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www.hob-magazin.com Informationen in Echtzeit abrufen Produktentwicklungen in den Bereichen vorbeugender Brandschutz und Messtechnik, die durch verbesserte Systemintegration einen wichtigen Beitrag zu Industrie 4.0 leisten können, stellt Fagus-Grecon auf der Ligna vor. Zukünftig wird die Integration der Grecon-Funkenmeldezentrale in die kundeneigene Maschinensteuerung auch über Profinet möglich sein. Mit diesem führenden Ethernet-Standard für die Automatisierung stellt das Alfelder Unternehmen neben Powerlink zwei standardisierte Feldbusanbindungen zur Verfügung, um alle Zustände des Systems an zentraler Stelle erfassen und auswerten zu können. Eine dezentrale Architektur der Anlage ist damit möglich. Die Ereignisdaten der Sicherheitseinrichtungen können auf einfache Weise mit den Daten der Prozesssteuerung verbunden werden. Dadurch eröffnen sich detaillierte Analysemöglichkeiten zur Optimierung der Produktionsanlage im Hinblick auf einen sicheren Betrieb. EtherNet/ IP als dritter offener Standard ist kurzfristig verfügbar. Risiko von Glimmbränden senken Vorgestellt wird in Hannover auch ein neuer Thermomelder, der flexibler als bisherige Versionen die Oberflächentemperaturen überwacht. Über drei Anlegefühler kann an frei wählbaren Stellen die Oberflächentemperatur gemessen werden. Überschreitet die Temperatur einen festgelegten Grenzwert, wird das Aggregat automatisch abgeschaltet. Auf diese Weise kann das Risiko von Glimmbränden, die von Staubablagerungen auf Gehäuseoberflächen herrühren, erheblich gesenkt werden. Außerdem eröffnen die zusätzlichen, sehr genauen Temperaturwerte neue Analysemöglichkeiten, um etwa präventive Handlungsmaßnahmen abzuleiten. Konstante Materialverteilung sichern Zunehmend werden auch messtechnische Systeme aus dem Hause Fagus-Grecon in kundenspezifische Anlagensteuerungen eingebunden. So steuert der Formator die konstante Materialverteilung in der Matte, eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine gleichbleibende Produktqualität in der Holzwerkstoffproduktion. Über einen automatischen Regelprozess lassen sich damit nicht nur Materialschwankungen innerhalb einer Kommission, sondern auch in der einzelnen Platte reduzieren. Dieser Regelprozess basiert auf einer Detektion der Materialschwankungen vor der Presse im Formstrang. Die Messdaten werden automatisch über einen Regelkreis an das vorgelagerte Formgebungswerkzeug rückgeführt, in diesem Fall an den segmentierten Scalper. Der Scalper regelt die Materialverteilung umgehend durch gezieltes Ansteuern der Walzen, die durch Heben und Senken die lokalen Schwankungen eliminieren. Über diesen Regelprozess wird ein Soll-Profil des Flächengewichts über die Mattenbreite realisiert. Faserqualität beurteilen Mit Fiberview, dem optischen Inline-Messsystem zur Beurteilung der Faserqualität, wird eine Qualitätskennzahl generiert, die die Einstellung der Refiner-Scheiben automatisch regeln kann. In der Evaluierungsphase des Systems wurde durch zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen ein Zusammenhang zwischen Refinereinstellung und Faserqualität bestätigt. Basierend auf den Daten kann eine faserqualitätsbasierte Refinerregelung entwickelt werden. Der Fiberview übergibt per OPC-Schnittstelle dem Regler die aktuellen Ist-Werte für die Shiveanzahl. Der jeweilige Regler passt den Mahlscheibenabstand so an, dass die aktuelle Shiveanzahl stets im definierten Toleranzfenster liegt. Die erste faserqualitätsbasierte Refinerregelung ist seit Ende letzten Jahres mit großem Erfolg im Einsatz. u www.fagus-grecon.com  26–C42


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