Bild: Belsack
Einen guten Schnitt machen

Belsack mit Sitz im belgischen Halle ist ein Unternehmen, das als Baumarkt agiert und seinen Kunden zudem den Zuschnitt und die weiterführende Bearbeitung von Holzwerkstoffen bietet.

Geschnitten wird dabei ausschließlich mit Schelling-Sägen. 

 


„Wir sind ein Familienunternehmen, das 1947 von meinem Großvater gegründet und dann in den siebziger Jahren von meinem Vater und zwei seiner Schwestern übernommen wurde. Ich selbst bin vor drei Jahren hinzugestoßen“, berichtet Wim Belsack, Assistent Manager bei Belsack. „Anfänglich wurden im Unternehmen vor allem Holz und Holzwerkstoffe bearbeitet. Nachdem wir aber in Halle einen neuen Standort bezogen hatten, wurden wir auch im Baumarktsektor tätig. Hier sind wir in beiden Bereichen zu jeweils 50 Prozent aktiv.“


In der Holzbearbeitung ist die Haupttätigkeit von Belsack das Sägen und die Weiterbearbeitung aller gängigen Holzwerkstoffe. Neben dem Zuschnitt werden so auch Kanten bearbeitet sowie Bohr- und Fräsarbeiten ausgeführt. Der Umfang der Vollholzbearbeitung, die Belsack ebenfalls ausführt, ist dagegen im Laufe der Jahre zurückgegangen. Den größten Anteil der Holzbearbeitung macht heute das Sägen von Holzwerkstoffen aus, wobei die Kunden zu gleichen Teilen aus dem privaten und gewerblichen Sektor kommen. Die Geschäftskunden sind zumeist Schreiner oder kleinere Innenausbauer, die auf Maß geschnittene Platten benötigen und in Sägetechnik nicht investieren wollen. Von ihnen werden die zugeschnittenen, bekanteten, gebohrten und gefrästen Teile dann zu verschiedenen Produkten wie Schränken oder Einbauschränken weiterverarbeitet. „Neben Privatkunden und kleineren Unternehmen bilden auch einige Großkunden unser drittes Standbein”, sagt Belsack. „Zu diesen Kunden gehört zum Beispiel eine große belgische Supermarktkette, für die wir komplette Einlegeböden produzieren. Die Losgrößen für solche Kunden haben Umfänge von bis zu 1000 Teilen, während die für die Kleinkunden häufig bis zur Losgröße 1 reichen.“

 

Der guten Dinge sind drei


Der Maschinenpark, den Belsack für diese Arbeiten zur Verfügung hat, besteht aus drei Schelling-Sägen, zwei Bearbeitungszentren mit Roboterbeschickung und einer Kantenbearbeitungsmaschine. Eine Plattenaufteilsäge FMH von Schelling, die speziell für Serien konzipiert ist, die aber auch Losgröße 1 effizient schneiden kann, wird von Belsack hauptsächlich zur Bearbeitung der Großkundenaufträge eingesetzt. Je nach Bedarf werden die Platten als Pakete oder einzeln verarbeitet, wobei in der Regel nur zwei Dicken eines Plattentyps geschnitten werden. Beschickt wird die Säge per Hebetisch und seitlicher Einlaufrollenbahn, sodass sich die großen Serien schnell, effizient und mit hohem Durchsatz umsetzen lassen. In dieser Ausstattung produziert die FMH täglich rund um die Uhr.


