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8 News + Leute Stationäres, das bewegt Am 12. Oktober fand in Asperg bei Ludwigsburg der 1. HOB-Day statt, veranstaltet vom agile technik verlag und der Fachzeitschrift HOB Die Holzbearbeitung. Rund 80 Besucher nutzten die Gelegenheit, sich zur Stationärbearbeitung von Möbeln unter den Bedingungen der zunehmenden Digitalisierung zu informieren. Zehn Vorträge zu den Schwerpunkten Möbelbau, CNC-Bearbeitungszentren und Digitalisierung waren Inhalt des 1. HOB-Days, von dem Vertreter industrieller und handwerklicher Betriebe gleichermaßen angesprochen waren. Fragen, deren Beantwortung sich durch die gesamte Veranstaltung   11.2017 zog, waren unter anderem: Welche Konsequenzen für die Möbelfertigung ergeben sich aus den veränderten Kundenwünschen? Was bedeuten diese Veränderungen für die Fertigung mit Bearbeitungszentren? Welche Entwicklung nehmen Softwaresysteme wie CAD/CAM oder ERP? Oder: Welche Auswirkungen ergeben sich für die Werkzeugnutzung? Dass die Diskussion auf Bearbeitungszentren fokussiert war, von da aus aber immer wieder auf andere Technologien ausstrahlte, war gewollt. Denn von der detaillierten Betrachtung eines Prozessschrittes ausgehend, wurde stets die gesamte Fertigung im Blick gehalten. Wissenschaftler, Anwender, Softwarehersteller Nach einer Einführung in die Veranstaltung durch HOB-Chefredakteur Michael Hobohm eröffnete Martin Kimmelmann, Gruppenleiter Verbundwerkstoffbearbeitung am Institut für Werkzeugmaschinen der Universität Stuttgart, das Vortragsprogramm. Er referierte zu Entwicklungstendenzen und Trends bei CNCBearbeitungszentren und gab die Ergebnisse einer Studie wider, die anhand von Experteninterviews und einer Analyse der am Markt verfügbaren Bearbeitungszentren erstellt worden war. Daran schloss sich der Bericht eines Komplettanbieters für Büro- und Sitzmöbel- sowie Raumsysteme an: Dirk Fischer, Vorstand Produktion/Technik bei König + Neurath in Karben, thematisierte unter dem Titel ,Programmierst Du noch oder digitalisierst Du schon?‘ Anforderungen von Markt und Kunden, resultierende, digital unterstützte Prozessänderungen in der Fertigung sowie mögliche Datenmodelle als Basis einer durchgängigen Variantenkonfiguration. Olaf Schiele, Leiter Branchenlösung Holz für DACH bei DPS Software in Dortmund, trug vor unter dem Titel ,Prozesskette Möbelkonstruktion – vom Design bis zum NC-Programm‘ zu integrierten Prozessabläufen, Entwicklungstrends in Tischlereien, individualisierten Produktionsmodellen sowie vernetzten Fertigungssystemen, mit denen sich die Wertschöpfungskette optimieren lässt. Dem folgte der Vortrag von Arno Sturm, Geschäftsführer von 3Tec automation in Vlotho, der Fertigungsleittechnik in der Möbelfertigung für kleine, mittlere und große Betriebe zum Inhalt hatte. Spezifische Anwendungsbeispiele machten wiederholt deutlich, dass sich der Aufbau einer unternehmensspezifisch ausgerichteten Fertigungsleittechnik für Betriebe jeglicher Größe lohnt. Innovative Fertigungstechnik Nachdem Vertreter von Wissenschaft, Praxis und Software zu Wort gekommen waren, traten im nächsten Vortragsblock Hersteller von Bearbeitungszentren in die Diskussion ein. Den Anfang machten Friedhelm Rempp, bei Homag in Schopfloch für das Produktmanagement von CNC-Bearbeitungszentren verantwortlich, und Manfred Weid, technischer Gesamtbetriebsleiter bei Georg Ackermann in Wiesenbronn. Wechselseitig sprachen sie zu digitalisiertem Workflow und innovativer Fertigungstechnik bei Ackermann, auf t Rund 80 Teilnehmer zählte der 1. HOB -Day am 12. Oktober in Asperg (Bilder: agt) u Zehn Vorträge zu drei eng verbundenen Schwerpunkten prägten die Veranstaltung q Die Pausen wurden für das Networking und weiterführende Diskussionen genutzt


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