Schleifaggregat, schwenkbar für den Diagonalschliff
Kompakte Maschine, idealer Schliff

Seit dem Frühjahr steht eine neue Breitbandschleifmaschine vom Typ Kündig Brilliant in der Schreinerei von Bernd Mannsperger und sichert ihm die notwendige Oberflächenqualität für seine Innenausbau-Möbelstücke der gehobenen Art. 

GERD FAHRY 

24 Mitarbeiter arbeiten in der Schreinerei von Mannsperger Möbel + Design in Kleinbottwar an der Württembergischen Weinstraße.

Geschäftsführer Bernd Mannsperger führt dieses Unternehmen jetzt in der dritten Generation und dies bereits 21 Jahre. Man sei gut ausgelastet, vor allem weil man sich auf das Besondere spezialisiert hat, so sein Statement und er ergänzt vertiefend: „Wir arbeiten auf zwei Standbeinen. Für Privatkunden stellen wir zum Beispiel begehbare Schränke, ausgefallene Garderoben, Sideboards oder auch Medienmöbel der gehobenen Klasse her. In diesem Zusammenhang unterhalten und betreiben wir Schrankstudios in Ludwigsburg und Stuttgart. Das andere Geschäftsfeld ist der Büromöbelvertrieb mit einem eigenständigen Unternehmen. Alles, was hier an Sonderanfertigungen benötigt wird, wird auch hier in der Schreinerei produziert. Das funktioniert dann wie ein Zulieferbetrieb in der eigenen Firma. Spezialisiert haben wir uns in diesem Bereich auf Möbel für Banken, Kliniken, Ärztezimmer, Dienstzimmer, Beratungsmöbel für Versicherungen und ähnliche Dinge.“ Zum Beispiel habe man für neun Kliniken von Ludwigsburg bis Bruchsal entsprechende Möbel produziert, die Kreissparkasse Ludwigsburg und Waiblingen ausgestattet beziehungsweise bundesweit Versicherungsunternehmen im Inneren ein entsprechendes Outfit gegeben.

 

Lackierte Oberflächen noch immer im Trend  


Zirka die Hälfte des Umsatzes des Unternehmens entfällt auf den Privatkundenbereich. „In unseren Schrankstudios entwerfen wir individuelle Inneneinrichtungen nach Kundenwunsch, zum Beispiel begehbare Schränke mit entsprechenden Oberflächen“, so Bernd Mannsperger. „Hier bieten wir das ganze Spektrum, von lackierten Gläsern über Filzbelege, natürlich Naturholz, lackierte Oberflächen bis hin – ganz kreativ – zu bemoosten Schiebetüren. Massivholz verarbeiten wir sehr wenig, die selbst furnierten Oberflächen sind die letzten fünf Jahre unglaublich zurückgegangen.“ Aber lackierte Oberflächen erfreuen sich bei seinen Kunden nach wie vor einer großen Nachfrage. Ob dieser Trend seine Spitze erreicht habe, kann er derzeit noch nicht definitiv ausmachen. Nach seiner Auffassung könnte es auch wieder ein bisschen mehr in Richtung Naturholz gehen. Für ihn sei dies jedoch eine etwas kurzlebige Modeerscheinung. Um im aktuellen Trend zu bleiben und diesen auch umfassend entsprechend seinen Qualitätsanforderungen an die Oberflächen bedienen zu können, hat er sich entschlossen, eine neue Breitbandschleifmaschine anzuschaffen.

Dabei standen für ihn auch wirtschaftliche Gesichtspunkte im Blickfeld: „Wieviel Arbeitszeit verwenden wir seither, um diese hochwertigen, lackierten Oberflächen herzustellen?“ Die vorhandene, alte Schleifmaschine, die 30 Jahren ihre Dienste getan hat, habe den Anforderungen nicht mehr genügt, so Bernd Mannsperger im Rückblick. Für die heutigen Oberflächen brauche man viel mehr Präzision. Deshalb steht seit dem Frühjahr eine Breitbandschleifmaschine vom Typ Kündig Brilliant-2 in seiner Schreinerei, um den hohen Anteil an gewünschten Lackoberflächen realisieren zu können.

