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12 Branche ¢  Holzpackmittelindustrie mit deutlichem Produktionsplus Die Hersteller von Paletten konnten im vergangenen Jahr ihre Produktionsmengen weiter steigern. Die Fertigung von Paletten aus Holz legte bei den HPE-Betrieben mit mindestens 20 Beschäftigten um 7,3 Prozent zu. Der korrespondierende Produktionswert kletterte dabei um 5,3 Prozent, was auf einen leichten Rückgang der Durchschnittspreise schließen lässt. In Stückzahlen ausgedrückt: Während 2016 mit fast 103 Millionen Stück erstmals die 100-Millionen-Grenze überschritten wurde, betrug die Produktionsmenge im Jahr 2017 bereits rund 110 Millionen Paletten. Auch bei den Kisten ging es mit der Nachfrage ordentlich aufwärts: Hier legte die Menge des verarbeiteten Holzes von 2016 auf 2017 um gute 14,6 Prozent auf rund 1,6 Millionen Kubikmeter zu. Leicht rückläufig war bei den Kisten nur der Produktionswert, der 2017 um 2,2 Prozent sank. „Insgesamt spiegelt sich in den deutlich gestiegenen Fertigungsmengen die gute konjunkturelle Lage, die sowohl im Inland als auch zunehmend im Ausland zu einer erhöhten Nachfrage nach Ladungsträgern und Verpackungen aus Holz geführt hat“, so Marcus Kirschner, Geschäftsführer des Bundesverbandes Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE). u www.hpe.de   5.2018 ¢  Deutliches Umsatzplus bei Bodenbelägen und Parkett Der österreichische Markt für Bodenbeläge und Parkett wuchs 2017 beim Umsatz um 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr, das zeigt eine aktuelle Marktstudie von Branchenradar.com Marktanalyse. Seit Jahren trugen wieder alle Bodenbelagsarten zum Wachstum bei. Der Absatz stieg im vergangenen Jahr um zwei Prozent auf rund 19,4 Millionen Quadratmeter. Angeschoben wurde der Markt vor allem vom Neubau – sowohl von Wohnungen als auch von Büro- und Verwaltungsgebäuden. Dank steigender Preise bei den Produktgruppen Parkett, heterogene PVC & Vinyl sowie Linoleum erhöhten sich die Herstellererlöse um 3,5 Prozent zum Vorjahr auf 300 Millionen Euro. So brachte 2017 selbst bei Laminat die Trendwende. Der Herstellerumsatz stieg moderat ¢  Maschinenbau ist nicht Hacker-ready Die vor allem mittelständisch geprägte Maschinenbauindustrie in Deutschland ist nicht ausreichend auf Cyberkriminalität vorbereitet – weder auf einen Angriff, noch auf die Folgen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des VDMA, dem mit 3 200 Mitgliedern größten Verband der Unternehmen des Maschinenbaus in Deutschland und Europa. Knapp die Hälfte der Unternehmen arbeitet laut VDMA mit einem veralteten Schutz vor Angriffen aus dem Netz. In der Praxis sind vor allem Rechner in Produktionsanlagen reich an Risiken. Den möglichen Schaden durch Cyberattacken schätzen die Firmen, die durch den VDMA befragt wurden, mehrheitlich im Bereich zwischen 500 000 bis eine Million Euro ein. Bei mittelständischen Unternehmen kann das existenziell bedrohlich werden. Die deutliche Mehrheit der vom VDMA befragten Unternehmen (88 Prozent) ist nicht einmal gegen mögliche Auswirkungen einer Cyberattacke versichert. Insgesamt wurden 244 Firmen mit einem jährlichen Umsatz von bis zu 75 Millionen Euro durch den VDMA und seine Tochter VSMA befragt. u www.telonic.de u www.vdma.org ¢  Jeder zweite Mittelständler nicht auf neues Datenschutzrecht vorbereitet Gut einen Monat vor dem Start des neuen europäischen Datenschutzrechts ist jeder zweite Mittelständler in Deutschland noch völlig planlos: 36 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) haben von den neuen Regeln noch nicht einmal etwas gehört. Ein Fünftel weiß zwar davon, hat sich aber noch nicht darauf vorbereitet. Das geht aus einer repräsentativen Forsa-Umfrage hervor, die im Auftrag des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) durchgeführt wurde. Nur jeweils 22 Prozent der KMU haben sich auf die Scharfschaltung der EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) vorbereitet oder wollen noch Änderungen umsetzen. „Die Mehrheit der kleinen und mittleren Unternehmen nimmt den Datenschutz immer noch auf die leichte Schulter“, so Peter Graß, Cyberversicherungsexperte des GDV. So fehlten oft Regeln zum Umgang mit sensiblen Informationen, auch die IT-Technik sei häufig lückenhaft. „Ohne ausreichende Schutzvorkehrungen drohen den Unternehmen hohe wirtschaftliche Schäden, etwa infolge von Cyberangriffen oder aufgrund staatlicher Bußgelder“, mahnt Graß. Viel Zeit bleibt den Unternehmen beim Datenschutz nicht mehr: Am 25. Mai 2018 läuft die zweijährige Übergangsfrist seit Inkrafttreten der DSGVO aus. Ab dann gelten für alle Unternehmen, die eine Niederlassung in der EU haben und Kunden- oder Mitarbeiterdaten verarbeiten, strengere Informationspflichten und Meldeanforderungen bei Datenpannen. Bei Verstößen drohen den Firmen – egal ob Handwerksbetrieb oder Internetgigant – zudem höhere Strafen und erweiterte Schadenersatzansprüche. In der Praxis dürfte so gut wie jeder Betrieb von der Verordnung betroffen sein. Als Gründe für die ausgebliebene Vorbereitung nennen die KMU vor allem mangelndes Wissen, zu wenig Zeit und geringe Relevanz des Datenschutzes. 35 Prozent der unvorbereiteten Unternehmen gaben an, keine ausreichenden Informationen über die notwendigen Änderungen zu haben. Für 31 Prozent hat nach eigenen Angaben bislang die Zeit gefehlt, sich mit dem Thema zu beschäftigen. 15 Prozent der Betriebe wollen erst abwarten, wie sich andere Unternehmen auf die Datenschutzgrundverordnung vorbereiten. Für die Untersuchung wurden im März und April 2018 insgesamt 300 Entscheider in kleinen und mittleren Unternehmen befragt. u www.gdv.de um 0,6 Prozent gegenüber 2016 auf 33,6 Millionen Euro. Der Umsatz mit textilen Bodenbelägen erhöhte sich um 1,8 Prozent auf 44,8 Millionen Euro. Parkett entwickelte sich erlösseitig parallel zum Markt (+ 3,6 Prozent zu 2016), die Erlöse stiegen somit auf 139,0 Millionen Euro. Am dynamischsten entwickelten sich einmal mehr elastische Bodenbeläge. Der Marktumsatz kletterte auf insgesamt 82,8 Millionen Euro. Bei klassischen elastischen Bodenbelägen betrug das Umsatzplus 5,2 Prozent gegenüber 2016, bei Designbelägen/Vinylparkett sogar 6,2 Prozent. (Bild: Branchenradar) u www.branchenradar.com


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