der Maschinenstillstandzeiten voraus. Weil die Filteranlage in einem Mischgebiet aufgestellt werden sollte, musste mit der Neuinstallation aber auch eine erhöhte Geräuschemission verhindert werden. Dies war umso schwieriger, als in der Fertigung ein Mehrschichtbetrieb geplant war. Außerdem wurde von der Filteranlage ein energieeffizienter Betrieb gefordert, was durch eine automatische Anpassung an den tatsächlichen Volumenstrom ohne Abfall der Absauggeschwindigkeit an den Bearbeitungsmaschinen zu gewährleisten war. Voraussetzung war eine effiziente Spänetransportanlage für lange Strecken und hohe Materialbeladungen, die über Ausbaukapazitäten verfügt. Rippert Anlagentechnik, Spezialist für Lackier- und Filteranlagen, Automation sowie Industrieventilatoren mit Sitz in Herzebrock-Clarholz, stellte sich diesen Aufgaben.

 

Anforderungen vollumfänglich umgesetzt


Technisch umgesetzt wurden die Anforderungen von Westag & Getalit mit einer schalltechnischen Verkleidung in zwei Varianten: Zur Halle hin wurde eine reine Zweckverkleidung mit hohem Schalldämpfungspegel installiert, zur Sichtseite fand eine Kombination aus Schallisolierung und den neuen Rippert-Design-Fassadenelementen Anwendung. So fügt sich heute die in Wunschfarbe verkleidete Filteranlage nicht nur harmonisch in das gesamte Erscheinungsbild von Westag & Getalit ein, die sonst technisch anmutende Anlage ist auch kaum noch als Filteranlage zu erkennen – und zu hören. Um die weiteren Anforderungen von Westag & Getalit umzusetzen, wurde darüber hinaus jede Bearbeitungsmaschine mit automatischen Absperrelementen versehen. Gleichzeitig erhielten einzeln steuerbare Aggregate zusätzliche automatische Absperrelemente. Die dadurch mögliche automatische Anpassung auf den tatsächlich benötigten Volumenstrom wurde über eine spezielle FU-Regelung der Absaugventilatoren realisiert. Mittlerweile stellt die hocheffiziente, energiesparende Steuerung eine konstante Absauggeschwindigkeit an den Stutzen der Bearbeitungsmaschinen sicher.


Die neue Spänetransportanlage, die immerhin eine Länge von circa 600 Meter hat, wurde durch das Hochdruckkonzept von Rippert überhaupt erst möglich. Gegenüber konventionellen Transportanlagen erlaubt dieses Konzept hohe Materialbeladungen über lange Strecken. Durch den Einsatz moderner Verdichter in Verbindung mit dem Förderkonzept wurde eine hohe Energieeffizienz erreicht. Die neuen Lüftungsgeräte für die Halle sind in der Lage, Frisch-, Rück- wie auch Umluft variabel anzusaugen. Dafür wird aus einer Vielzahl von Temperatur- und Drucksensoren in der Anlage und der Produktionshalle die erforderliche Luftmenge und Temperatur ermittelt. Aus diesen Werten berechnet die Steuerung die notwendigen Einstellungen der unterschiedlichen Lüftungsklappen. Anders als bei manch herkömmlicher Anlage ist so eine gleichbleibende Luftqualität energieeffizient sichergestellt.

www.rippert.de

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