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Betriebs- und Fertigungsbedarf 61 p Dank der Holzfeuerungsanlage Vitoflex 300-SRT kann sich Sarner Holz selbst mit Wärme versorgen und überschüssige Energie bald in ein Fernwärmenetz einspeisen sions- und rückstandsarm Brennstoffe mit bis zu 60 Prozent Wassergehalt. Insgesamt 23 000 srm Fichtenrinde werden in der Anlage pro Jahr zu Wärme umgewandelt. „Das ist klasse, denn der Verkauf von Rinde ist wirtschaftlich nicht interessant. Umso besser, dass wir sie für uns selbst nutzen können“, so Kemenater. Lastspitzen sind kein Problem Insgesamt 2,2 MW Wärme produziert das Heizwerk auf dem Gelände von Sarner Holz pro Jahr. Beheizt werden damit elf Trockenkammern für die Holztrocknung, im Winter kommt die Produktionshalle hinzu. „Weil wir in dieser Halle auch verleimen, brauchen wir eine konstante Temperatur“, so der Geschäftsführer. Vor allem aber haben die Trockenkammern, die größte mit einer Nennleistung von 1,3 MW, einen großen Wärmeenergiebedarf. Im Winter ist der Verbrauch noch höher. „Wenn wir draußen minus zehn Grad Celsius haben und die Trockenkammern auf 50 bis 60 hochheizen müssen, ist das ein Riesenbedarf“, verdeutlicht Kemenater. Um solche Lastspitzen abfedern zu können, wurde mit der neuen Anlage auch ein Pufferspeicher mit einer Speicherkapazität von 150 m3 installiert. Die Spezialisten von Viessmann Holzfeuerungsanlagen übernahmen die gesamte Projektabwicklung – von der Planung über die Montage bis zur Inbetriebnahme. „Eine besondere Herausforderung war der straffe Zeitplan von knapp vier Monaten“, sagt Patrik Scheiber, Produktmanager der Viessmann Holzfeuerungsanlagen. Weitere Projekte für Wärme und Strom Positiver Nebeneffekt der neuen Holzfeuerungsanlage: Die Vitoflex 300-SRT bringt 700 kW nicht-verstromte Wärme – und damit mehr als Sarner Holz benötigt. Die übrige Wärme soll in ein Fernwärmenetz fließen, das 2020 starten und dann laufend erweitert werden soll. Langfristiges Ziel ist es laut Geschäftsführer, insgesamt 20 bis 30 Wohnungen mit Fernwärme zu versorgen. Sarner Holz erzeugt aber nicht nur Wärme, sondern auch Strom. Zum einen über eine firmeneigene Photovoltaikanlage, zum anderen mittels ORC-Modul (Organic Rankine Cycle). Die bei der Biomasseverbrennung in den Holzfeuerungsanlagen anfallende thermische Energie wird auf einen Thermalölkessel übertragen. Der Thermoölkreislauf speist anschließend das ORC-Modul, das der Stromerzeugung dient, mit einer elektrischen Leistung von 300 kW mit Wärme. Die elektrische Energie wird im eigenen Betrieb genutzt, der gesamte Strombedarf im Werk ist so aber noch nicht gedeckt. „Das nächste Projekt ist daher bereits in Planung. Das Ziel: Auch der Strom, den wir brauchen, soll von uns kommen. Bei der Wärme sind wir bereits komplett autark. Das wollen wir künftig auch beim Strom sein“, betont Kemenater. „Natürlich machen wir auch das wieder mit Viessmann.“ u www.viessmann.de Effi zienz. Profi lCut Q PLUS. DAS NACHSCHÄRFBARE KONSTANTWERKZEUGSYSTEM ■ 5-mal nachschärfbar ■ Profi l- und durchmesserkonstant ■ Höchste Performance für kürzere Bearbeitungszeiten www.leitz.org


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