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38 Oberflächenbearbeitung narme Technik, die schnell hochzufahren ist, unanfällig läuft und leicht zu handhaben ist – das waren unsere Kriterien, um so flexibel wie möglich zu sein“, fasst Alteheld zusammen. Anforderungen, die Bürkle sofort verstanden und in eine prozesssichere Anlage übersetzt hat, wobei Behrens die Beratung und Abwicklung absolut überzeugt haben. Individualität nachgefragt Ein halbes Jahr arbeitet Behrens nun mit der Kurztakt- Durchlaufpresse von Bürkle. Das Pressen, die Handhabung der Teile bis hin zur Reinigung der Maschine laufen nach den Vorstellungen der Belegschaft. Vom Tag der Inbetriebnahme an habe man gepresst, natürlich hätte man Erfahrungen sammeln müssen. „Mit Kleiberit haben wir aber auch beim Leim einen sehr guten Partner“, betont Alteheld. „Heute stimmt die Qualität.“ Ausgelegt ist die ODW 1444/60 dafür mit den Parametern: Heizplattenabmessung: 1 400 x 4 400 mm, Gesamtpresskraft: 3 223 kN, spezifischer Pressdruck: 60 N/cm2, Heizmedium: Wasser, Trägermaterialien: Span-, MDF-, Sperrholz-, Leichtbauplatten, Oberflächenmaterialien: HPL/CPL, Gegen- zugpapiere, Sonderdeck- schichten, Leimart: Dispersionsleim (PVAC), Bei der ODW 1444/60 handelt es sich um eine hochflexible Anlage mit automatischer Umrüstung aller Aggregate, einschließlich der Presseinheit. Die Verstellung gemäß Werkstückdimension   11.2019 erfolgt nach automatischer Vermessung der Teile. So lässt sich Stückzahl 1 ohne Verlustzeit und ohne Dateneingabe durch den Bediener realisieren. Im Moment werden in Drensteinfurt zu etwa 80 Prozent Span- und MDF-Platten mit HPL oder CPL beschichtet, das weitere Verarbeitungsspektrum ist denkbar bunt. „Grundsätzlich wird immer eine Platte pro Takt verpresst“, präzisiert Armin Neubert, Marketingleiter bei Bürkle. „Die Kapazität der Anlage ergibt sich letztlich aus den eingesetzten Materialien.“ Gefahren wird die Presse derzeit ausschließlich mit D3-Leim, wobei sich neben PVAC- auch PU-Leime verarbeiten lassen. Nach dem Beschichten werden die Platten „Wir sind ein Großhändler, der alles, was er tut, auf den Tischler ausrichtet“ entweder per Säge und Kantenanleimmaschine weiterverarbeitet. Wünscht der Kunde dagegen nur das beschichtete Element, wird es nach dem Kommissionieren versandfertig verpackt und schließlich ausgeliefert. „Über einen Rundverkehr zwischen den Zentrallagern bedienen wir mit den Verbundelementen auch die Ost- und Nordstandorte, die keine Presse betreiben“, berichtet Alteheld. So ist die Auslastung der Presse am wöchentlichen Pressentag mittlerweile sehr hoch. Verpresste man ursprünglich an diesem Tag noch 40 bis 80 Platten, sind es derzeit 80 bis 120. „Weil die Standorte das Potenzial noch immer weiter ausschöpfen, ist abzusehen, dass wir einen zweiten Pressentag anbieten werden“, so Alteheld. Inzwischen verkauft man nicht nur mehr Verbundelemente, als früher zugekauft wurden, die lagerhaltigen 430 Schichtstoffe reichen auch nicht mehr aus. „Immer mehr Tischler tragen den Wunsch an uns heran, dass wir weitere Schichtstoffe einkaufen und verpressen.“ Individualität wird nachgefragt. Plattform bieten Das erweiterte Leistungsprogramm der Behrens-Gruppe wird also von den Kunden honoriert. „Zugleich kommen wir mit Betrieben in Kontakt, die vorher nicht zu unserer Kundschaft gehörten“, berichtet Ernst. Dass diese Entwicklung fortschreitet, darf man annehmen. Denn das Verpressen mit der Bürkle-Anlage bis hin zum Formatieren und Bekanten wird künftig wohl durch weitere Fertigungsschritte ergänzt. Für Rotenburg etwa denkt Behrens schon über eine weitere Zuschnittzelle plus Bekantung sowie ein neues Bearbeitungszentrum nach. „Viele Tischler werden es mit ihrer heutigen Aufstellung schwer haben, Dienstleister für Halb- und Fertigprodukte zu sein“, begründet Ernst. „Um sich für die Zukunft zu wappnen, müssen sie neue Wege etablieren, die auf ihren Betrieb passen. Wir sind ein Großhändler, der seine Leistungen komplett auf den Tischler ausrichtet. Wenn dieser nicht klassisch das lackierte Schränkchen, sondern das moderne Kastenmöbel fertigt, bieten wir ihm dafür Leistungen in hoher Qualität und Flexibilität. Insofern holen wir ihn da ab, wo er steht, und bieten ihm eine effiziente Plattform.“ Seit April gehören dazu individuell beschichtete Platten – auf einer Kurztaktpresse von Bürkle. u www.buerkle-gmbh.de u www.behrens-gruppe.de ¢  Nachfolgerpistole der Phaser Die Zerstäubungstechnologie der Satajet X 5500 in den Düsengrößen 1,2-1,4 für HVLP und 1,2-1,3 für RP – jeweils als I- und O-Variante – ist nun auch für die Nachfolgerpistole des Modells Phaser erhältlich. Die Satajet X 5500 Phaser von Sata, Kornwestheim, verbindet ein modernes Design mit praxisgerechter Funktion in der Lackierwerkstatt. Je nach eingesetztem Material, Arbeitsgewohnheit oder klimatischen Bedingungen kann der Anwender mit den bewährten HVLP- und RP-Technologien zwischen einer kontrollierten oder schnellen Applikation wählen. Durch eine optimierte Materialverteilung hat Sata für eine gleichmäßigere und feinere Zerstäubung in beiden Strahlvarianten gesorgt. Aufgrund der neuen Farb- und Luftdüsen sowie der optimierten Luftverteilung im Pistolenkörper kann auf einen Luftverteilerring verzichtet werden. Dies macht die einfachere und schnellere Reinigung möglich. Außerdem wurde die Lautstärke der Flüsterdüse bei der Applikation durch eine optimierte Strömungsgeometrie spürbar verringert. Bei gleicher Applikationsweise ist eine Materialeinsparung um bis zu 15 Prozent möglich. Für die Bestimmung der passenden Düse stehen dem Lackierer die Sata-Webseite und die Sata-Düsenfinder-App zur Verfügung. (Bild: Sata) u www.sata.com


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