 

Brilliant für brillante Oberflächen


Dass es gerade diese Maschine wurde, hatte mehrere Ursachen. Neben rein technischen Argumenten wie dem Kündig Schrägstellaggregat, die gebotenen Kalibriermöglichkeiten, der einfachen Bedienung und den kompakten Abmaßen gehörte der Service zu seinen wichtigsten Sachargumenten. „Die Maschine ist eine richtig einfache, logische und gute Lösung“, so seine Einschätzung, „und mit Harald Drowin, Geschäftsführer von Bort & Herkert, haben wir die Koryphäe in Sachen Holzbearbeitungsmaschinen hier im Umkreis von 100 km mit im Boot, bei dem sich auch der Service in guten Händen befindet. Wir arbeiten schon so lange zusammen. Es wäre schlimm, wenn es da anders gekommen wäre.“ Und dieser ergänzt: „Wir sehen uns nicht zuletzt als Komplettanbieter, der praktisch auch die ganze Verrohrung übernimmt, die ganze Logistik plant. Die Brikettierpresse kam ja bei diesem Projekt noch dazu. Wir organisieren alles, damit der Kunde nicht drei, vier Ansprechpartner hat, sondern das einem Partner überlässt.“


Norbert Röser, zuständiger Gebietsverkaufsleiter des schweizerisch-deutschen Maschinenherstellers, stand bei diesem Projekt immer im Kontakt mit Harald Drowin und macht noch auf einige Besonderheiten dieser oberschleifenden Breitbandschleifmaschine mit zwei Schleifaggregaten für den anspruchsvollen Lackzwischenschliff aufmerksam. Sie besitze ein elektronisches Segment- Schleifkissen mit einer Segmentbreite von 22 mm in schwenkbarer Spezialausführung für den Diagonalschliff. Das ist ein von Kündig entwickeltes Schleifverfahren, bei dem das Schleifaggregat leicht schräg zum Vorschubband rotiert. „Diese Konstruktionsweise eliminiert Fehler von Schleifkörnern und man bekommt dadurch einen oszillationsfreien Schliff, was sich letztlich auf die Lackqualität auswirkt“, hebt er heraus. Die Schleifbandgeschwindigkeit lasse sich wiederum stufenlos mit entsprechender Programmabspeicherung regeln. Ein weiteres Argument für die „Mannsperger-Maschine“ sei zudem die Arbeitsbreite von 1 350 mm gewesen sowie die Oberteilverstellung, um immer eine optimale Arbeitshöhe zu haben. Nicht unerwähnt will er zudem die integrierte Dickenmessung über die gesamte Arbeitsbreite lassen. „Die Maschine misst automatisch, und wenn das Maß erreicht ist, läuft der Vorschub los.“ Außerdem ergänze eine bedienerfreundliche Steuerung und Programmierung das gesamte Maschinenkonzept. Bei der Inbetriebnahme werden mit dem Kunden entsprechende Grundprogramme nach seinem Anwendungsspektrum erarbeitet. „Wir zeigen ihm auch, wie er relativ einfach die Parameter ändern kann, wenn sich etwas ändert, ein anderer lackiert oder sich andere Einflüsse ändern“, so Norbert Röser.

 

Technik auf dem neusten Stand halten


Diesen Anspruch hat sich Bernd Mannsperger von je her auf die Fahnen seiner Unternehmensführung geschrieben. „Als ich die Schreinerei seinerzeit übernommen habe, dominierten eine Kreissäge, Hobelmaschine und Fräse die Ausstattung. Und mir war klar, entweder ich kaufe gleich eine CNC-Maschine und fange an, Möbel anständig zu produzieren, oder ich kann es bleiben lassen. So war es dann letztendlich auch. Ich wollte kein purer Weiterverarbeiter sein, der nur Teile zukauft und beim Kunden montiert. Für hochwertige Sachen für den anspruchsvollen Kunden braucht es modernste Technologien.“ 

www.mannsperger.de  
www.kundig.de  
www.bort-herkert.de

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Diesen Beitrag und weitere interessante Beiträge finden Sie in HOB 7/8.2014:

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