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106 LIGNA Moderne Technologien im Treppenbau Virtual Reality und Augmented Reality sind heutzutage fast jedem ein Begriff. Nicht selten wird berichtet, dass Menschen mit VR-Brillen so tief in virtuelle Welten eintauchen, dass sie alles andere um sich herum vergessen. Neben all dem Spaß stellt sich die Frage, wie man solche Technologien in der Industrie einsetzen kann. p Mit der AR-Brille Hololens lässt sich die Realität um virtuelle Elemente erweitern – etwa um einen Treppenentwurf (Bild: Compass Software) Die Möglichkeiten von Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) sind beinahe grenzenlos. Auch im Treppenbau gibt es bereits Firmen, die diese Technologien Wir stellen aus:   5.2017 nutzen und Software für VR- und AR-Brillen entwickeln. Ein Beispiel ist die Compass Software GmbH. Die Dortmunder Firma entwickelt Software für den Holz- und Treppenbau und bietet CNC-Anbindungen an alle gängigen Maschinen. Auf der Ligna in Hannover wird das Unternehmen neben dem Einsatz von Virtual Reality ihre neuesten Entwicklungen für die Anwendung von Augmented Reality im Treppenbau präsentieren. Virtuelle und erweiterte Realität erleben Compass Software ermöglicht es schon jetzt, Treppendesigns mit einer VR-Brille vorzuführen. So können sich Treppenbauer ein besseres Bild von ihren Treppenentwürfen machen, aber die Brille auch als wirksames Verkaufswerkzeug einsetzen, mit dem sie ihre Kunden beraten und überzeugen. In VR ist es möglich, einen ganzen Raum virtuell zu sehen. Treppen lassen sich damit ebenso darstellen wie Türen, Fenster oder Möbel. Wenn sich der Nutzer dann dreht, wirkt es, als würde er in einem fertig eingerichteten Raum stehen. Der Trend heißt Augmented Reality Die Microsoft Hololens ist eine AR-Brille, durch die eine erweiterte oder gemischte Realität entsteht. Blickt man durch die Brille, lässt sich – anders als bei einem VR-Modell, mit dem man in eine komplett virtuelle Welt eintaucht – die Realität um eine digitale Ebene erweitern. Der Nutzer sieht durch die Brille die reale Umgebung, hat aber die Möglichkeit, virtuelle Elemente gezielt einzublenden. Ein solches Tool ist gerade in der Architektur interessant, und die Möglichkeiten für Treppenbauer reichen sehr weit. Obwohl viele Entwicklungen noch Zukunftsmusik sind, kann Compass Software auf der Ligna schon einen Prototypen präsentieren sowie Treppen und Materialien in die reale Umgebung projizieren. So sind Treppenbauer und Endkunden in der Lage, schon im Rohbau unterschiedliche Materialen und Details im Verhältnis 1:1 auszuprobieren und zu beurteilen, wie verschiedene Treppen aussehen werden. Und sie können sich sicher sein, dass alle Details zueinander passen. Damit ist AR schon jetzt ein wirkungsvolles Verkaufswerkzeug. In Zukunft werden aber noch weitere Einsatzbereiche hinzukommen. AR-Brillen in Produktion und Montage Neben den vielseitigen Optionen im Konstruktions und Präsentationsbereich können die Brillen in Zukunft auch bei der Produktion zum Einsatz kommen. Vorstellbar ist, dass AR-Brillen zum Beispiel in der Werkstatt und der CNC-Produktion verwendet werden. So könnten sie benutzt werden, um Teile per Barcode zu erkennen oder Laser zu ersetzen. Lasermarkierungen könnten mit der AR-Technik direkt auf die Teile projiziert werden. Außerdem ist denkbar, dass die Brillen dazu dienen, Skizzen bei der Montage zu ersetzen. So wäre der Prozess mit weniger Fehlern behaftet, weil keine Gefahr besteht, dass Skizzen oder Stücklisten verlorengehen, und weil Monteure die Skizze direkt vor Augen haben und sehen, wo und wie sie ein Teil einsetzen müssen. u www.compass-software.de  12–B01 Halle 12 Stand B76 HOB


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