Parkettindustrie: Indien erwacht! 

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Der Vielvölkerstaat Indien mit seinen über 1,2 Milliarden Einwohnern stellt ein gigantisches Nachfragepotenzial dar. 

Folglich entwickelt sich sukzessive ein regional sehr erfolgreicher Mittelstand, der mit Fokus auf die Holzbe- und -verarbeitung maschinentechnisch häufig von deutschen Innovationsführern ausgestattet wird. Die Robert Bürkle GmbH hat erst unlängst eine Parkettanlage nach Indien geliefert.  

 

Trotz allen nach wie vor bestehenden Widersprüchen innerhalb des Landes, zwischen arm und reich oder den jeweiligen Kasten und Religionen hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten gerade in den vielen Millionenstädten Indiens eine kaufkräftige Mittelschicht gebildet. Deren Vermögen fließt bevorzugt in Immobilien und eine entsprechend wertige Ausstattung. Von dieser Entwicklung profizieren unmittelbar Produzenten von Möbeln, Fenstern, Türen und Fußböden.

 

Indiens Mittelständler auf Wachstumskurs


Waren bis vor wenigen Jahren Importe bei der Wohnungsausstattung gefragt, wird die Nachfrage heute zunehmend von mittelständisch geprägten, regional ansässigen KMU bedient. Damit verbunden ist die Suche nach hochwertigen Maschinen und Anlagen, die jedoch exakt zum indischen Markt passen müssen. Das bezieht sich sowohl auf die erzeugte Produktqualität als auch auf das Know-how der Maschinenführer, die vorhandene Gebäudesubstanz oder die Vielfalt teils extremer klimatischer Bedingungen.


Der Maschinenbauer Bürkle mit den Standorten Freudenstadt und Mastholte hat erst kürzlich seine erste Parkettanlage für einen indischen Fußbodenhersteller ausgeliefert und installiert. Herzstück der Anlage sind eine Rohdielen-Fertigung und eine Deckschicht-Presse. Doch warum ordert ein Produzent aus Indien gerade bei dem geografisch weit entfernten und hochwertigen Maschinenbauer Bürkle?

 

Bürkle als Innovationstreiber bei Parkett


Die Ursachen sind eigentlich simpel. Der deutsche Holzbearbeitungsmaschinenbau ist weltweit führend und Bürkle gilt als innovativer Wegbegleiter der internationalen Parkettindustrie, der in den vergangenen zwei Jahrzehnten des Dreischichtparkettbooms alle verschiedenen Strömungen aktiv gestaltet hat. Ein wichtiger Meilenstein war sicher das Anfang der 90er Jahre eingeführte industrielle Verleimen der Deckschichten zuerst an den Längskanten und später dann auch an den Stirnkanten als deutliche Qualitätsverbesserung.


Eine weitere Entwicklung von Bürkle ist das endlose Produzieren von Decklagen mit automatischer Stoßfugenverrechnung bzw. -optimierung. Dieses Verfahren trägt entscheidend zur besseren Rohstoffnutzung bei. Vor einiger Zeit schon wurde von dem Schwarzwälder Unternehmen ein Pressensystem eingeführt, das keine Verbindungselemente für die Mittellagen benötigt.

 

Ressourceneffizienz weltweit im Fokus


Im Zuge der weltweiten Rohstoffverknappung hat Bürkle ein System entwickelt, um die Mittellage mit ungehobelten Nadelholzlamellen auf Abstand zu legen – was neben einer Materialersparnis auch noch zu einer Produktoptimierung beiträgt. Nach ersten kleineren Schritten ist auch diese Technologie, wie auch das Verleimen der Deckschichten, mittlerweile zum Standard in der Parkettindustrie geworden.


Waren diese Entwicklungen ursprünglich getrieben vom Bestreben um immer bessere Qualität, optimierte Lohnkosten oder Rohstoffersparnis, so sind Gegenwart und Zukunft der Parkettindustrie maßgeblich von der Verfügbarkeit von Rohstoffen und Energie bestimmt. Das gilt gleichermaßen für Indien (und natürlich die anderen Staaten in Fernost), das immer stärker Wert darauf legt, im eigenen Land – beispielsweise Parkett – zu produzieren und nicht nur Stammware zu ex- bzw. Fertigprodukte zu importieren.

 

Nachfrageboom aus Fernost erwartet


Der Entwicklungs- und Erfahrungshorizont von Bürkle bot also ideale Voraussetzungen, um die neue Parkettfertigungsanlage in Indien auszustatten. Damit ist nicht nur eine weitere erfolgreiche Referenz unter logistisch anspruchsvollen Gegebenheiten geschaffen, sondern vor allem der Anspruch verdeutlicht, dass Bürkle-Parkettanlagen sowohl hinsichtlich Qualität, Kosten und weltweiter Verfügbarkeit als auch mit Blick auf Energie- und Ressourceneffizienz („blue competence“) mit führend die erste Liga der Anbieter bestimmen. 

www.buerkle-gmbh.de  

 

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