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48 Fertigungstechnik   Die Busse Heizplattentechnik GmbH   11.2019 Deutschlandweit einzigartig Projekt der Superlative in der Reisemobilherstellung: Für Hymer fertigt die Busse Heizplattentechnik GmbH Aluminium-Beschicktabletts in deutschlandweit einmaligen Dimensionen von 9,2 x 2,8 m. Zum Einsatz kommen sie in Beschicksystemen für das Einschäumen von Reisemobilwänden mit Polyurethanschaum. p (von oben) Als Erfinder des Wohnmobils steht Hymer seit 1957 für Freizeitfahrzeuge in Premiumqualität In der Produktion von Hymer Die neuen Aluminium-Beschicktabletts von Busse weisen Dimensionen von 9,2 x 2,8 m auf (Bilder: Hymer/Busse Heizplattentechnik) Busse Heizplattentechnik mit Hauptsitz in Espelkamp ist Teil der Unternehmensgruppe Busse und beschäftigt rund 50 Mitarbeiter. 1986 durch Rosel und Horst Busse gegründet, produziert und vermarktet das mittelständische Unternehmen Heiz- und Kühlplatten für nahezu alle industriellen Anwendungen. Im Vordergrund steht dabei die Holzbe und Holzverarbeitung. Darüber hinaus umfasst das Leistungsportfolio von Busse Heizplattentechnik den Werkzeug- und Schaltschrankbau, die Aluminiumverarbeitung sowie das Reverse Engineering. Seit 2006 ist Thorsten Busse Teil der Geschäftsführung. 2015 rückte Petra Hoffmeyer als zweite Geschäftsführerin nach. Reisemobile im Premiumsegment müssen hohe Anforderungen an Komfort und Verarbeitungsqualität erfüllen – das gilt insbesondere für die Außenwände der Fahrzeuge. Die Wände werden in der Regel samt Außen- und Innenwand sowie Komponenten auf Beschicktabletts aufgebaut und mit Polyurethanschaum (PU) eingeschäumt. Bisher bestanden diese großen Beschicktabletts aus mehreren zusammengefügten Blechen. Mit der neuen Busse-Lösung eines stoßfreien Tabletts verbessert sich die bereits hohe Qualität. Denn die neuen Busse-Tabletts in einzigartigen Dimensionen eliminieren den Spalt vollständig. Der Weg zu diesem Ergebnis sei eine echte Herausforderung gewesen, sagt Stefan Eggers, Vertriebsleiter bei Busse Heizplattentechnik: „Zunächst mussten wir ein Walzwerk finden, das uns Aluminiumbleche in dieser Größe herstellt. Um die einwandfreie Qualität der Bleche sicherzustellen, wurden diese nur in der Tagschicht unter kontinuierlicher Beobachtung gewalzt.“ Ähnlich gestaltete sich das Eloxieren des Bleches: Europaweit gibt es nur ein Unternehmen, das die Schutzschicht in dieser Größe erzeugen kann. Für das Handling der 9,2 x 2,8 m großen Elemente am Sitz in Espelkamp installierte Busse an seinen Hallenkränen spezielle Saugtraversen. Anschließend fräste das Unternehmen die Aluminiumbleche von zehn auf sechs Millimeter Dicke mit einer Toleranz von 0,1 mm. Aufwendige Konstruktion mit spezieller Presse Mithilfe einer eigens angefertigten Presse verklebte Busse das Blech mit einer leichten, stabilen Alurohrkonstruktion. Zudem wurden umlaufende Pneumatikzylinder in das Beschicktablett eingebracht, um die Randleisten verstellen zu können. „Dank dieser Leichtbauweise wiegt das Tablett trotz seiner 26 m2 Größe vergleichsweise wenig“, sagt Eggers. Neben dem Einsatz in der Reisemobilfertigung ist das Beschicktablett auch für alle weiteren Anwendungen geeignet, bei denen in großen Dimensionen PU-Materialien eingeschäumt werden müssen. Dazu gehören unter anderem Wandsegmente im Hallenbau oder isolierte Lkw-Trailer im Fahrzeugbau. Auch wasserbeheizte Aluminiumplatten stellt Busse in diesen Dimensionen her – eine kostengünstige und energieeffiziente Alternative zu massiven, tieflochgebohrten Stahlheizplatten. „Aufgrund der geringeren Masse erreichen die Aluminiumheizplatten schneller die gewünschte Temperatur und verbrauchen somit deutlich weniger Energie“, so Eggers. u www.busse-heizplattentechnik.de


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