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dann die Stufentaschen mit einer Oberfräse in die Wangen gefräst. Die Produktionszahlen waren entsprechend bescheiden. Teilweise mussten sogar Treppen zugekauft werden, um der Nachfrage gerecht zu werden. Mittlerweile verlassen circa 800 Vollholz- und über 2 100 Stahl-Holz-Treppen das Werk. CNC hat es möglich gemacht. 2004 schaffte sich Fingertreppen die erste Fünfachsmaschine an. Es war eine Maka PE 70. Der Kontakt zum Nersinger CNC-Spezialisten wurde auf der Ligna in Hannover geknüpft. „Maka war schon damals ein Pionier in der Bearbeitungstechnik für den Treppenbau“, erzählt Boucsein. Im Vergleich zum Wettbewerb machte der jetzige Betriebsleiter „Maka beschäftigt sehr gut ausgebildete Techniker im Servicebereich“ aber noch einen weiteren Unterschied aus: Maka-Maschinen besaßen eine steifere Konstruktion. „Dem Maschinenbett sah man die solide Stahlkonstruktion an. Ganz im Gegensatz zu anderen Modellen, wo es wie Blech wirkte“, so der Betriebsleiter. Zwölf Jahre verrichtete die Maka zuverlässig ihre Arbeit. Sie würde es wohl noch heute tun, wenn nicht steigende Absatzzahlen eine produktivere Lösung nötig gemacht hätten. 30 Prozent schneller im Durchlauf Inzwischen ist in Frankenberg eine PE 90 2X im Einsatz. Wichtigstes Merkmal der Maschine ist die Ausstattung mit einem Drei- und einem Fünfachsaggregat. Im Wechselbetrieb führt das eine Aggregat die Bearbeitung durch, während das andere ein neues Werkzeug holt. „Wenn man bedenkt, dass für eine komplette Treppe rund 100 Werkzeugwechsel nötig sind und jedes Mal fast 30 Sekunden vergehen, bis das Werkzeug positioniert ist, ergibt sich da eine große Zeitersparnis“, meint Michael Meer, Vertriebsleiter Nord bei Maka. So tendieren die Nebenzeiten der neuen Maschine gegen Null, betont Boucsein. Den Produktivitätsgewinn hält er für hoch. So hat er errechnet, dass für die Produktion einer kompletten Treppe jetzt 1,5 Stunden weniger nötig sind. „Eine Steigerung von über 30 Prozent gegenüber der alten Lösung mit einem Aggregat“, konkretisiert er. Allerdings gelte die Der Spezialist für Zerspanungs- Werkzeugsysteme HSK-Werkzeugsysteme Werkzeuge für Bearbeitungszentren und Kehlmaschinen. Ausgelegt für maximale Leistung und perfekte Ober ächen. Kreissägeblätter Kreissägeblätter mit HM- oder PKDBestückung für alle Anwendungen. GlueLiner®-Hobelsägeblätter für verleimfähige Fertigschnitte. SplineCut-Kreissägeblätter, bombierte Schneiden für perfekte Trennschnitte. Hobelwerkzeuge und Zinkenfräser Feinstgehobelte, pro - lierte Ober ächen durch zentrisch gespannte Hydrowerkzeuge. ULTRA-beschichtete Schneiden, extrem verschleißfest und schlagzäh für mehrfache Standzeiten. Diamant Werkzeuge PKD-Werkzeuge bringen höhere Wirtschaftlichkeit in die Zerspanung. Nutzen Sie unseren PKDWerkzeugservice inkl. Hol- und Bringdienst. 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Zwar gäbe es auf dem Markt durchaus auch Lösungen mit vier Aggregaten, das überzeugendere Gesamtpaket von Maka war letztlich jedoch ausschlaggebend, so der Betriebsleiter. Damit meint er vor allem das Werkzeugmagazin, das bei seiner PE 90 eine Kapazität von 51 Plätzen hat. Beide Aggregate können jederzeit auf dieses Magazin zugreifen. Auf anderen Maschinen seien die Magazine dagegen fest bestückt, sagt Boucsein. Schritt zu noch mehr Effizienz Für die Zukunft hat Fingertreppen hohe Ambitionen. Bei guter Auftragslage fiel deshalb die Entscheidung, eine weitere Maka anzuschaffen. Sie ersetzt die erste Maschine aus 2004. Auf die Ausstattung mit zwei Aggregaten hat man diesmal verzichtet. Erstaunlich? Nein, sagt Boucsein. „Bei der hohen Produktivität der Lösung wären die anderen Abteilungen nicht mehr hinterhergekommen“, sagt er. Seiner Meinung nach müsste vor einer solchen Neuinvestition die innerbetriebliche Organisation geändert werden. Außerdem hätte eine Maschine mit zwei Aggregaten mehr Platz benötigt als in der Produktionshalle zur Verfügung steht. Trotzdem bedeutet die dritte Maka einen Schritt zu noch mehr Effizienz. Die neue PE 90 verfügt als Sonderausstattung über eine Stufentrennvorrichtung. Hier erhalten die als rechteckige Platten der Maschine zugeführten Werkstücke zunächst einen Trennschnitt. Danach erfolgt separat die Formatierung der vorderen und hinteren Stufe. Boucsein: „Dadurch, dass die beiden Stufen auseinandergefahren werden, können wir mit einem größeren Werkzeug um die Konturen fahren und profilieren“. Neu dazugekommen ist auch der VPN-Zugang für die Fernwartung. Die Techniker aus Nersingen haben damit Zugriff auf die Maschine, den sie zum Beispiel für das Fehlerauslesen oder Korrekturen der Software nutzen können. Ein Wartungsvertrag mit jährlicher Durchsicht ist für Boucsein selbstverständlich. Und für den Service des Maschinenbauers hat er nur lobende Worte: „Maka beschäftigt sehr gut ausgebildete Techniker im Servicebereich“, urteilt der Betriebsleiter. Mittlerweile habe sich ein „fast freundschaftliches Verhältnis“ entwickelt. Und wie sind seine Erfahrungen in puncto Bearbeitungspräzision? Boucsein lacht: „Über die Qualität braucht man sich bei drei gekauften Maschinen eigentlich nicht zu unterhalten, oder?“ u www.maka.com u www.fingertreppen.de t (links) Alles im Blick für den Bediener: Arbeitsraum der PE 90 mit Maka-Spindel (Bild: Maka) t (rechts) Schafft Raum für die seitliche Bearbeitung: Stufentrennvorrichtung (Bild: Maka)


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