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Digitalisierte Fertigung 17 www.hob-magazin.com nen Aufgaben einer Werkstatt orientiert und sich intuitiv bedienen lässt. Auch soll eine Datenbank dabei helfen, Arbeits- und Fertigungsschritte, Skizzen, Produktdesign und Materialbedarf mit wenigen Klicks zur Verfügung zu stellen. Hierdurch wird der gesamte innerbetriebliche Workflow vereinfacht und der Wissenstransfer von erfahrenen Mitarbeitern an Neulinge kann schnell über die in der Datenbank gesammelten Informationen geschehen. Die Umsetzung Zur Umsetzung dieser Ziele fertigt der Tischlereibetrieb Gigler holz-design (HDG) zusammen mit den Projektpartnern von Sirowo eine Demonstratoranlage an, mit der die vielen Komponenten sowie die nötigen Schnittstellen untersucht werden können. Eine Roboterzelle hat sich aus der Überlegung der Anforderungen als geeignete Automatisierungslösung erwiesen. Diese bietet neben einem großen Arbeitsraum auch eine hohe Flexibilität bei moderaten Investitionskosten. Der Kollege Roboter soll dem Mitarbeiter körperlich anstrengende, sich wiederholende Aufgaben abnehmen. Ersetzen kann er den Handwerker nicht. Dieser plant künftig an seinem Computer die Produkte und gibt die Anweisungen an den Kollegen Roboter per Knopfdruck aus dem staubfreien Büro. Während sich der Roboter an die Arbeit macht, kann der Mitarbeiter seine Expertise in anderen Aufgabenbereichen wie dem Produktdesign und Kundengesprächen einbringen. Das hardwaretechnische Zentrum des Vorhabens bildet somit ein Industrieroboter (IR). Dieser kann auf Anweisung des Mitarbeiters schwere Bauteile heben und transportieren. Danach legt er das Bauteil auf einer Spannvorrichtung ab. Das ISW entwickelt hierfür in enger Absprache mit Endanwendern wie HDG und der Tischlerei Eigenstetter eine flexible Spannvorrichtung, mit der hochgradig individualisierte und sogar großvolumige Bauteile in einer Bearbeitungszelle gespannt werden können. Gewünscht ist hierbei ein steuerungstechnischer Ansatz, mit dem ein minimaler manueller Aufwand für den Handwerker besteht. Natürlich soll der IR das gespannte Bauteil auch bearbeiten. Dafür hat das IfW zusammen mit den Projektpartnern und Endanwendern eine Auswahl für handwerkstypische Bearbeitungsprozesse aufgestellt. Neben den konventionellen Bearbeitungsoperationen wie dem Fräsen, Bohren und Schleifen gehören hierzu auch exklusive Technologien wie das Heißdrahtschneiden. Auch müssen spezielle Bewegungsabläufe für die Bahnplanung entwickelt werden. Dies erarbeitet das IfW zusammen mit den Partnern Moduleworks und Robotized. Ein weiteres wichtiges Forschungsfeld des IfW liegt in der Entwicklung einer Absauganlage, die einen hohen Späneerfassungsgrad ermöglicht, aber den IR möglichst nicht in seiner Flexibilität einschränkt. Hierzu werden auf der Grundlage von Spänefluguntersuchungen verschiedene Konzepte für Absaughauben abgeleitet. Diese werden anschließend iterativ mittels Strömungssimulationen optimiert. Die Basis-Infrastruktur Die Aufgabe der Exapt Systemtechnik besteht in der Konzeptionierung und Umsetzung der Basis-Infrastruktur, die für die Programmierung, den Datenaustausch und die Mitarbeiterunterstützung benötigt wird. Neben einer Integration Souverän in die Zukunft INNOVATIVE WALZENTECHNIK VOM SPEZIALISTEN ahauser.com qu Flexible Spannvorrichtung (ISW); links: Strömungssimulation von Absaughaubenkonzepten (IfW)


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