Eine weitere Plattenaufteilsäge im Hause Belsack ist eine fh 4, die von Schelling mit einem Flächenlager vs und einer automatischen Etikettierung ausgerüstet wurde. Im Lager stehen auf einer Fläche von 30 x 10 m bis zu 40 Plätze für unterschiedliche Platten zur Verfügung. Dem Verbrauch entsprechend kann das Sortiment in A-, B- und C- Platten aufgeteilt und chaotisch oder definiert eingelagert werden. „Das vereinfacht die Fertigung in Losgröße 1 ebenso wie die Serienfertigung, für die die fh 4 gleichermaßen geeignet ist“, sagt Marc Plucieniczak, dessen Firma Plumac Schelling in Belgien vertritt. Anders als die FMH ist die fh 4 vorrangig für kleinere Serien bis Losgröße 1 konzipiert, was sich in den Aufträgen widerspiegelt, die in Halle über die Maschine laufen. So nimmt Belsack vor allem die Aufträge von Privatkunden und kleinen Unternehmen auf die Säge. Dabei kommt der Firma die Flexibilität der fh 4 zugute, mit der sich unterschiedliche Plattentypen und Dimensionen rationell schneiden lassen. Indem beim Zuschnitt von hinten etikettiert und beim Sägen einer Platte schon die nächste gekennzeichnet werden kann, lässt sich der Gesamtprozess entsprechend kurz halten. Über die Etiketten werden die Teile bislang eindeutig charakterisiert und zugeordnet, während Belsack die Fertigungsdaten für Folgeprozesse nicht mitgibt. Für die Zukunft ist die Übergabe solcher Daten jedoch geplant. Für die dritte Säge im Haus – eine s 45 von Schelling, die für die privaten und gewerblichen Kunden des Baumarktes eingesetzt wird –, hat sich Belsack vor gut einem Jahr entschieden. „Nachdem wir früher mit einer Formatkreissäge gearbeitet hatten, wollten wir mit dieser Plattenaufteilsäge mehr Flexibilität gewährleisten. Denn Flexibilität ist aufgrund der oft kurzfristig erteilten, sehr unterschiedlichen Aufträge dringend erforderlich“, betont der Assistent Manager. Heute lassen sich mit der 4,20 x 3,20 Meter großen s 45 Halbformate komfortabel bearbeiten. „Die geforderte hohe Flexibilität in der Bearbeitung wird vor allem auch durch ein Sägeblatt erreicht, dass sich schräg stellen lässt“, berichtet Plucieniczak. „So können bei Belsack nicht nur Nuten geschnitten, sondern auch spezielle Dinge wie Gehrungen hergestellt werden. Obwohl an der Maschine von vorn manuell aufgelegt wird, lassen sich auch Serien in unterschiedlichen Größen effektiv schneiden.“


An alle drei Schelling-Sägen ist die Software HPO zur Schnittoptimierung angebunden. Je nach Auftrag wird HPO entweder für die Reststückminimierung oder die Optimierung der Durchlaufzeiten bei der Serienfertigung genutzt. Die Schnittpläne werden grafisch dargestellt, wobei die Anzeige sehr übersichtlich und leicht konfigurierbar ist.

 

Hohe Verfügbarkeit und guter Service


Dass die Sägen, das Lager und die Software aus einer Hand kommen, ist für Wim Belsack ein großer Vorteil. „Seit ich 2012 hier angefangen habe, gab es mit den Maschinen selten Probleme“, berichtet er darüber hinaus. „War doch einmal die eine oder andere Sache zu klären, konnten wir das zum Großteil über die kostenlose Service- Hotline erledigen. Insofern haben wir sehr gute Erfahrungen mit der Verfügbarkeit der Maschinen und dem Service gemacht.“ Zugleich weist auch die Software Lösungswege auf, sollten einmal Probleme an den Sägen auftreten. „Die Fehlerbeschreibung ist sehr spezifiziert, sodass sich Probleme gut lösen lassen“, betont Plucieniczak. Im Gebrauch sind die Maschinen laut Belsack sehr bedienerfreundlich, wobei es je nach Alter der Sägen natürlich Unterschiede gibt. Das betrifft vor allem auch die Software, wo deutliche Weiterentwicklungen stattgefunden hätten. Aber das sei ja selbstverständlich.

 

Automatisierung und Verkettung geplant


„Wir haben zwei grundsätzliche Bereiche, in die wir künftig investieren wollen“, verrät der Assistent Manager zum Abschluss. „Mit Blick auf die Sägen ist das zum einen die Abnahme der Teile, die derzeit noch per Hand vorgenommen wird.“ Schelling hat im Portfolio etablierte Handling-Lösungen, um diese Vorgänge zu automatisieren. Eine Lösung soll hier insbesondere für die FMH und die großen Serien gefunden werden. „Der andere Bereich, den wir vorantreiben wollen, ist die Automatisierung der CNC-Maschinen. Ein Weg könnte hier sein, dass wir die Fertigungsdaten auf die Etiketten nehmen, um so die einzelnen Produktionsschritte zu verketten und insbesondere die Fertigung auf den Bearbeitungszentren effizienter und fehlerfreier zu gestalten“, so Belsack. Getätigt werden sollen beide Investitionen in den nächsten ein bis zwei Jahren.

www.schelling.com  
www.belsacknv.be

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Marktübersicht Plattenaufteilsägen 2017
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