Digital kann einfach sein

Wer kennt es nicht? Man startet in die Woche und fängt erstmal damit an, Maschinenprogramme für neue Konstruktionen und Produktionsaufträge zu erstellen. Die passenden Werkzeuge werden aber oft noch in einer Excel-Tabelle gepflegt. Die nötigen Informationen können daher unvollständig oder veraltet sein.
 Werkzeuge oder Materialien lassen sich mit twinio per Scan erkennen
Werkzeuge oder Materialien lassen sich mit twinio per Scan erkennenBilder: tapio Gmbh

Zum Beispiel, weil nicht alle Kollegen Zugriff für die Pflege haben. Ist daher der Lagerort unbekannt, muss vor dem Produktionsstart erst gesucht werden. Auch der Zustand des Werkzeuges ist nicht immer aktuell. Wenn dann noch ein spezielles Werkzeug für ein besonderes Material benötigt wird, kann eine Verschiebung des Auftrages die Folge sein.

 Servicefälle können im Serviceboard erstellt und an den richtigen Servicepartner gesendet werden
Servicefälle können im Serviceboard erstellt und an den richtigen Servicepartner gesendet werdenBild: tapio Gmbh

Mit einer App könnte es so ablaufen Statt in einer Excel-Tabelle zu suchen, die nicht alle Informationen beinhaltet und von wenigen Kollegen gepflegt wird, kann eine App wie twinio helfen. Per Suchfunktion kann das Relevante zu Werkzeugen schnell gefunden werden. Aufgeführt sind auch die aktuellen Lagerorte der Werkzeuge und deren Verfügbarkeit. Nutzen lässt sich twinio am PC in der Arbeitsvorbereitung und via Smartphone in der Produktion. Mehrere Kollegen können Inhalte mit wenigen Klicks pflegen. So ist sichergestellt, dass sämtliche Informationen für alle aktuell sind. Die App ermöglicht es, durch einfaches Scannen des Werkzeugs die relevanten Informationen zu erhalten. Auf Knopfdruck können so Werkzeuge gefunden werden, die für die Produktion oder bestimme Materialien vorgegeben sind. Damit sind die richtigen Daten direkt für die Eingabe an der Maschine nutzbar. Jetzt kann es losgehen Ein Parameter, der den nötigen Tausch eines Werkzeugs angibt und somit eine gleichbleibende Qualität garantiert, kann ein Grenzwert für Laufmeter sein. Mit twinio ist dieser Wert für alle im Unternehmen ersichtlich – und das Werkzeug wird zum richtigen Zeitpunkt gewechselt. In der App lassen sich auch neue Werkzeuge per Scan anlegen. Dank der Werkzeughersteller im tapio-Ökosystem sind die Daten ohne manuelles Anlegen verfügbar. Später kann in der App nach den Werkzeugen gesucht werden. Auch hier ist es möglich, dass mehrere Mitarbeiter Zugriff auf die App haben. Weil der Lagerort eines Werkzeugs vermerkt ist, kann der Mitarbeiter es sofort abholen. Das alte Werkzeug wird zurückgelegt und der Lagerort geändert. twinio kann aber nicht nur Werkzeuge verwalten, sondern auch Materialien wie Kantenbänder.

„Mit twinio können wir ohne großen Aufwand unsere Werkzeuge wie Sägeblätter und Fräser digital erfassen, da die Werkzeugdaten integrierter tapio-Partner bereits vorhanden sind. Zustände und Lagerorte können individuell zugewiesen werden, sodass jeder im Unternehmen weiß, wo sich welches Werkzeug befindet und wie der tatsächliche Zustand ist“, berichtet Manuel Wallesch von Metawell.

 Per Videofunktion mit dem Servicepartner Probleme lösen
Per Videofunktion mit dem Servicepartner Probleme lösenBild: tapio Gmbh

Zeitverlust beim Service Support In der Regel kennen Mitarbeiter ihre Anlagen sehr gut und hören schon am Geräusch, wenn etwas nicht stimmt. Meldet sich die Anlage mit einem Fehler, zum Beispiel eine Kantenanleimmaschine, wird sie gestoppt, um das Problem zu analysieren. Oft muss das Telefon zur Hand genommen werden, um den Servicepartner zu kontaktieren. Nicht selten landet man erst einmal in der Warteschleife. Für den Servicetechniker ist es dann oft nicht leicht, das Problem sofort zu erkennen. Trotz Aufschalten auf die Maschine kann er Umfeld oder Produktionsabläufe nicht immer ausreichend erkennen. In solchen Fällen nimmt der Techniker den Fall auf und meldet sich später erneut. Steht dann aber ein Schichtwechsel an, kann es mit der Problemanalyse von vorn beginnen. App für schnellen Support Auch bei Anlagen, die einen Fehler melden, kann es mit einer App ganz anders ablaufen: Hat der Mitarbeiter die Anlage angehalten, nimmt er sein Smartphone und öffnet die App Serviceboard. Er wählt die Kantenanleimmaschine aus, beschreibt den Servicefall, macht drei Fotos und schickt die Serviceanfrage ab. Dank Serviceboard wird die Anfrage direkt zum richtigen Servicepartner geleitet, und der Anwender erhält aufs Smartphone eine Meldung mit dem ersten Lösungsvorschlag des Servicetechnikers. Über die Kommentarfunktion bleibt der Kunde mit dem Techniker in Kontakt und kann sich zurückmelden, ob der Servicefall mit diesem Vorschlag gelöst wurde oder nicht. Reicht die Kommunikation über Text nicht aus, können sich beide per Videofunktion austauschen. Während der Anwender das Problem zeigen kann, ist der Servicetechniker in der Lage, den Maschinenbediener bei der Problemlösung anzuleiten. Im besten Fall lässt sich das Problem lösen, und es muss nicht auf den Vor-Ort-Besuch des Servicetechnikers gewartet werden.

Auch die Schichtübergabe stellt kein Problem mehr dar: Der letzte Servicefall ist auf dem Serviceboard samt Lösung anschaulich gespeichert. Der Kollege kann die Lösung auf seinem Smartphone nachsehen und ist vorbereitet, falls der Fehler erneut oder in ähnlicher Form auftritt. Bei all dem funktioniert Serviceboard für Maschinen verschiedener Hersteller sowie für Werkzeug- und Materialhersteller.

„Serviceboard hatten wir mehrfach erfolgreich im Einsatz. Hierbei schätzen wir besonders die kurze Reaktionszeit, die Dokumentation und Archivierung einer Störung, die auch zu einem späteren Zeitpunkt zur Verfügung steht und teilweise schon bei wiederkehrenden Störungen herangezogen wurde. Werden an einer Anlage wechselnde Mitarbeiter eingesetzt, kann diese Dokumentation zu einer schnellen Behebung der Störung führen. Die Möglichkeit der Videokonferenz bietet Sicherheit und erleichtert das Schildern und Beschreiben des Störfalls. Auch das Hinterlegen von Fotoaufnahmen an der entsprechenden Störungsmeldung erspart oftmals die detaillierte Schilderung durch Texte“, sagt Jochen Kaupp von Reichert Holztechnik.

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