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Digitalisierte Fertigung 39 www.hob-magazin.com Transbot: autonom arbeitendes Transportsystem (Bilder: Homag Group) u Transbot: Routenfinder über Flottenmanager ze Material transportieren. Das macht die Transportsysteme von Anfang an so flexibel. Vorteil 2: Schnelle Reaktion bei Änderungen im Fertigungsablauf Gesteuert werden die Transbots durch ein übergeordnetes Controllermes in Verbindung mit einer Zellensteuerung. Während Controllermes mit den verschiedenen Bearbeitungsmaschinen in der Fertigung kommuniziert, um Aufträge und spezifische Fertigungsvorgaben weiterzugeben, bestimmt die Zellensteuerung die Reihenfolge der zu transportierenden Aufträge und gibt sie an den Flottenmanager weiter, der die Fahrzeuge koordiniert. Bei Änderungen im Fertigungsablauf reagiert das System durch die enge Vernetzung automatisch. Sind bauliche Veränderungen zur Erweiterung der Produktionsfläche oder eine Neupositionierung beziehungsweise Ergänzung von Bearbeitungsmaschinen geplant, kann der Materialfluss durch einfache Softwareanpassungen – ausgeführt vom Homag-Service – korrigiert werden. Auch das Energiemanagement läuft über den Flottenmanager. Bei jedem Fahrzeug wird die Ladekapazität permanent an das System übermittelt und der Transbot, dessen Akkustand einen bestimmten Schwellwert unterschritten hat, automatisch an eine induktive Ladestation geleitet. An dieser Ladestation wird das System kontaktlos aufgeladen, bis seine Akkuleistung das benötigte Niveau erreicht hat. Im mehrschichtigen Betrieb sorgt der Flottenmanager dafür, dass die Transbots abwechselnd geladen werden. Vorteil 3: Sicherheit im laufenden Betrieb Im Gegensatz zu herkömmlichen Transportlösungen brauchen die Fahrwege der Transbots nicht gesondert abgesperrt werden. Jedes System registriert durch seine Laserscanner für die Navigation auch Personen und Objekte auf dem Fahrweg. Dabei unterscheidet der Transbot zwischen drei Sicherheitsbereichen, die im Vorfeld konfiguriert werden. Befinden sich Objekte in den ersten beiden Sicherheitsbereichen, drosselt das Transportsystem seine Geschwindigkeit je nach Bereich in zwei Stufen. Ist ein Objekt näher als der minimale Sicherheitsbereich, stoppt der Transbot vollständig und übermittelt einen Hinweis an die Steuerung. Sobald das Objekt den Bereich verlassen hat, führt er seine Aufgabe selbstständig fort. Ein wichtiges Sicherheitskriterium ist zudem die Größe der Ladung. Aktuell werden bis zu vier Ladungsarten (Warenträger) über einen Sensor am Transbot erkannt. Die Sichert heitsbereiche sind auf das jeweilige Produktionsspektrum ausgelegt. Das System weiß daher immer, welche Ladung transportiert wird, wie groß diese maximal sein kann und welche Sicherheitskriterien je Transportauftrag zu beachten sind. u www.homag.com


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