Foto: VDP Haro
Naturbelassene Holzböden mit Struktur

Die Parketttrends für das Jahr 2015 sind klar:

Während Weiß-, Grau- und Brauntöne ,in‘ sind, rückt auch der Wunsch nach Ursprünglichkeit des Naturmaterials immer mehr in den Fokus. Weiterhin sehr beliebt sind extralange und -breite Formate.

 


Auf den großen Branchenmessen Domotex und Bau konnte man zu Beginn des Jahres erleben, wie vielseitig sich der Parkettklassiker Eiche zu inszenieren weiß. Angesichts der steigenden Nachfrage der Verbraucher nach natürlichen Holzoberflächen lassen die deutschen Hersteller keinen Versuch aus, bei ihren Produkten die Ursprünglichkeit des Naturmaterials so gut wie möglich zu erhalten. Da wird gebürstet, geschroppt, geräuchert und gekalkt, es werden Äste und Wurmlöcher herausgearbeitet, natürliche Risse per Hand gekittet und anschließend wird mit Naturölen ein High-End-Finish hingelegt. „Es ist schon erstaunlich zu sehen, wie die Hersteller es immer wieder schaffen, neue, einzigartige Optiken hinzubekommen, die maßgeblich zur Schaffung einer Wohlfühlatmosphäre in privaten und öffentlichen Räumen beitragen“, sagt der Vorsitzende des Verbandes der Deutschen Parkettindustrie (VDP), Michael Schmid.


Dass jede Oberflächenbearbeitung und -behandlung ganz spezielle Auswirkungen mit sich bringt, ist im Sinne des Erfinders. Besonders oft anzutreffen sind in diesem Jahr Parkettböden mit gebürsteten Oberflächen. Durch das sorgfältige Bürsten der weichen Bestandteile des Holzes längs zur Maserung erhält die Oberfläche eine spürbare Struktur und die härteren Bereiche kommen wie die natürliche Maserung besser zur Geltung. In Verbindung mit einer geölten Rohoptik kann so beispielsweise eine klassisch-elegante Struktur erzeugt werden. Wenn die Holzoberfläche gar gebürstet, kerngeräuchert und gekalkt wird, sorgen die entstandenen dunklen Brauntöne für einen spannenden Kontrast. „In Kombination mit einem kühlen Grau, einem warmen, weißcremigen Farbton oder einem ästhetischen Nussbaum-Farbton wirken die Böden wiederum ganz anders und interpretieren den unverwechselbaren Charakter der Eiche ganz individuell“, findet Parkettexperte Schmid. Ein weiterer Hingucker auf den Messen war ein Schiffsboden mit dreidimensionaler Optik. Hier sorgen hervorgehobene Astanteile, eine starke Strukturierung und eine um jede einzelne Lamelle verlaufende Fase für eine spannende Einzelstaboptik, die der von klassischem Stabparkett entspricht. Behandelt mit verschiedensten Natur- und Farbölen, wird den Böden ein gleichermaßen ursprünglicher wie moderner Look verpasst.

 

Das gute alte Fischgrätmuster kehrt zurück


Weiterhin äußerst beliebt sind extralange und -breite Formate, mit denen Räumen ein großzügiger Gesamteindruck verliehen werden kann. Beispielhaft sind hier Landhausdielen mit Breiten von 240 Millimetern und Längen von drei bis vier Metern zu nennen, die allerdings noch deutlich größer ausfallen können. Klammheimlich drängt sich unterdessen ein guter alter Bekannter bei den Verlegemustern ins Rampenlicht: „Es scheint sich eine Renaissance des klassischen Fischgrät-Parketts abzuzeichnen“, so Schmid. „Dabei können die einzelnen Elemente durchaus größer als bislang ausfallen. Man merkt schon ein wenig, dass sich manche an dem seit Jahren angesagten Landhausdielen-Look langsam sattsehen“.


In der Farbpalette dominieren in diesem Jahr vor allem authentische, matte und sanfte Naturtöne – diese reichen von verschiedenen Weiß- und Grautönen über Beige- und Cremefarben bis hin zu warmen Brauntönen. Diese Farben tragen dazu bei, den natürlichen Charakter des Holzes zu unterstreichen und eine wohnliche Atmosphäre in den Raum zu zaubern. Dabei wissen auch nicht alltägliche Farbtöne wie Caramel oder ein sandiges Gelb mit ihrem Charme zu überzeugen. Wer es extravagant wünscht, kann sich für einen in Gold oder Silber gekalkten Boden aus Räuchereiche entscheiden, bei dem speziell entwickelte Naturöle für einen luxuriösen Metallic-Effekt sorgen.

 

Das Original wird noch widerstandfähiger gemacht


Obgleich die Nachfrage nach natürlichen Oberflächen nach wie vor groß ist, wollen sich viele Endverbraucher nicht so recht mit der notwendigen fachgerechten Pflege auseinandersetzen. Dank innovativer Technologien ist es mittlerweile gelungen, die Holzoberflächen äußerst widerstandsfähig zu machen, ohne dass sie dabei ihr unbehandeltes, natürliches Aussehen einbüßen. Durch das Aufbringen eines nicht sichtbaren, mehrschichtigen Lackes wird die Oberfläche vollständig und dauerhaft geschlossen, womit das Eindringen von Schmutzpartikeln und Flüssigkeiten verhindert wird. Derart veredelte Oberflächen bewahren den natürlichen Charme des Bodens und sind von unbehandeltem Holz kaum zu unterscheiden. Auch in puncto Akustik sind neue Maßnahmen zur Reduzierung des Trittschalls ergriffen worden. Mit einer speziellen Matte, die unterseitig am Parkett angebracht wird und gleichermaßen zur Entkoppelung und Dämpfung dient, kann der Wert um bis zu 15 Dezibel beziehungsweise um 70 Prozent verringert werden. „Diese Produktvorstellungen und Entwicklungen demonstrieren deutlich, mit welcher Innovationskraft sich die deutschen Parketthersteller für die Zukunft aufstellen“, schließt Schmid.

www.parkett.de

15_6_LAMIN_vdp_SEI.jpg 

 

Diesen Beitrag und weitere interessante Beiträge finden Sie in HOB 6.2015:

15_6_TITEL_188.jpg

Gerne können Sie HOB 6.2015 bestellen:

E-Mail:  cedra@agt-verlag.de      
oder:      Kontaktformular

AGT Verlag Thum GmbH
Teinacher Straße 34
71634 Ludwigsburg

Vertrieb, Frau Beate Cedra
Tel.: 07141/22 31-56

spacer
Online Werbung @ HOB