Anzeige

Lesedauer: 4 min
27. April 2020
Gewappnet für Sonderwünsche
Automatisierung ist nicht selten der Schlüssel, wenn Möbelhersteller trotz steigender Sonderanfertigungen die Produktivität in ihrer Fertigung erhöhen müssen. Ein probates Mittel, individuelle Wünsche in standardisierte Prozesse zu überführen, steht Anwendern mit dem ERP-System 2020 Insight zur Verfügung.
 Mit Automatisierungen, 
etwa beim Generieren von CNC-Daten, können Fehlerquellen
reduziert und die Produktivität
erhöht werden.
Mit Automatisierungen, etwa beim Generieren von CNC-Daten, können Fehlerquellen reduziert und die Produktivität erhöht werden.Bild: 20-20 Technologies GmbH

Der Erfolg einer Fertigung wird in der Regel an Produktivitätskennzahlen bemessen. Dies gilt auch für die Produktion von Küchen-, Bad-, Wohn- oder Büromöbeln. Allerdings stehen dem Ausstoß oftmals Sonderwünsche der Kunden entgegen. Denn zur Erfüllung der Wünsche müssen Möbel in ihren Dimensionen geändert, Frontbilder angepasst oder ganze Konstruktionen entworfen und abweichend produziert werden.

Hoher Zusatzaufwand

Häufig laufen die aus den Wünschen resultierenden Sonderanfertigungen konträr zum Standardauftrag. Das fängt damit an, dass die Konstruktion beauftragt wird, die Kundenanforderung auf Machbarkeit zu prüfen und im Anschluss eine Kostenbasis für den Vertrieb bereitzustellen. Kommt es zum Auftrag, müssen individuelle Stücklisten, Arbeitspläne, Detailzeichnungen bis hin zu CNC-Programmen erstellt werden. Nicht selten werden so Know-how-Träger gebunden.

Je nach Automatisierungsgrad und eingesetzten Softwarelösungen können die manuellen Arbeiten viel Zeit in Anspruch nehmen und die Gesamtproduktivität der Fertigung senken. Wenn die CNC-Programmierung dann noch an der Maschine stattfindet und diese für einen längeren Zeitraum blockiert ist, erleidet die ein oder andere Produktivitätskennzahl die nächste Delle.

Hohe Fehlerquote und geringe Reproduzierbarkeit

Zum Aspekt Zeit kommt aber die Gefahr hinzu, dass bei manuellen Tätigkeiten Fehler auftreten. Entstehen können sie bei der Übertragung von Zeichnungen in Stücklisten und CNC-Daten oder bei der manuellen Dateneingabe an der Maschine. Passieren kann außerdem, dass falsche Files, Zeichnungen oder CNC-Programme ausgewählt werden. Werden diese Fehler noch in der Produktion aufgedeckt, kosten sie Zeit und Geld. Werden sie erst beim Kunden entdeckt, kann er unzufrieden sein, in jedem Fall ist zusätzliche Arbeit erforderlich. Viele Möbelfertiger machen bei der Reklamation eines Sondermöbels zudem die Erfahrung, dass Informationen nicht durchgängig verfügbar sind: Was im Auftrag handschriftlich vermerkt war und mit dem Kunden besprochen wurde, ist mitunter nicht mehr verfügbar. So bleibt es bei der Produktion unberücksichtigt und das Sonderteil kann von den Vorstellungen des Kunden abweichen.

‚Sonder‘ in Standardprozesse integrieren

Das Softwarehaus 2020 bietet Möbelproduzenten mit seinen Werkzeugen für die Sonderfertigung eine Lösung, bei der Sonderfertigungen wie Standardaufträge automatisiert durch die Produktion laufen können. Durch die Möglichkeit, ,Sonder‘ schon bei der Eingabe erfassen zu können, lassen sich die Daten direkt an die Auftragsposition hängen und archivieren. So können Reklamationen von Sondermöbeln vermieden werden.

Aus einem Auftrag werden mit 2020 Insight automatisch Zeichnungen, Stücklisten und – falls nötig – CNC-Daten erstellt. Mit den 2020-Insight-Funktionalitäten kann Zeit für die Arbeitsvorbereitung der Möbelsonderfertigung reduziert werden. Zugleich lässt sich die Daten- und die Produktqualität der Sondermöbel erhöhen. 2020 Insight kann als durchgängiges ERP-System implementiert oder als Modul in bestehende Produktions- und IT-Landschaften integriert werden. Damit wird die Produktion in die Lage versetzt, die Sonderwünsche in der Planung und Steuerung so standardisiert abzuwickeln, dass sich die Produktivität steigern lässt.

20-20 Technologies GmbH
http://www.2020spaces.de

Das könnte Sie auch interessieren

Bild: Biesse / Prewi
Bild: Biesse / Prewi
Bearbeiten in einem Durchgang

Bearbeiten in einem Durchgang

Türhersteller haben ein tiefbohrendes Problem. Eine zeit- und kostenoptimierte Produktion erfordert den kompletten Bearbeitungsprozess in einem Durchgang, ohne Drehen des Werkstücks oder Eingreifen eines Bedieners. Für die Ausfräsungen des Schlosskastens bedeutet das eine große Herausforderung. Prewi hat diese angenommen und für Biesse, den Spezialisten für Holzbearbeitungsmaschinen, ein robustes und präzises Aggregat erschaffen.

Bild: Dieffenbacher GmbH Maschinen- und Anlagenbau
Bild: Dieffenbacher GmbH Maschinen- und Anlagenbau
Zwei Produktionslinien mit Leimeinsparsystemen ausgestattet

Zwei Produktionslinien mit Leimeinsparsystemen ausgestattet

Im Januar 2021 haben Finsa aus Santiago de Compostela, Spanien, und der deutsche Maschinen- und Anlagenbauer Dieffenbacher die Verträge über die Lieferung von insgesamt vier Leimeinsparsystemen für die beiden Produktionslinien am Finsa-Standort in Nelas, Portugal, unterzeichnet.

Zwei Projet werden zur Reduzierung des Leimverbrauchs in der MDF-Produktion eingesetzt, während ein weiterer Projet und ein Evojet P in einer ganz speziellen Anlage für Leimeinsparungen sorgen sollen: Finsa produziert Platten mit einer Span-Mittelschicht, die auf beiden Seiten von MDF-Deckschichten umgeben ist.

Bild: Deutscher Holzwirtschaftsrat e. V.
Bild: Deutscher Holzwirtschaftsrat e. V.
„Wir müssen den Waldumbau neu denken.“

„Wir müssen den Waldumbau neu denken.“

Um die Ökosystemleistungen der Wälder und die Rohstoffversorgung der Gesellschaft dauerhaft zu sichern, hat der Deutsche Holzwirtschaftsrat (DHWR) zum internationalen Tag des Waldes (21.3.2021) schnellere politische Maßnahmen für den Waldumbau gefordert. „Wir können uns eine romantische Sicht auf den Wald nicht mehr leisten und müssen alles dafür tun, dass der Wald klimastabil wird.

Anzeige