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24 Möbelfertigung Rohre in die richtige Spur gebracht Um die Büromöbelproduktion bei der Sedus Stoll AG weiter zu automatisieren, hat Trafö Förderanlagen eine Roboterzelle für das Unternehmen entwickelt. In der vollautomatischen Anlage führt ein Kuka-Roboter der KR-Quantec-Baureihe einem Laser zur Weiterbearbeitung Rohre zu. Per integriertem 3-D-Scanner erfasst der Roboter zuverlässig das für den nächsten Produktionsschritt benötigte Rohr.  Sebastian Schuster, Global PR & Content Manager bei Kuka Die Sedus Stoll AG mit Sitz in Dogern an der deutsch-schweizerischen Grenze produziert seit 1871 hochwertige Büromöbel. Bekannt ist das Unternehmen für den weltweit ersten Drehstuhl mit einer drehbaren Säulenfederung, den sogenannten ,Federdreh‘.   10.2019 Seine Qualitätsmöbel, die in Deutschland entwickelt und produziert wer- den, vertreibt das Unternehmen heute weltweit. Um die Automatisierung der Produktion voranzutreiben, hat Trafö Förderanlagen im Auftrag von Sedus Stoll eine Roboterzelle mit individuell angepasster Software konzipiert. Ein Kuka-Roboter, ein KR Quantec vom Typ KR270 R2700 ultra, dient darin als Bindeglied: Er versorgt den Rohrlaser, der bisher manuell beladen wurde, vollautomatisch mit Material aus dem Lager. „Die Roboterzelle, die wir 2018 implementiert haben, bringt eine erhebliche Arbeitserleichterung mit sich und beschleunigt den Produktionsablauf“, schätzt Ulrich Neckermann ein, Vertriebsleitung D-A-CH bei Trafö. „Jetzt kann die Laseranlage mannlos im Mehrschichtbetrieb gefahren werden.“ Bei der Implementierung konnte Trafö auf die jahrelange Erfahrung als Anbieter für vollautomatische Lagersysteme und Logistiklösungen zurückgreifen. Vollautomatische Beladeeinheit „Das Besondere an der Roboterlösung ist, dass der Laser direkt mit Einzelrohren bestückt wird“, so Neckermann. „Der Transport ganzer Bunde und die manuelle Beladung entfallen.“ Um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, hat Trafö für den Tube-Picking-Rohrlaser eine spezielle Software entwickelt. Sie ermöglicht, dass alle an der Anlage beteiligten Komponenten miteinander kommunizieren. Digitale Produktionspläne geben vor, welche Rohrtypen zu welcher Zeit am Laser benötigt werden. Das geforderte Material wird per Tablet aus dem Langgutlager geordert. Auch das Lager wurde technisch auf den neuesten Stand gebracht, indem es mit einem Trafö-Retrofit ausgestattet wurde: Die Steuerung, Elektrik und Software wurden komplett erneuert. Außerdem führt nun eine neue Förderstrecke vom Langgutlager zum Roboter und vom Roboter hin zur Ablagestelle am Rohrlaser. Das Lagersystem liefert die bestellten Rohre über die Förderanlage in Systemkassetten an die Roboterzelle. In diesen, oben offenen, Kassetten sind meist verschiedene Rohrtypen eint Der Pick-and-Place-Roboter nimmt das benötigte Rohr aus der Systemkassette und legt es auf der Förderstrecke ab


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