Bild: Paul Maschinenfabrik
Formatieren, profilieren und auftrennen von Heraklith-Platten

Eine Anlage für die Bearbeitung von Holzwolle-Leichtbauplatten hat die Paul Maschinenfabrik ausgeliefert.

Das Bearbeitungsspektrum von zwei Mehrblattkreissägen K34 reicht dabei vom Besäumen über das Fasen bis hin zum Zuschnitt der Platten.

 

Heraklith-Platten kommen als Dämmplatten an Gebäuden ebenso zum Einsatz wie in industriellen Bereichen. Sie können als Putzgrund und Deckenplatte genutzt werden, um Schall zu dämpfen. Gefertigt werden die Platten zumeist aus besonders langfaserigem, gehobeltem Fichten- oder Kiefernholz – der sogenannten Holzwolle. Zur Versteifung fügt man dieser Holzwolle bei der Herstellung Zement oder Magnesit hinzu, was auch das Brandverhalten der Platten bestimmt: Die Platten gelten als schwer entflammbar. Außerdem kann man sie dahingehend aufrüsten, dass sie gegen Verrottung und Schädlingsbefall geschützt sind. Die Imprägnierung nimmt man großteils mit Bittersalz vor. So garantiert der Hersteller druck- und biegefeste Dämmplatten mit robuster, sichtfertiger Oberfläche, die von Natur aus langlebig sein sollen. Bereits im Werk lassen sich die Heraklith-Platten in vielen Farben einfärben, was die Gestaltungsmöglichkeiten vielseitiger macht.

 

Umfassendes Handling


Bei dem von Paul gelieferten Zuschnittsystem werden die ankommenden Plattenstapel auf einem Kettenförderer gepuffert. Die Vereinzelung der 2420 Millimeter langen und 610 Millimeter breiten Werkstücke erfolgt auf einem Hubtisch in Kombination mit einem Einschieber. Eine Schrägrollenbahn transportiert die HWL-Platten entlang eines Längsanschlags in eine Schleifmaschine, um eine exakte Kalibrierung der Materialdicke vorzunehmen. Die Vorschubsteuerung der gesamten Linie erfolgt zentral mit einer SPS-Steuerung. Leere Paletten werden vor dem Schleifen auf einen Rollschienentisch übergeben, von dem sie manuell oder mit einem Gabelstapler abgenommen werden können. Im Anschluss an den Schleifprozess gelangen die Platten in die erste Mehrblattkreissäge vom Modell K34G/800, von der sie maßgenau besäumt und mit einer Fase versehen werden. Das mit Kardananrieb ausgerüstete Vorschubsystem gewährleistet einen präzisen Materialtransport trotz strukturierter Oberfläche.

 

8000 Teile pro Schicht


Um den Platzverhältnissen und den Anforderungen des Kunden gerecht zu werden, wurde auf eine Winkelübergabe zwischen der ersten und zweiten Mehrblattkreissäge verzichtet. Eine ausgeklügelte Mechanisierung übernimmt die bearbeiteten Werkstücke, transportiert sie auf eine Dreheinheit, sodass eine Drehung um 90 Grad erfolgen kann. Nach erfolgter Übergabe übernimmt eine K34G/2600 die HWL-Platten und produziert daraus vier Werkstücke, die an den Schnittkanten ebenfalls mit einer Fase versehen sind. Eine Wendeeinheit dreht die profilierte Seite nach oben, bevor die manuelle Entnahme und letzte Sichtkontrolle vor dem Verpacken erfolgt. Die Leistungsfähigkeit der Anlage liegt bei fünf Platten pro Minute. Bei einer Werkstückgröße von 595 Millimeter x 595 Millimeter werden somit 20 Teile pro Minute beziehungsweise 8000 Teile pro Schicht erzeugt. Dies ergibt eine Fläche von über 2800 Quadratmeter.

www.paul.eu

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