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66 LIGNA Mit Liebe zum Detail ... und Einfühlungsvermögen plant und fertigt ad hominem (lat.: auf den Menschen gerichtet) Bau- und Möbelarbeiten nach historischem Vorbild. Gearbeitet wird fast ausschließlich in Massivholz, weshalb man kürzlich in eine Breitbandschleifmaschine investierte. Dass man Kündig in letzter Minute vorzog, hatte gute Gründe. Man trifft nicht täglich einen Tischler, der sein Haus und seine Werkstatt selbst gebaut hat. Und nicht nur das, er hat sogar das Holz dafür selbst geschlagen – insgesamt 110 fm. Nach Mondphase selbstredend. „Die wussten früher genau, was sie taten. Mondphasenholz ist leichter zu bearbeiten, reißt weniger und steht besser“, ist Heinrich Feldhaus überzeugt. Dazu passt, dass er sich im Lauf der Jahre immer mehr auf Massivholzarbeiten und historisch korrekte Sanierungen und Repliken spezialisiert hat. Mit der Innenarchitektin Maria Penniggers scheint er dafür die richtige Partnerin an seiner Seite zu haben. „Wir sind beide detailverliebt“, meint Feldhaus. Dementsprechend   5.2017 sind ihm detailversessene Arbeiten, wie er sie nennt, am liebsten – prächtige hanseatische Küchen etwa, in dunkler Eiche mit wunderschön kontrastierenden Arbeitsflächen aus cremefarbenem Travertin. Oder hohe, klassisch weiße Füllungstüren mit Füllungstürstockverkleidungen. Platten kämen ihm für solche Arbeiten nicht ins Haus: „Heute machen viele eingeleimte MDF-Füllungen und wundern sich dann über Risse, weil MDF anders arbeitet als das Massivholztürfries. Abgeplattete Füllungen muss man aus Massivholz machen, dann kann alles arbeiten.“ Investition will gut überlegt sein Der kleine Betrieb mit drei Mitarbeitern in Wallenhorst Hollage nahe Osnabrück ist für die Massivholzverarbeitung modern und solide ausgerüstet, sogar ein CNC-Bearbeitungszentrum steht zur Verfügung. „Die Maschineninvestitionen sind für einen Betrieb  16–D19 unserer Größe aber eine spürbare Belastung“, stellt Feldhaus klar. „Das will alles gut überlegt sein.“ Als der Kauf einer neuen Breitbandschleifmaschine anstand, war deshalb ein Besuch der Ligna für ihn naheliegend. „Ich wollte auch schon eine Maschine kaufen, zögerte aber noch. Das war unser Glück.“ Bei einer weiteren Runde durch das schier unüberschaubare Maschinenangebot in Hannover sei er dann auf dem Messestand von Kündig gelandet: „Dort habe ich mich auf Anhieb wohlgefühlt, weil man bei Kündig nicht überheblich war. Ich bin schließlich Kunde und kein Bittsteller.“ Noch auf der Messe konnte er Probeschleifen, was ihn weiter überzeugte: „Die Oberfläche war sehr schön und überhaupt machte die Kündig Premium auf mich einen wertigeren Ein-


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